{"id":290293,"date":"2025-07-24T13:00:11","date_gmt":"2025-07-24T13:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290293\/"},"modified":"2025-07-24T13:00:11","modified_gmt":"2025-07-24T13:00:11","slug":"berlin-kassen-fordern-meldepflicht-fuer-freie-therapieplaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290293\/","title":{"rendered":"Berlin | Kassen fordern Meldepflicht f\u00fcr freie Therapiepl\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Wegen langer Wartezeiten in der Psychotherapie fordern die gesetzlichen Krankenkassen eine schnellere Terminvergabe an Betroffene. So m\u00fcssten Psychotherapeutinnen und -therapeuten gesetzlich dazu verpflichtet werden, freie Behandlungskapazit\u00e4ten zu melden, fordert der GKV-Spitzenverband.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abWir haben keinen Mangel an Psychotherapiepl\u00e4tzen. Aber gerade schwer psychisch Kranke haben Probleme, einen Therapieplatz zu finden\u00bb, sagte die stellvertretende Chefin des Verbands, Stefanie Stoff-Ahnis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Verwaltungsrat des Verbands hat dazu ein Positionspapier beschlossen, \u00fcber das der RND zun\u00e4chst berichtet hatte.<\/p>\n<p>Verband: Jeder vierte Erwachsene ist psychisch krank<\/p>\n<p>Darin betont der Verband den gro\u00dfen Hilfebedarf: \u00abPsychische Erkrankungen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer relevanten gesundheitlichen Herausforderung entwickelt.\u00bb J\u00e4hrlich sei etwa jeder vierte Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen. Nur die wenigsten bek\u00e4men aber sofort einen Therapieplatz.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine bedarfsgerechte Versorgung m\u00fcsse \u00abeine angemessene Anzahl an Sprechstunden und die H\u00e4lfte der Behandlungspl\u00e4tze von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an die Terminservicestellen gemeldet und ausschlie\u00dflich durch diese vergeben werden\u00bb, schreibt der Spitzenverband.<\/p>\n<p>Terminservicestellen werden Auftrag bislang nicht gerecht<\/p>\n<p>Gerade schwer psychisch Erkrankten sei \u00abes nicht zuzumuten, alleine einen Therapieplatz ohne direkte Hilfe und unterst\u00fctzende Orientierung zu suchen\u00bb, sagte Stoff-Ahnis. Die Terminservicestellen sind jetzt schon per Gesetz verpflichtet, innerhalb von vier Wochen Termine f\u00fcr die psychotherapeutische Sprechstunde zu vermitteln. Das wird laut Spitzenverband aber nicht erreicht.\u00a0<\/p>\n<p>Hier bestehe \u00abdeutlicher Handlungsbedarf\u00bb, denn 2023 lag die Vermittlungsquote f\u00fcr solche Termine nach Verbandsangaben bei 46\u00a0Prozent. Das hei\u00dft, die Terminservicestellen haben mehr als die H\u00e4lfte der Anfragen nicht oder nicht fristgerecht vermittelt.<\/p>\n<p>Patientensch\u00fctzer fordern Rechtsanspruch auf Suizidpr\u00e4vention<\/p>\n<p>Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert schnellere Angebote f\u00fcr psychisch erkrankte Menschen und verweist auf die Zahl der Selbstt\u00f6tungen, die in den vergangenen Jahren wieder gestiegen sei. \u00abEs steht zu bef\u00fcrchten, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass Termine bei Psychotherapeuten kaum zu bekommen sind\u00bb, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. \u00abOffenkundig reichen die gesetzlichen Instrumente nicht aus, um die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung beim Sicherstellungsauftrag verbindlich in die Pflicht zu nehmen.\u00bb<\/p>\n<p>Trotz politischer Debatten \u00fcber das Thema Suizid und m\u00f6gliche Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen fehle es an einem umfassenden Schutz. Dazu geh\u00f6rt aus Sicht der Patientensch\u00fctzer etwa ein Rechtsanspruch auf die Vorbeugung von Suizid in der gesetzlichen Krankenversicherung. \u00abDazu z\u00e4hlen kurzfristige Sprechstunden, Behandlungspl\u00e4tze und aufsuchende Therapie.\u00bb Schwerstkranke br\u00e4uchten \u00abpassgenaue, schnelle Angebote\u00bb, sagte Brysch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Wegen langer Wartezeiten in der Psychotherapie fordern die gesetzlichen Krankenkassen eine schnellere Terminvergabe an Betroffene.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":290294,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,141,1188,288,1940,1938],"class_list":{"0":"post-290293","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-krankenversicherung","16":"tag-krankheit","17":"tag-nachrichten-aus-berlin","18":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114908340214257067","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=290293"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290293\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/290294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=290293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=290293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=290293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}