{"id":291134,"date":"2025-07-24T20:35:11","date_gmt":"2025-07-24T20:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291134\/"},"modified":"2025-07-24T20:35:11","modified_gmt":"2025-07-24T20:35:11","slug":"spannungen-und-handelskonflikte-im-vordergrund-des-treffens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291134\/","title":{"rendered":"Spannungen und Handelskonflikte im Vordergrund des Treffens"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> F\u00fcr das offizielle Foto rangen sich die drei Spitzenpolitiker immerhin ein L\u00e4cheln ab. In der Mitte posierte Chinas Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/xi-jinping\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Xi Jinping<\/a>, an seiner linken Seite stand EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ursula-von-der-leyen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ursula von der Leyen<\/a>, zu seiner Rechten EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa. Hinter ihnen waren die Flaggen Chinas und der Europ\u00e4ischen Union drapiert. Es h\u00e4tte beim Gipfel in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/peking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Peking<\/a> ein Jubil\u00e4um zu feiern gegeben. 50 Jahre dauern die diplomatischen Beziehungen zwischen der EU und der Volksrepublik nun offiziell schon an.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch Feierlaune wollte am Donnerstag trotzdem nicht aufkommen. Im Gegenteil. Das Treffen war gepr\u00e4gt von gegenseitigen Vorw\u00fcrfen und Warnungen. Dar\u00fcber konnten auch Xis vordergr\u00fcndige Schmeicheleien nicht hinwegt\u00e4uschen. Je schwieriger die geopolitische Lage sei, desto mehr m\u00fcssten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/china\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> und die EU die Kooperation vertiefen, appellierte er etwa an die Europ\u00e4er. Die chinesische F\u00fchrung gibt sich gegen\u00fcber der EU seit Monaten betont h\u00f6flich, bewegt sich in der Sache jedoch kaum. Immerhin das Verh\u00e4ltnis betrachteten sowohl Xi als auch von der Leyen \u00e4hnlich. Es befinde sich an einem \u201eentscheidenden historischen Wendepunkt\u201c, sagte der Pr\u00e4sident der Volksrepublik. Von der Leyen sprach von einem \u201eklaren Wendepunkt\u201c, an dem man angelangt sei. Von dieser gemeinsamen Analyse abgesehen war die Zusammenkunft dominiert von den Differenzen zwischen den Wirtschaftsm\u00e4chten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Deutsche betonte, die EU werde ihre M\u00e4rkte nicht f\u00fcr chinesische Exporte offenhalten k\u00f6nnen, wenn Peking nicht entschlossene Ma\u00dfnahmen ergreife, um die Handelsbeziehungen neu auszubalancieren. Im Gegensatz zu anderen halte <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> seine M\u00e4rkte f\u00fcr chinesische Waren offen, sagte von der Leyen im Anschluss des Treffens. Diese Offenheit gebe es vonseiten Chinas nicht. Dementsprechend habe sich das Defizit der Union mit China, dem zweitwichtigsten Handelspartner der Gemeinschaft, in den letzten zehn Jahren auf \u00fcber 300 Milliarden Euro verdoppelt. Tendenz steigend.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Fazit der Kommissionschefin: \u201eDer Handel muss ausgeglichener werden.\u201c Sie spielte auf die Sorge der Europ\u00e4er an, dass China laut Kritikern den europ\u00e4ischen Markt mit Waren wie Stahl, Solarmodulen oder Batterien \u00fcberschwemmt, die dank staatlicher Subventionen h\u00e4ufig billiger sind als die der heimischen Konkurrenz. Peking hat laut Kritikern unter anderem den eigenen Bedarf \u00fcbersch\u00e4tzt. Als Folge dr\u00fccken die Chinesen Produkte wie E-Autos, Sonnenkollektoren und Billigklamotten, die sie aufgrund von Zusatzz\u00f6llen nicht mehr in den Vereinigten Staaten verkaufen k\u00f6nnen, nun in den europ\u00e4ischen Binnenmarkt. Auch wenn die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rdenchefin berichtete, dass Peking die Bereitschaft gezeigt habe, seine Export\u00fcbersch\u00fcsse abzubauen, indem der Konsum im Inland angekurbelt wird. Wirklich \u00fcberzeugt sind die Europ\u00e4er von solchen Versprechen nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn in den vergangenen Monaten gab es kaum sp\u00fcrbare Zugest\u00e4ndnisse von Peking. Vielmehr hielt am Donnerstag auch Xi nicht zur\u00fcck mit seiner Kritik, die vorneweg auf europ\u00e4ische Ma\u00dfnahmen gegen chinesische Produkte abzielte. Nicht nur beklagte er die Einfuhrz\u00f6lle auf in China gebaute Elektroautos. Er beschwerte sich auch \u00fcber die Handelsbeschr\u00e4nkung, die die EU gegen medizintechnische Ger\u00e4te aus dem Reich der Mitte erlassen hat. Der Pr\u00e4sident forderte den Zugang zu europ\u00e4ischen Technologien. Und das waren nur einige Probleme in Sachen Handel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der andere gro\u00dfe Streitpunkt betraf Russlands Krieg gegen die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>. So verlangten die Europ\u00e4er abermals von Xi Jinping, Druck auf den Kreml auszu\u00fcben. \u201eAls st\u00e4ndiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats fordern wir China auf, seinen Einfluss auf Russland geltend zu machen, damit es die Charta der Vereinten Nationen achtet und den Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet\u201c, sagte EU-Ratspr\u00e4sident Costa.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Beginn dieses Jahres herrschte noch vorsichtiger Optimismus, dass sich das Verh\u00e4ltnis bessern w\u00fcrde. So hofften viele Politiker, dass der Wiedereinzug von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/donald-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> ins Wei\u00dfe Haus die beiden Wirtschaftsm\u00e4chte enger zusammenbringen k\u00f6nnte. Nur wenige Monate sp\u00e4ter aber zeigen sich die Beziehungen zwischen der EU und China angespannter denn je. Die Erwartungen im Vorfeld des Gipfels waren denn auch so gering, dass man kaum noch von Erwartungen sprechen durfte. So hatte Xi nicht nur einen Besuch in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Br\u00fcssel<\/a>, wo das Treffen urspr\u00fcnglich stattfinden sollte, abgelehnt. Der eigentlich f\u00fcr zwei Tage geplante Gipfel wurde auch auf einen Tag zusammengestrichen. Am Ende verst\u00e4ndigte man sich auf ein Abschlussdokument, in dem Handelsfragen wie auch der Krieg in der Ukraine ausgespart wurden. Stattdessen bekannte man sich dazu, den Kampf gegen den Klimawandel und die eigenen Bem\u00fchungen zu verst\u00e4rken. Neue konkrete Zusagen enthielt das Papier aber nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr das offizielle Foto rangen sich die drei Spitzenpolitiker immerhin ein L\u00e4cheln ab. 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