{"id":291214,"date":"2025-07-24T21:18:10","date_gmt":"2025-07-24T21:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291214\/"},"modified":"2025-07-24T21:18:10","modified_gmt":"2025-07-24T21:18:10","slug":"ach-hip-hop-ist-tot-laut-de-seite-2-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291214\/","title":{"rendered":"Ach, Hip Hop ist tot? \u2013 laut.de \u2013 Seite 2\/22"},"content":{"rendered":"<p>\t\tRenevolution Pt. 2<\/p>\n<p>Es gibt so viele ernsthafte Probleme in der Deutschrapszene, aber statt seine Stimme zu nutzen, um die nach wie vor herrschende Misogynie, die Rape-Culture auf Konzerten, die Ausbeutung von Artists seitens ihrer Labels oder das geradezu kriminelle Bezahlungsmodell von Streaming-Diensten zu kritisieren, spult <a href=\"https:\/\/laut.de\/MC-Rene\" class=\"wort\" title=\"MC Rene\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rene<\/a> einfach das Boomer-Best-Of des Gatekeepings runter, das sich entweder schlicht auf die grundlegende Kapitalisierung der Musikindustrie zusammenk\u00fcrzen l\u00e4sst oder, auf pers\u00f6nlicher Ebene, auf die Angst, den Bezug zum biografisch gepr\u00e4gten Kulturbegriff zu verlieren. <\/p>\n<blockquote class=\"instagram-media\" data-instgrm-captioned=\"\" data-instgrm-permalink=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DMaNlYdMHVo\/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading\" data-instgrm-version=\"14\" style=\" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);\"\/>\n<p>Dieses konservative Festhalten am Hip Hop-Begriff geh\u00f6rt zum Beispiel letzter Kategorie an und hat gerade in dieser Von-oben-herab-Tonlage einen faden Beigeschmack. Da wird immer pl\u00e4diert, welche progressiven Werte dieses Genre fr\u00fcher vertreten habe. Im gleichen Zug verweigert man allerdings jegliche musikalische Diversit\u00e4t, macht sich \u00fcber das Aussehen von Rap-Fans lustig und romantisiert, was mit dieser Nostalgie allzu oft einhergeht. Wenn ich an dieses Klischeebild von ein paar Atzen auf &#8217;ner Juze-Cypher denke, dann riecht das nicht nur nach Gras und Kopfnicken, sondern auch nach Moschus, Arschgrabschen und latenter Homophobie. Aber damals war ja alles besser. Dieses Bestehen darauf, dass eine <a href=\"https:\/\/laut.de\/Shirin-David\" class=\"wort\" title=\"Shirin David\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shirin<\/a> oder ein <a href=\"https:\/\/laut.de\/Apache-207\" class=\"wort\" title=\"Apache 207\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apache<\/a> vielleicht rappen w\u00fcrden, aber eben nicht Hip Hop seien, erinnert mich an die Meltdowns militanter Fleischesser, denen am K\u00fchlregal fast eine Ader platzt, weil auf dem veganen Hack &#8222;Hack&#8220; draufsteht. <\/p>\n<p>Die Art, wie Rene dieses virale Momentum, das ihm diese Postings bringen, ausschlachtet, l\u00e4sst mich obendrein an seiner Integrit\u00e4t zweifeln. Da werden KI-Bilder in Posts benutzt, in denen es um die Wertsch\u00e4tzung von echter Kunst gehen soll. Es folgt f\u00fcnfmal nahezu dasselbe Statement, in denen er nie wirklich konkret genug wird, dass man herausfinden k\u00f6nnte, ob es ihm eigentlich um mehr als nur das reine Gatekeeping seines Hip Hop-Begriffs geht. <\/p>\n<p>Mit Kritik wird sich nicht auseinandergesetzt. Alleine, dass sich Leute \u00fcber so ein Statement aufregen, muss ja schlie\u00dflich daran liegen, dass Rene Recht hat. S\u00e4tze wie &#8222;Die Diagnose steht. Die Frage ist nicht mehr ob ich Recht hatte &#8211; sondern was wir jetzt damit machen&#8220; legen nahe, dass eine ernsthafte Diskussion oder L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr dieses selbst zurecht gelegte Problem nie zu Renes Plan geh\u00f6rten. <\/p>\n<p>Ich bin der Letzte, der etwas gegen einen gepflegten Rant einzuwenden hat, aber dann verkauf&#8216; es bitte nicht, als sei es etwas anderes. Also, Rene, sag du es mir: Was machen wir denn jetzt damit?<\/p>\n<p>\t<script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Renevolution Pt. 2 Es gibt so viele ernsthafte Probleme in der Deutschrapszene, aber statt seine Stimme zu nutzen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":291215,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-291214","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114910298847078122","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=291214"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291214\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/291215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=291214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=291214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}