{"id":290982,"date":"2025-07-24T19:15:13","date_gmt":"2025-07-24T19:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290982\/"},"modified":"2025-07-24T19:15:13","modified_gmt":"2025-07-24T19:15:13","slug":"ex-diplomaten-kritisieren-israel-politik-der-bundesregierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290982\/","title":{"rendered":"Ex-Diplomaten kritisieren Israel-Politik der Bundesregierung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 24.07.2025 19:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Druck auf die Bundesregierung nach einem h\u00e4rteren Kurs gegen\u00fcber Israel w\u00e4chst. Ehemalige deutsche Diplomaten haben sich nun an Au\u00dfenminister Wadephul gewandt &#8211; und zeigen sich &#8222;entsetzt und verst\u00e4ndnislos&#8220; angesichts der Lage in Gaza.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sambale-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Markus Sambale, WDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/martin-sambale-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Reihe ehemaliger Botschafter und Botschafterinnen verlangt von der Bundesregierung, den Druck auf die israelische Regierung zu erh\u00f6hen. Wegen der katastrophalen Lage in Gaza haben die fr\u00fcheren Diplomaten einen Brief an Au\u00dfenminister Johann\u00a0Wadephul geschrieben. Das Schreiben liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie pensionierten Diplomaten und Diplomatinnen, die sich zu Wort melden, kennen sich aus in der Region. Viele von ihnen haben an deutschen Botschaften im Nahen Osten gearbeitet. Sie blicken jetzt &#8222;entsetzt und verst\u00e4ndnislos&#8220; &#8211; so schreiben sie es in ihrem Brief &#8211; auf die Israel-Politik der Bundesregierung.<\/p>\n<p>    &#8222;Staatsr\u00e4son verpflichtet&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie kritisieren, dass sich Deutschland <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/staaten-fordern-kriegsende-gaza-100.html\" title=\"25 Staaten fordern sofortiges Ende des Gaza-Krieges\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dem j\u00fcngsten internationalen Appell nach einem sofortigen Ende des Gaza-Kriegs<\/a> nicht angeschlossen hat. &#8222;Ich finde, es w\u00e4re wichtig gewesen, Solidarit\u00e4t mit den 28 anderen Staats- und Regierungschefs zu zeigen, weil das den Druck auf Israel, sich an Recht und Gesetz, ans V\u00f6lkerrecht zu halten, vor allem das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht, sicher gesteigert h\u00e4tte&#8220;, sagt Martin Kobler, der zu den Unterzeichnern des Schreibens geh\u00f6rt und als deutscher Botschafter in \u00c4gypten und im Irak war.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Stimme der Bundesregierung gegen\u00fcber Israel sei gewichtig und d\u00fcrfe nicht fehlen, hei\u00dft es in dem Brief der ehemaligen Diplomaten weiter. Ex-Botschafter Kobler betont, den Terror der Hamas nicht relativieren zu wollen. Im Gespr\u00e4ch mit dem ARD-Hauptstadtstudio beschreibt er, wie Deutschland aus seiner Sicht mit der besonderen Verantwortung gegen\u00fcber Israel umgehen sollte: &#8222;Staatsr\u00e4son verpflichtet. Sie verpflichtet die Sicherheit Israels zu gew\u00e4hrleisten, aber dann auch Israel zu sagen, bis hierher und nicht weiter.&#8220;<\/p>\n<p>    Offenbar auch Kritik unter aktiven Diplomaten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNicht nur unter ehemaligen Botschaftern, auch bei den aktiven Diplomaten gibt es Kritik. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/frust-ueber-deutschlands-israel-politik-aufstand-der-diplomaten-a-7939451d-3b28-42da-82e2-1a9dd93d0400\" title=\"Israelpolitik frustriert deutsche Diplomaten\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Wie der Spiegel berichtet<\/a>, haben sich rund 130 Beamte im Ausw\u00e4rtigen Amt zu einer internen Gruppe zusammengeschlossen, die eine \u00c4nderung der deutschen Israel-Politik fordert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nCSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann verteidigt dagegen die Linie der Bundesregierung: &#8222;Wir erleben im Moment eine einseitige Debatte rund um die Situation in Gaza, um den Gazastreifen. Und wir erleben einseitigen Druck auf Israel. Und das ist ja genau das, was die Hamas will&#8220;, so Hoffmann.<\/p>\n<p>    Merz und Wadephul setzen auf Gespr\u00e4che<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den vergangenen Tagen hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und Au\u00dfenminister Wadephul erkl\u00e4rt, sie setzten auf direkte Gespr\u00e4che mit der israelischen Regierung, um Druck zu machen und eine Verbesserung der Lage in Gaza zu erreichen &#8211; statt auf den internationalen Appell.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMathias Mogge von der Welthungerhilfe fordert dann aber auch Ergebnisse. Die Bundesregierung sei &#8222;am Zuge, zu zeigen, dass sie einen anderen Weg haben&#8220; den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu dahingehend zu bewegen, den Menschen in Gaza endlich wieder eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln zu erm\u00f6glichen. Denn die humanit\u00e4re Lage in Gaza, so formuliert es der Generalsekret\u00e4r der Hilfsorganisation, geh\u00f6re zum Schlimmsten, was er in 30 Jahren gesehen habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.07.2025 19:05 Uhr Der Druck auf die Bundesregierung nach einem h\u00e4rteren Kurs gegen\u00fcber Israel w\u00e4chst. 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