{"id":291188,"date":"2025-07-24T21:04:11","date_gmt":"2025-07-24T21:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291188\/"},"modified":"2025-07-24T21:04:11","modified_gmt":"2025-07-24T21:04:11","slug":"menschenkette-fuer-die-synagoge-muenchen-kritik-an-stadtverwaltung-nach-palaestina-demo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291188\/","title":{"rendered":"Menschenkette f\u00fcr die Synagoge M\u00fcnchen: Kritik an Stadtverwaltung nach Pal\u00e4stina-Demo"},"content":{"rendered":"<p>Rund 350 M\u00fcnchner sahen sich am vergangenen Freitagabend (18. Juli) dazu verpflichtet, mit einer Menschenkette um die Synagoge am Sankt-Jakobs-Platz ein Zeichen zu setzen. Darunter waren auch der B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dominik-krause\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dominik Krause<\/a> (Gr\u00fcne) und der Alt OB <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/christian-ude\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christian Ude<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a>). Es waren an dem Abend auch rund 150 Polizeibeamte im Einsatz.<\/p>\n<p>Der Grund: Die Stadt hat es einem propal\u00e4stinensischen Demozug, gepr\u00e4gt von Organisationen wie &#8222;Pal\u00e4stina Spricht&#8220;, erlaubt, am Freitagabend, also zur Zeit des Schabatt-Gebets in der N\u00e4he der Synagoge vorbeizuziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/muc_silhouette_short.svg\"\/><\/p>\n<p>Pal\u00e4stina-Demo in M\u00fcnchen: Kritik von Antisemitismusbeauftragten<\/p>\n<p>Kritik an dieser Entscheidung \u00fcbt nun auch <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/ludwig-spaenle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ludwig Spaenle<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/csu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSU<\/a>), der Antisemitismusbeauftragte des Freistaats, der auch an der Menschenkette beteiligt war. &#8222;Die Landeshauptstadt M\u00fcnchen darf keine judenfeindlichen Demonstrationen mehr am oder beim Jakobsplatz genehmigen&#8220;, schreibt Spaenle in einer Mitteilung an Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dieter-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieter Reiter<\/a> (SPD).<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1583414_hauptsynagoge-ohel-jakob_artikelbild-75proz_1EtGmE_G9SsMV.jpg\" alt=\"Die Stadt hat es einem propal\u00e4stinensischen Demozug erlaubt, zur Zeit des Schabatt-Gebets in der N\u00e4he der Synagoge vorbeizuziehen.\" title=\"Die Stadt hat es einem propal\u00e4stinensischen Demozug erlaubt, zur Zeit des Schabatt-Gebets in der N\u00e4he der Synagoge vorbeizuziehen.\" width=\"609\" height=\"405\"\/><\/p>\n<p>      Die Stadt hat es einem propal\u00e4stinensischen Demozug erlaubt, zur Zeit des Schabatt-Gebets in der N\u00e4he der Synagoge vorbeizuziehen.<br \/>\n      \u00a9 Sven Hoppe\/dpa<\/p>\n<p>    Die Stadt hat es einem propal\u00e4stinensischen Demozug erlaubt, zur Zeit des Schabatt-Gebets in der N\u00e4he der Synagoge vorbeizuziehen.<\/p>\n<p>von Sven Hoppe\/dpa <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Es sei das Ziel der Demonstranten gewesen, &#8222;die Gemeindemitglieder einzusch\u00fcchtern&#8220;, so Spaenle weiter. &#8222;Viele J\u00fcdinnen und Juden, die den Gottesdienst in der Synagoge besuchen wollten, waren von der eindeutig judenfeindlichen Demonstration, deren Route unmittelbar an dem j\u00fcdischen Gotteshaus vorbeif\u00fchrte, erschreckt und verunsichert. Sie konnten auch nur einen Weg zu ihrem Gotteshaus nutzen&#8220;, sagt Spaenle.<\/p>\n<p>Fehleinsch\u00e4tzung des KVR?<\/p>\n<p>Laut &#8222;SZ&#8220; hat das f\u00fcr Demonstrationen verantwortliche <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/kreisverwaltungsreferat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreisverwaltungsreferat<\/a> (KVR) die Route der Pal\u00e4stina-Demo zuvor nicht als problematisch eingesch\u00e4tzt, da die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/polizei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> im Vorfeld keine Sicherheitsbedenken gehabt habe. Auch habe kein Sichtkontakt zwischen der Demo und der Synagoge bestanden \u2013 eine Fehleinsch\u00e4tzung, wie sich am Freitagabend zeigte.<\/p>\n<p>Das kritisiert Spaenle deutlich: &#8222;Es kann nicht sein, dass J\u00fcdinnen und Juden wieder Angst haben, in M\u00fcnchen ihren Glauben zu leben&#8220;, sagt er. Er fordert darum den OB auf, das KVR anzuweisen, genauer hinzuschauen. &#8222;Den Schutz der freien Aus\u00fcbung der j\u00fcdischen Religion m\u00fcssen Sie zur Chefsache machen&#8220;, fordert Spaenle.<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Zukunft<\/p>\n<p>Und er hat auch einen konkreten Vorschlag f\u00fcr die Zukunft: Die Stadt soll gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde, der Polizei, Justiz und &#8222;weiteren relevanten Stellen&#8220; ein Verfahren entwickeln, um &#8222;bei k\u00fcnftigen Demonstrationen in sensiblen Bereichen eine fr\u00fchzeitige und transparente Risikoabw\u00e4gung&#8220; sicherzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 350 M\u00fcnchner sahen sich am vergangenen Freitagabend (18. 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