{"id":290737,"date":"2025-07-24T17:04:15","date_gmt":"2025-07-24T17:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290737\/"},"modified":"2025-07-24T17:04:15","modified_gmt":"2025-07-24T17:04:15","slug":"muenchen-100-millionen-euro-fuer-den-haushalt-2026-gesucht-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290737\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: 100 Millionen Euro f\u00fcr den Haushalt 2026 gesucht &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Eine Blackbox, die 100 Millionen Euro bringen soll. Darauf ruhen momentan die Planungen der Stadt f\u00fcr ihren Haushalt im Jahr 2026. Denn nur mit dieser Summe w\u00fcrde <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> nach derzeitigem Stand minimal in die Gewinnzone kommen, die verbindlich vorgeschrieben ist. Die Koalition im Rathaus ist gerade dabei, die komplizierten Abl\u00e4ufe in der Blackbox so zu steuern, dass das gew\u00fcnschte Ergebnis herauskommt. Offiziell preisgeben wollen Gr\u00fcne und SPD das Geheimnis sp\u00e4testens am kommenden Mittwoch in der Vollversammlung des Stadtrats, der die Eckdaten f\u00fcr die Finanzen im Jahr 2026 festlegen soll.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Noch stehen diese 100 Millionen Euro als Pauschale in der Planung. Woher sie kommen sollen, ist nicht bekannt. Gr\u00fcne und SPD haben sich nach Informationen der SZ aber darauf geeinigt, dass sie dabei nicht nach dem Rasenm\u00e4her-Prinzip vorgehen wollen. Es sind also keine verbindlichen Prozentangaben f\u00fcr jedes Referat geplant, damit alle Fachbereiche in der Relation ungef\u00e4hr gleich belastet werden.\u00a0 Vorgesehen sind Eingriffe in die Strukturen und Angebote der Stadt, die dauerhaft vereinfacht, verbessert oder auch gestrichen werden. Das k\u00f6nnte in einem fiktiven Beispiel eine Buslinie in Aubing ebenso treffen wie einen Jugendtreff in Haidhausen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Daf\u00fcr soll die Verwaltung nun jeden der 25 Stadtbezirke genau untersuchen. Es sollen alle B\u00fcrgerservices, alle sozialen und kulturellen Einrichtungen, alle Schulen und Kitas, einfach alles, was die Stadt anbietet, erfasst werden. Dann wird kritisch verglichen, welche Ausstattungen wo vorhanden sind und ob sie wirklich \u00fcberall ben\u00f6tigt werden. Dabei k\u00f6nnte es zu Schlie\u00dfungen, Umverteilungen, aber auch mal zu Neuer\u00f6ffnungen kommen, wenn der Bedarf hoch ist. Nur eines ist klar: Die Kosten f\u00fcr die Infrastruktur der Stadt m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich sinken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Gepr\u00fcft soll auch werden, ob die teils sehr kleinteiligen, aber oft sehr teuren Angebote noch die Lebenswirklichkeit der M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner treffen. Die Stadtgesellschaft hat sich allein in den vergangenen zehn Jahren massiv ver\u00e4ndert, man denke an Ganztagsbetreuung, Home-Office oder die von Gr\u00fcn-Rot begonnene Verkehrswende. Die Strukturen sind laut einer internen Analyse der Koalition aber oft seit Jahrzehnten unver\u00e4ndert gewachsen, in Teilen auch \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Mitarbeiter sollen zu eigenen Sparvorschl\u00e4gen motiviert werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Sehr viele Betreuungseinrichtungen f\u00fcr Kinder und Jugendliche liegen\u00a0zum Beispiel innerhalb des Mittleren Rings, der Bedarf au\u00dferhalb in den Stadtrandbezirken w\u00e4re aber viel gr\u00f6\u00dfer. Oder sehr viele Linien des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs fahren dort, wo sie schon immer verkehren. Bedarf und Angebot sollen besser zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dazu sollen Mitarbeiter, wohl ermuntert durch ein Pr\u00e4miensystem, zu eigenen Sparvorschl\u00e4gen motiviert werden. Bisher werden Sparkonzepte \u00fcber die Referatsspitzen eigenst\u00e4ndig nach unten verhandelt, k\u00fcnftig sollen untere Ebenen mehr dazu beitragen k\u00f6nnen. M\u00f6gliche Leerl\u00e4ufe und \u00fcberfl\u00fcssige Strukturen sollen so identifiziert werden. Man m\u00fcsse pr\u00fcfen, ob es in der Stadtverwaltung Koordinatoren brauche, die lediglich f\u00fcr die Koordination anderer Koordinatoren zust\u00e4ndig seien, ist aus dem Rathaus zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zudem sollen zum Beispiel auch Beratungen von externen Dienstleistern, juristische Gutachten, von au\u00dfen eingekaufte \u00d6ffentlichkeitsarbeit ebenso \u00fcberpr\u00fcft werden wie st\u00e4dtische Preisverleihungen und Empf\u00e4nge. Einrichtungen, die ihr angemietetes B\u00fcro nur vormittags \u00f6ffnen, m\u00fcssen sich diese R\u00e4ume k\u00fcnftig nachmittags mit einem passenden anderen Anbieter der Stadt teilen. Ins Visier der Sparer kommt auch, ob die Stadt wirklich immer noch mehrere Druckstra\u00dfen f\u00fcr eine Flut von schriftlichen Anweisungen oder Brosch\u00fcren ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Worauf kann man dauerhaft verzichten?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die 100 Millionen Euro aus der Blackbox sind Teil des dreifach so hohen Sparpakets, das f\u00fcr das kommende Jahr zwingend umgesetzt werden muss. Etwa 160 Millionen Euro kommen schon aus den Referaten, etwa 40 Millionen aus dem Personaletat. Das ist bereits aus den vergangenen Jahren bekannt. Den Rest sollte die Verwaltung aus einer sogenannten Aufgabenkritik heraus selbst vorschlagen, also mit einem pr\u00fcfenden Blick, worauf sie dieses Jahr und m\u00f6glichst auch dauerhaft verzichten kann.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Ergebnis hat nicht ausgereicht, um das Sparziel zu erreichen. So beschreibt es K\u00e4mmerer Christoph Frey in seiner Beschlussvorlage f\u00fcr die Eckdaten des Haushaltsplans 2026. Er hat die 100 Millionen Euro deshalb nur als Pauschalbetrag eingebracht, der nun bis zur Verabschiedung des endg\u00fcltigen Haushaltsplans im Dezember 2026 mit konkreten Einsparungen gef\u00fcllt werden muss. Ziel der Koalition ist es, mit ihrer aufwendigen Strukturanalyse nicht nur die Basis f\u00fcr die Blackbox 2026, sondern auch f\u00fcr die Jahre danach zu legen. Da soll sie n\u00e4mlich noch mehr ausspucken als 100 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Blackbox, die 100 Millionen Euro bringen soll. 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