{"id":291285,"date":"2025-07-24T21:57:09","date_gmt":"2025-07-24T21:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291285\/"},"modified":"2025-07-24T21:57:09","modified_gmt":"2025-07-24T21:57:09","slug":"macht-er-deutschland-wieder-zum-dominator","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291285\/","title":{"rendered":"Macht er Deutschland wieder zum Dominator?"},"content":{"rendered":"<p>Die EM in der Schweiz war f\u00fcr Christian W\u00fcck die Feuertaufe als Trainer der DFB-Frauen. Die Ex-DFB-Stars Nadine Angerer und Turid Knaak ordnen bei SPORT1 ein, wie die Arbeit des Bundestrainers zu bewerten ist \u2013 und finden dabei lobende Worte. Eine Baustelle im Spiel ist aber noch offensichtlich.\n <\/p>\n<p>Mit dem Ziel EM-Titel klappte es f\u00fcr Christian W\u00fcck bei seiner Feuertaufe als Frauen-Bundestrainer noch nicht &#8211; doch wie ist seine Arbeit nach dem Halbfinal-Aus gegen Spanien tats\u00e4chlich einzuordnen? Ist er der richtige Mann f\u00fcr die Zukunft der deutschen Frauen-Nationalmannschaft? <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Beim DFB f\u00e4llt dieses Urteil trotz der <a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/frauen-em-ausgerechnet-berger-deutscher-titeltraum-geplatzt\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/frauen-em-ausgerechnet-berger-deutscher-titeltraum-geplatzt\">0:1-Niederlage nach Verl\u00e4ngerung gegen Spanien<\/a> eindeutig aus. \u201eWir sind hundertprozentig \u00fcberzeugt von Christian W\u00fcck\u201c, stellte Verbandspr\u00e4sident Bernd Neuendorf klar. W\u00fcck habe nach dem Abgang von Vorg\u00e4nger Horst Hrubesch<b> <\/b>eine gelungene Transformation mit dieser Mannschaft eingeleitet. <\/p>\n<p>Diese startete er bereits nach seinem Amtsantritt, wenngleich die Zeit bis zur EM nicht ganz ohne St\u00f6rger\u00e4usche verlief. Mit Felicitas Rauch und Nicole Anyomi beschwerten sich gleich zwei ausgebootete Spielerinnen \u00fcber die mangelnde Kommunikation des Bundestrainers, was auch in Teamkreisen diskutiert worden war. <\/p>\n<p>W\u00fcck leitet gro\u00dfen Umbruch bei DFB-Frauen ein <\/p>\n<p>Doch jegliche m\u00f6gliche Missstimmung wurde bis zum Turnierstart gekl\u00e4rt, und so machten Team und Trainerteam bei der EM einen verschworenen Eindruck. <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>\u201eEr hat einen Mannschaftsgeist geformt, was man vor zwei, drei Monaten noch nicht gedacht hatte, weil Diskussionen \u00fcber die Kommunikation nach au\u00dfen gedrungen sind\u201c, stellte auch ARD-Expertin Almuth Schult fest.<\/p>\n<p>Dabei half, dass W\u00fcck seinen EM-Kader weit vor der Vorbereitung in Herzogenaurach bekanntgab, um etwaige St\u00f6rger\u00e4usche rechtzeitig auszur\u00e4umen. Denn der 52-J\u00e4hrige hatte gewagte Entscheidungen getroffen, indem er gestandene Nationalspielerinnen wie Rauch oder Carolin Simon au\u00dfen vorlie\u00df und daf\u00fcr auf die unerfahrenen Franziska Kett oder Carlotta Wamser setzte. <\/p>\n<p>Deutscher EM-Kader: Angerer zollt Bundestrainer Respekt <\/p>\n<p>F\u00fcr Ex-Nationaltorh\u00fcterin Nadine Angerer war die Entscheidung, den Umbruch voranzutreiben, goldrichtig. \u201eEr hat jetzt den Prozess begonnen und alle Spielerinnen, die er nominiert hat, haben zusammengepasst als Team\u201d, sagte sie im exklusiven <b>SPORT1<\/b>-Interview. F\u00fcr seine mutige Kader-Nominierung zolle sie ihm daher Respekt. <\/p>\n<p>Im Nachhinein bleibt festzuhalten, dass diese aufging. Denn bedingt durch Verletzungen sowie Gelb- und Rotsperren kamen die Nachwuchs-Stars schneller zum Zuge als gedacht \u2013 und \u00fcberzeugten auf Anhieb. Vor allem Kett und Wamser bewiesen, dass sie zu festen Ankern in der deutschen Nationalmannschaft werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Zwar fand Angerer, dass Deutschland nicht so spielte, wie man es gewohnt sei \u2013 doch eine offensive Spielweise w\u00e4re von Spanien wohl sofort bestraft worden: \u201eWer sich im Fu\u00dfball auskennt, wei\u00df genau, wie gut die Spanier sind. Wenn man da aggressiv offen auftritt, dann kann es sein, dass du nach 20 Minuten 0:3 hinten liegst.\u201c <\/p>\n<p>W\u00fcck-Taktik? \u201eVielleicht etwas naiv ins Turnier gestartet\u201c <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat es W\u00fcck zu Turnierbeginn seiner Philosophie entsprechend offensiver versucht, nach der bitteren Klatsche gegen Schweden aber Offensivpower f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere defensive Stabilit\u00e4t geopfert. F\u00fcr die ehemalige DFB-Spielerin Turid Knaak war das die richtige Wahl. \u201eEr hat nat\u00fcrlich auch gemerkt, dass er mit dieser Spielweise am Anfang vielleicht etwas naiv ins Turnier gestartet ist\u201c und sich \u201eda schon etwas korrigieren m\u00fcssen\u201d, sagte sie im Interview mit <b>SPORT1<\/b>. <\/p>\n<p>Die \u00c4nderung ging allerdings zu Lasten des eingespielten Trios Jule Brand, Klara B\u00fchl und Lea Sch\u00fcller. Brand und vor allem B\u00fchl konnten ihre zahlreichen Chancen kaum nutzen und wirkten offensiv am Ende teils ein wenig platt \u2013 aus gutem Grund. \u201eDadurch, dass die deutsche Mannschaft sehr viel mit Verteidigen besch\u00e4ftigt war, waren beide auch hinten sehr eingebunden\u201c, erkl\u00e4rte Knaak. <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Hier sieht sie auch noch deutlich Luft nach oben: \u201eMan muss im Spielaufbau diese Spielerinnen in Positionen bekommen, wo sie gef\u00e4hrlich vor dem Tor werden. Und da muss man sagen, bei allem Kampfgeist und zerst\u00f6rerischem Verhalten im Mittelfeld haben wir es mit Ball nicht geschafft, den Spielaufbau und Umschaltmomente in der H\u00e4ufigkeit zu nutzen, dass man B\u00fchl und Brand in guter Position \u00f6fter brachte. Da hat das spielerische Element ein wenig gefehlt.\u201c <\/p>\n<p>Bittere Woche! Bayern-Star Sch\u00fcller verliert Startplatz <\/p>\n<p>Noch h\u00e4rter trafen W\u00fccks taktische Ver\u00e4nderungen Lea Sch\u00fcller. Als klare St\u00fcrmerin Nummer 1 gestartet, nahm sie in der K.o.-Runde nur noch auf der Bank Platz. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/em-shootingstar-giovanna-hoffmann-das-grosste-spiel-ihrer-karriere\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/em-shootingstar-giovanna-hoffmann-das-grosste-spiel-ihrer-karriere\">Dass Giovanna Hofmann dabei den Vorzug gegen Frankreich erhielt<\/a>, findet Knaak nachvollziehbar: \u201eMan braucht vorne eine Wandspielerin, die die B\u00e4lle festmacht und dann Klara B\u00fchl und Jule Brand einsetzen kann.\u201c <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Dass der Bayern-Star dann aber gegen Spanien nicht mal mehr erster Ersatz f\u00fcr Hoffmann war, verwunderte auch Knaak: \u201eDa wurde Lea Sch\u00fcller ein wenig sp\u00e4t reingebracht, da hat man doch gesehen, dass sie zu Abschlusssituationen kommen kann. (\u2026) Ich h\u00e4tte sie mir gegen Spanien noch etwas fr\u00fcher auf dem Feld gew\u00fcnscht, aber sie war einfach die Leidtragende der taktischen Anpassung.\u201c <\/p>\n<p>\u201eErst eine richtig gute Partie\u201c: Schult \u00fcbt Kritik <\/p>\n<p>Offensiv gab es durch die neue Ausrichtung also viele Leidtragende. In diesem Bereich haben W\u00fcck und sein Trainerteam noch Arbeit vor sich, um die richtige Balance zu finden, denn als die Offensive noch besser lief, wackelte die Defensive. <\/p>\n<p>Schult sprach sogar davon, dass sie spielerisch erst \u201eeine richtig gute Partie unter Christian W\u00fcck gesehen\u201c hat mit dem Spiel gegen die Niederlande in der Nations League. Und auch Knaak hielt fest, \u201cdass man von einer deutschen Mannschaft spielerisch etwas mehr erwartet\u201d. <\/p>\n<p>Die Ex-Nationalspielerin zeigte sich allerdings optimistisch, dass die Mannschaft sich diesbez\u00fcglich in die richtige Richtung entwickeln kann: \u201cDie Qualit\u00e4t der Spielerinnen haben wir dazu &#8211; es muss eben nur aus der Mannschaft herausgekitzelt werden und das ist die gro\u00dfe Aufgabe f\u00fcr Christian W\u00fcck.\u201d <\/p>\n<p>Auch Angerer glaubt daran, dass dem DFB-Team eine gro\u00dfe Zukunft bevorsteht: \u201cEs ist eine super Mischung und die Mannschaft strahlt Freude aus und begeistert. Ich sehe ein gro\u00dfartiges Potenzial f\u00fcr die n\u00e4chsten Turniere.\u201c <\/p>\n<p>DFB-F\u00fchrung spricht W\u00fcck ihr Vertrauen aus <\/p>\n<p>Um dieses dann auch tats\u00e4chlich abrufen zu k\u00f6nnen, hat W\u00fcck nun Zeit, um an den Problemstellen zu feilen. Im kommenden Jahr steht ein \u00dcbergangsjahr f\u00fcr die DFB-Frauen an, bevor 2027 die WM in Brasilien stattfindet. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/neuendorf-und-kunzer-bekraftigen-mit-wuck-in-die-zukunft\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/fussball\/frauen-em\/2025\/07\/neuendorf-und-kunzer-bekraftigen-mit-wuck-in-die-zukunft\">Die DFB-F\u00fchrungsriege um Nia K\u00fcnzer sprach W\u00fcck auf dem Weg dorthin aber ihr Vertrauen aus<\/a>. Er und sein Team \u201ehaben einen Weg begonnen mit einer klaren Vision und wir sind bereit, diesen Weg weiterzugehen.\u201c <\/p>\n<p>Wo dieser hinf\u00fchrt, werden die n\u00e4chsten Jahre erst zeigen, aber f\u00fcr Knaak steht bereits fest: \u201eEs wird darum gehen, den Umbruch weiter fortzuf\u00fchren, um dann auch mit den Weltklasseteams wieder mithalten zu k\u00f6nnen.\u201c <\/p>\n<p>W\u00fcck ist ihrer Meinung nach der richtige Mann daf\u00fcr, doch er muss versuchen, die Mannschaft auch spielerisch auf das n\u00e4chste Level zu bringen \u2013 es gibt leichtere Aufgaben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EM in der Schweiz war f\u00fcr Christian W\u00fcck die Feuertaufe als Trainer der DFB-Frauen. 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