{"id":291497,"date":"2025-07-24T23:55:20","date_gmt":"2025-07-24T23:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291497\/"},"modified":"2025-07-24T23:55:20","modified_gmt":"2025-07-24T23:55:20","slug":"solidaritaets-demo-fuer-drusen-am-freitag-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291497\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4ts-Demo f\u00fcr Drusen am Freitag in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAThp\">Eigentlich waren so viele Menschen \u00fcberall voller Hoffnung, doch jetzt hat sich die Lage wieder ge\u00e4ndert. \u201eEs wollen gerade mehr Menschen aus Syrien fl\u00fcchten, als dass Gefl\u00fcchtete in die fr\u00fchere Heimat zur\u00fcckkehren wollen, weil es einfach keine Stabilit\u00e4t gibt\u201c, sagt Metin Rhawi von der \u201eEuropean Syriac Union\u201c, an diesem Donnerstag extra aus Schweden nach Berlin gekommen. Es fehle Syrien an \u201eauch in der Regierung abgebildeter Diversit\u00e4t und demokratischer Regierungsf\u00fchrung\u201c.<\/p>\n<p>Tagesspiegel Checkpoint: Berlins beliebtester Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cp-icon.png\" alt=\"\" class=\"tspCJho\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCJnz\"> Der schnellste Berlin-\u00dcberblick von Montag bis Samstag. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Rhawi ist einer von acht Vertreterinnen und Vertretern der sogenannten Minderheiten in Syrien, die auf Einladung der Linken-Fraktion im Bundestag im Paul-L\u00f6be-Haus mit Politikern diskutieren. Und sie wollen mit allen Parteien reden, denn die \u201esystematische Gewalt\u201c in Syrien solle nicht parteipolitisch missbraucht, sondern gesellschaftlich und politisch verhindert werden.<\/p>\n<p class=\"tspAThp\">So sei immer die Rede von Minderheiten, dabei seien es doch nur verschiedene gesellschaftliche Gruppen, die Ureinwohner des Landes, und Syrien sei eine pluralistische Gesellschaft gewesen, jetzt finde man sich aber nicht in der Regierung wieder, kritisiert Metin Rhawi. <\/p>\n<p> Mehr wollen fl\u00fcchten als bleiben <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Aktuell w\u00fcrden Menschen von der islamistischen Regierung, die Werte eines veralteten Osmanischen Reiches vertrete, gezwungen, zum Islam zu konvertieren \u2013 oder das Land zu verlassen. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Die Versprechen, die Ahmed al-Scharaa gegen\u00fcber der EU und den USA abgegeben hat, alle gesellschaftlichen Gruppen zu sch\u00fctzen, dagegen habe er nachhaltig versto\u00dfen, kritisiert Rhawi. \u201eMit dem Mann der mit Al-Scharaa unterschreibt, aber agiert wie Muhammad al-Dscholani, darf nicht blind kooperiert werden.\u201c Von 2017 bis 2025 war der heutige Interimspr\u00e4sident der Anf\u00fchrer des syrischen Milizb\u00fcndnisses Hai\u02beat Tahrir asch-Scham (HTS), das mit einer Rebellenoffensive\u00a0vergangenes Jahr Baschar al-Assad entmachtete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/v.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14081537\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspBOko\"\/> Metin Rhawi verantwortet bei der European Syriac Union die ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten. <\/p>\n<p class=\"tspAHgj\"> \u00a9 Annette K\u00f6gel <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">\u201eWenn es einen wichtigen Zeitpunkt f\u00fcr Deutschland und Europa gibt, auf den neuen syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Ahmed al-Scharaa einzuwirken, ist das jetzt\u201c, sagt die au\u00dfenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linken im Deutschen Bundestag, Cansu \u00d6zdemir, an diesem Donnerstag. Sie meint die Massaker in der von Drusen bewohnten Region nahe Jordanien, aus der jetzt Zehntausende fliehen mussten. Daher sei es kritisch zu sehen, dass die Bundesregierung an R\u00fcckf\u00fchrungen denke. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Nat\u00fcrlich  k\u00e4me sie nicht umhin, mit dem \u2013 vermutlich \u00fcber Jahre \u2013 Interimspr\u00e4sidenten zu verhandeln, sagte der Linken-Parteivorsitzende Jan van Aken. Aber der Bund m\u00fcsse die Forderung aufstellen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen ins Gespr\u00e4ch mit dem Pr\u00e4sidenten kommen k\u00f6nnen, dies sei bislang nicht gelungen. <\/p>\n<p> Die Schweiz als Vorbild? <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Auf die Frage, wie es m\u00f6glich sein kann, in einem Land, das von K\u00e4mpfen und Diktatur gepr\u00e4gt sei, ein nicht gelerntes pluralisitsches System  einzuf\u00fchren, wurde als Beispiel das Kanton-Prinzip der Schweiz genannt. Dies k\u00f6nne aber nicht eins zu eins \u00fcbernommen werden. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Insgesamt acht Repr\u00e4sentanten syrischer sogenannter Minderheiten aus ganz Deutschland und Europa appellierten an den Bund, Europa und die Welt, dem Pr\u00e4sident al-Scharaa nach den Massakern in Suwaida Grenzen zu setzen. Es m\u00fcsse eine unabh\u00e4ngige Untersuchungskommission der Massaker gegen Drusen und jene gegen Alawiten von Mai geben, forderte der syrische Vertreter aus Schweden. Es seien Frauen und Kinder entf\u00fchrt worden f\u00fcr sexualisierte Gewalt, diese m\u00fcssten zur\u00fcckgeholt werden, wie auch die noch vermissten Jesidinnen. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">L\u00e4nder wie die USA d\u00fcrften die Sanktionen gegen Syrien nur in Verbindung mit Forderungen nach einem pluralistischen System aufheben. Der Aufbau von Parteien m\u00fcsste unterst\u00fctzt werden. Zudem solle die Lage in den Kurdengebieten unter Beobachtung gehalten werden, dort drohe, dass der ehemalige HTS-Vertreter Ahmed al-Scharaa wom\u00f6glich IS- oder HTS-Gefangene begnadigen oder befreien lassen k\u00f6nne, betonte Metin Rhawi auf Nachfrage des Tagespiegels.<\/p>\n<p> Solidarit\u00e4t f\u00fcr Drusen aus Deutschland <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Es sei wichtig, dass die deutsche \u00d6ffentlichkeit wisse, dass die Drusen in Deutschland viele Solidarit\u00e4tsbekundungen von Sunniten aus Syrien und in Berlin erreicht haben, diese w\u00fcrden eine \u00f6ffentliche Stellungnahme nicht wagen. \u201eEs ist nur eine islamistische Minderheit unter den Sunniten, die die Massaker unterst\u00fctzen\u201c, sagte Tareq Alaows, als \u201eVertreter der Drus:innen\u201c und von ProAsyl in Berlin. Die Bundesregierung solle sich daf\u00fcr einsetzen, dass die verschiedenen ethnischen und relig\u00f6sen Gruppen endlich von der \u00dcbergangsregierung geh\u00f6rt und inkludiert werden.<\/p>\n<p> Mehr zum Thema bei Tagesspiegel Plus <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/ich-mochte-das-diese-menschen-unser-land-verlassen-wegner-will-syrische-islamisten-nach-mordaufrufen-abschieben-14080283.html?icid=topic-list_14080415___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB7ml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eIch m\u00f6chte, dass diese Menschen unser Land verlassen\u201c Wegner will syrische Islamisten nach Mordaufrufen abschieben <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/vor-dem-roten-rathaus-in-berlin-syrische-islamisten-feiern-massaker-an-drusen-14074955.html?icid=topic-list_14080415___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB7ml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vor dem Roten Rathaus in Berlin Syrische Islamisten feiern Massaker an Drusen <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/queerspiegel\/ich-habe-versucht-mein-schwulsein-wegzubeten-er-war-salafist--jetzt-klart-tugay-sarac-in-schulen-uber-queerness-auf-14064416.html?icid=topic-list_14080415___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB7ml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eIch habe versucht, mein Schwulsein wegzubeten\u201c Er war Salafist \u2013 jetzt kl\u00e4rt Tugay Sara\u00e7 in Schulen \u00fcber Queerness auf <\/a><\/p>\n<p class=\"tspAThp\">In Berlin leben zahlreiche aus Syrien gefl\u00fcchtete Drusen, die mit Entsetzen und Fassungslosigkeit die j\u00fcngsten Freudenfeiern syrischer Islamisten und Anh\u00e4ngern des neuen syrischen Machthabers \u00fcber die Massaker in der vormals 304.000 Einwohner starken Stadt Suwaida an der Grenze zur Jordanien verfolgten. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Nach Angaben auf der Pressekonferenz seien aktuell 1400 Menschen ermordet worden. Drusen sind in Syrien teils verhasst, weil ihnen enge Verbindungen mit Israel zugeschrieben werden. <\/p>\n<p class=\"tspAThp\">Ein Demonstrationszug unter dem Motto \u201eSolidarit\u00e4t mit den Drusen\u201c startet am Freitag, 25. Juli, um 15 Uhr in Berlin vor dem Ausw\u00e4rtigen Amt. Die Demo soll zum Brandenburger Tor f\u00fchren, die Kundgebung wird vor der US-Botschaft stattfinden. Eingeladen seien alle Menschen jeglicher Religions- oder ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit, sagte der Berliner Drusen-Vertreter Tareq Alaows bei der Pressekonferenz zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter unter anderem von syrischst\u00e4mmigen Drusen, Alawiten, Kurden, Jesiden und Aram\u00e4ern aus Deutschland und Europa. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich waren so viele Menschen \u00fcberall voller Hoffnung, doch jetzt hat sich die Lage wieder ge\u00e4ndert. \u201eEs wollen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":291498,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,1173,43,29,30,581,1319,58,64],"class_list":{"0":"post-291497","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bundesregierung","10":"tag-deutscher-bundestag","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-nahostkonflikt","14":"tag-schweden","15":"tag-syrien","16":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114910915777514216","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=291497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291497\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/291498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=291497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=291497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}