{"id":291724,"date":"2025-07-25T01:57:31","date_gmt":"2025-07-25T01:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291724\/"},"modified":"2025-07-25T01:57:31","modified_gmt":"2025-07-25T01:57:31","slug":"roadmap-uk-vs-marktmissbrauch-durch-apple-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/291724\/","title":{"rendered":"Roadmap: UK vs. Marktmissbrauch durch Apple | News"},"content":{"rendered":"<p>Do, 10:13\u00b7Wirtschaft\u00b7fen<img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"NewsPicture\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Apple-UK.510366.png\"  style=\"height:96px;width:83px;\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"NewsPictureMobile\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Apple-UK.510366.png\"  style=\"height:48px;width:41px;\"\/>Eine wettbewerbsrechtlich kritisch anzusehende Situation auf dem Smartphonemarkt ist, dass es nahezu keine Alternativen gibt. Auf Smartphones l\u00e4sst es sich kaum verzichten, die Auswahl beschr\u00e4nkt sich aber auf die beiden Systeme iOS oder Android \u2013 und die Betreiber des Duopols haben wie im Falle des Suchdeals sogar Sorge daf\u00fcr getragen, durch Milliardenzahlungen konkurrierende Dienste zu verhindern. An sich ist weder ein Monopol noch ein Duopol verboten, Wettbewerbsh\u00fcter greifen aber dann ein, wenn die jeweiligen Hersteller ihre Macht dazu nutzen, alternative Angebote gar nicht erst entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Feststellung: Es gibt keinen echten Wettbewerb<br \/>Gro\u00dfbritannien hat sich auf die Fahne geschrieben, ebenfalls gegen die Ausnutzung des Duopols vorzugehen. Apple und Google teilen sich demnach ann\u00e4hernd 100 Prozent des Mobilfunkmarktes. Sie haben die Macht, fast frei zu bestimmen, welche L\u00f6sungen sich etablieren d\u00fcrfen und welche nicht \u2013 wenn Apple Software f\u00fcr den App Store verbietet, ist der jeweilige Anbieter quasi vom Markt ausgeschlossen. Dies werde aktiv dazu ausgenutzt, sich den Markt nach den eigenen Bedingungen zu stricken und Entwickler in Geb\u00fchrenmodelle wie die Apple Tax im App Store zu zwingen. Betrachtet man den Umsatz (Apple ca. 60 Prozent, Android ca. 40 Prozent), so ist Apple der Marktf\u00fchrer, es handelt sich daher um einen unverzichtbaren Markt. Jene Position nutze das Unternehmen aus.<\/p>\n<p>Die Vorgaben der Competition and Markets Authority<br \/>Die Competition and Markets Authority (CMA) hat daher eine Roadmap ver\u00f6ffentlicht, wie man wieder Wettbewerb herstellen m\u00f6chte. Der Wettstreit um das beste Produkt m\u00fcsse im Vordergrund stehen, nicht Erhalt der Marktmacht durch bewusste Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Konkurrenten. Im Falle Apples gelte es daher, folgende Regelungen umzusetzen \u2013 welche ziemlich genau den Diskussionen und Vorgaben aus den USA und der EU entsprechen:<\/p>\n<ul class=\"Texticon TexticonList\">\n<li>Apple darf die Plattformmacht nicht auszunutzen, Entwicklern den App Store vorzuschreiben \u2013 was laut CMA nicht Sicherheitsbedenken, sondern den 30 Prozent Geb\u00fchren und Milliardeneinnahmen geschuldet ist<\/li>\n<li>Apples Datensammeln w\u00e4hrend App-Reviews zugunsten eigener Angebote ist einzustellen. Drittanbieter-L\u00f6sungen d\u00fcrfen nicht ausgewertet werden, um eigene L\u00f6sungen darauf auszurichten und sich damit einen unfairen Vorteil zu verschaffen<\/li>\n<li>Der Review-Prozess muss transparenter gestaltet werden, um willk\u00fcrliche Ablehnungen zu verhindern, beispielsweise zur Behinderung von Konkurrenten<\/li>\n<li>Der Browsermarkt ist zu \u00f6ffnen, indem Apple nicht die Technologien vorschreiben darf. Andernfalls gebe es f\u00fcr die marktbeherrschenden Unternehmen auch keinen Anreiz, ihre Produkte bestm\u00f6glich weiterzuentwickeln<\/li>\n<li>Keine Bevorzugung eigener Produkte in Suchergebnissen<\/li>\n<li>Zubeh\u00f6r wie beispielsweise Kopfh\u00f6rer oder Smartwatches von Drittherstellern d\u00fcrfen nicht mehr k\u00fcnstlich limitiert werden, um die eigenen Produkte zu sch\u00fctzen. Diese sollen durch Qualit\u00e4t punkten, nicht durch Behinderung von Konkurrenten<\/li>\n<li>Gro\u00dfbritannien als bedeutender Finanzplatz ist daran interessiert, st\u00e4rkeren Wettbewerb unter FinTecs zu f\u00f6rdern. Apple soll daher nicht mehr Alternativen zur Wallet und Apple Pay verhindern d\u00fcrfen<\/li>\n<li>Modelle wie der Suchdeal mit Google sind streng zu \u00fcberpr\u00fcfen, denn zwei Marktf\u00fchrer teilen sich hier Gewinne, die entstehen, weil man Mitbewerber behindert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Apple wird f\u00fcr die Schaffung neuer M\u00e4rkte gelobt \u2013 f\u00fcr den Umgang damit getadelt<br \/>Wie es in den Darstellungen explizit hei\u00dft, erkenne man an, welchen Markt Apple durch innovative Produkte geschaffen habe \u2013 vor allem auch f\u00fcr Drittanbieter, die L\u00f6sungen beisteuern k\u00f6nnen. Allerdings unterliege es Apple aufgrund der enormen Marktmacht, Drittanbietern genau die Geschwindigkeit vorzugeben, in welcher diese innovativ sein d\u00fcrfen. Dies f\u00fchre zum genau entgegengesetzten Ergebnis, denn der Gesamtmarkt werde dadurch ausgebremst und entwickle sich langsamer als m\u00f6glich. Zitiert werden dabei die Erkenntnisse aus den USA, der EU, Japan und Brasilien, wo Apple Konsequenzen aus identischem wettbewerbswidrigem Verhalten zu sp\u00fcren bekam.<\/p>\n<p>Cupertino setzt erneut auf Standard-Antworten<br \/>Apple reagierte auf die Darlegungen mit der Standardantwort. Es gef\u00e4hrde die Sicherheit der Nutzer, wenn man irgendetwas an der aktuellen Gesch\u00e4ftspraxis \u00e4ndern m\u00fcsse. Selbstverst\u00e4ndlich handle man stets aus dieser Motivation heraus. Da jene pauschale Argumentation aber in s\u00e4mtlichen vorherigen Verfahren als unbegr\u00fcndet und inhaltlich fragw\u00fcrdig abgewiesen wurde, darf man sich die Frage stellen, warum Apple es nun auf einem weiteren Markt mit derselben Taktik erneut versucht.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzende Artikel:<\/p>\n<p>23.07.25 \u00b7 <\/p>\n<p><a class=\"Title\" href=\"https:\/\/www.mactechnews.de\/news\/article\/EU-vs-Apple-App-Store-Verfahren-wohl-beendet-Aenderungen-akzeptiert-187611.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU vs. Apple App Store: Verfahren wohl vor dem Ende \u2013 Die Auswirkungen<\/a><\/p>\n<p>16.07.25 \u00b7 <\/p>\n<p><a class=\"Title\" href=\"https:\/\/www.mactechnews.de\/news\/article\/Wie-Apple-weiterhin-Browser-Vielfalt-unter-iOS-verhindert-trotz-erzwungener-Oeffnung-187573.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wie Apple weiterhin Browser-Vielfalt unter iOS verhindert \u2013 trotz erzwungener \u00d6ffnung<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/b3df7d5887604a3fa5befd9d764195c1.gif\" width=\"1\"\/>0 Kommentare<\/p>\n<p>                                       &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Do, 10:13\u00b7Wirtschaft\u00b7fenEine wettbewerbsrechtlich kritisch anzusehende Situation auf dem Smartphonemarkt ist, dass es nahezu keine Alternativen gibt. 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