{"id":290322,"date":"2025-07-24T13:15:11","date_gmt":"2025-07-24T13:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290322\/"},"modified":"2025-07-24T13:15:11","modified_gmt":"2025-07-24T13:15:11","slug":"risiken-abwaerts-gerichtet-ezb-stoppt-senkungsserie-leitzins-bleibt-bei-zwei-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290322\/","title":{"rendered":"&#8222;Risiken abw\u00e4rts gerichtet&#8220;: EZB stoppt Senkungsserie: Leitzins bleibt bei zwei Prozent"},"content":{"rendered":"<p>                    Update<br \/>\n                    &#8222;Risiken abw\u00e4rts gerichtet&#8220;<br \/>\n                EZB stoppt Senkungsserie: Leitzins bleibt bei zwei Prozent<\/p>\n<p>\t\t\t\t              24.07.2025, 14:16 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) schaltet auf Abwarten um. An den Finanzm\u00e4rkten wurde bereits damit gerechnet. Nach der Serie an Lockerungen binnen eines Jahres bel\u00e4sst der EZB-Rat den Einlagesatz zum Steuern der Geldpolitik unver\u00e4ndert. <\/strong><\/p>\n<p>Nach sieben Leitzinssenkungen in Folge hat die Europ\u00e4ische Zentralbank eine Pause eingelegt. Die drei Leitzinss\u00e4tze bleiben vorerst unver\u00e4ndert, wie die EZB mitteilte. Der zentrale Leitzins, der auch f\u00fcr Sparerinnen und Sparer wichtige Einlagenzins, liegt damit weiterhin bei 2,0 Prozent. Die Zentralbanker verwiesen unter anderem auf das &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnlich unsichere&#8220; internationale Umfeld.<\/p>\n<p>Die Inflation sei mittlerweile auf das angestrebte Niveau von zwei Prozent zur\u00fcckgegangen, erkl\u00e4rte die Bank. Auch entspr\u00e4chen aktuelle Daten &#8222;weitgehend der bisherigen Einsch\u00e4tzung des EZB-Rats zu den Inflationsaussichten&#8220;. Der Preisdruck lasse weiter nach und die L\u00f6hne siegen langsamer.<\/p>\n<p>&#8222;Zugleich ist das Umfeld nach wie vor au\u00dfergew\u00f6hnlich unsicher, vor allem aufgrund von Handelskonflikten&#8220;, f\u00fcgten die Zentralbanker hinzu. US-Pr\u00e4sident Donald Trump sorgt mit seinen Zolldrohungen f\u00fcr gro\u00dfe Unsicherheit. Ein eskalierender Zollstreit mit hohen US-Aufschl\u00e4gen auf EU-Lieferungen sowie Gegenma\u00dfnahmen aus Br\u00fcssel k\u00f6nnte die Wirtschaft ersch\u00fcttern und die Preise wieder st\u00e4rker steigen lassen.<\/p>\n<p>Der EZB-Rat sieht nach den Worten von EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde weiterhin ein \u00fcberwiegendes Risiko, dass die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum schlechter als von ihr erwartet verl\u00e4uft. &#8222;Die Risiken f\u00fcr das Wirtschaftswachstum bleiben abw\u00e4rts gerichtet&#8220;, sagte Lagarde in der Pressekonferenz nach der EZB-Ratssitzung. Den Inflationsausblick bezeichnete Lagarde als &#8222;ungew\u00f6hnlich unsicher&#8220;, was vor allem an den Handelskonflikten liege. Der st\u00e4rkere Euro k\u00f6nnte die Inflation deutlicher als erwartet sinken lassen.<\/p>\n<p>Beobachter waren auch angesichts der derzeit noch laufenden Verhandlungen zwischen der EU und den USA im Zollstreit von einer Zinspause ausgegangen. Die EZB gab nun auch keinerlei Aussicht, wie es zinspolitische weitergehen k\u00f6nnte. &#8222;Die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird von der Datenlage abh\u00e4ngen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen&#8220;, erkl\u00e4rte sie.<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8222;Signal f\u00fcr Stabilit\u00e4t&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das Festhalten am aktuellen Zinsniveau sendet ein wichtiges Signal f\u00fcr Stabilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t in einem nach wie vor fragilen Umfeld&#8220;, sagte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), J\u00f6rg Asmussen. Der einstige EZB-Direktor f\u00fcgte hinzu: &#8222;Die EZB handelt richtig, wenn sie die Leitzinsen in der heutigen Sitzung unver\u00e4ndert l\u00e4sst. Angesichts der aktuellen Inflations- und Konjunkturdaten \u00fcberwiegen die Argumente gegen eine weitere Senkung.&#8220;<\/p>\n<p>Die W\u00e4hrungsh\u00fcter d\u00fcrften nach Einsch\u00e4tzung vieler Beobachter zun\u00e4chst abwarten, wie sich der Zollstreit weiter entwickelt. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat angek\u00fcndigt, dass ab dem 1. August Zusatzz\u00f6lle von 30 Prozent anstelle des im April eingef\u00fchrten Basiszollsatzes von zehn Prozent auf Importe aus der EU in Kraft treten sollen. Die EU hofft weiter auf eine Verhandlungsl\u00f6sung. Nach Japan k\u00f6nnte die Europ\u00e4ische Union Diplomaten zufolge auf ein Handelsabkommen mit den USA zusteuern, das ebenfalls einen Basiszoll von 15 Prozent auf EU-Waren umfassen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zinswende eingel\u00e4utet<\/p>\n<p>Wegen der Folgen der Coronapandemie und dann 2022 des russischen Angriffs auf die Ukraine war die Inflation massiv angestiegen, worauf die EZB mit starken Zinserh\u00f6hungen reagiert hatte. Im Juni 2024 l\u00e4utete sie dann die Zinswende ein und senkte mit Abklingen der Inflation auch die Zinsen wieder. Zuvor hatte das zust\u00e4ndige Gremium der Notenbank bei seinen sieben vergangenen Treffen jeweils Zinssenkungen veranlasst.<\/p>\n<p>Der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Gesch\u00e4ftsbanken Geld von der EZB leihen k\u00f6nnen, liegt derzeit bei bei 2,15 Prozent und der dritte Leitzinssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld, der Spitzenrefinanzierungssatz, bei 2,40 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Update &#8222;Risiken abw\u00e4rts gerichtet&#8220; EZB stoppt Senkungsserie: Leitzins bleibt bei zwei Prozent 24.07.2025, 14:16 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":290323,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[304,175,3353,170,169,29,106,875,2051,16835,30,213,212,5026,171,174,173,172,55],"class_list":{"0":"post-290322","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-banken","9":"tag-business","10":"tag-christine-lagarde","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-donald-trump","15":"tag-ezb","16":"tag-frankfurt-am-main","17":"tag-geldpolitik","18":"tag-germany","19":"tag-handelsbeziehungen","20":"tag-handelskonflikte","21":"tag-leitzins","22":"tag-markets","23":"tag-maerkte","24":"tag-unternehmen","25":"tag-unternehmen-maerkte","26":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114908399182770279","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=290322"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290322\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/290323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=290322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=290322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=290322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}