{"id":292048,"date":"2025-07-25T05:11:12","date_gmt":"2025-07-25T05:11:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292048\/"},"modified":"2025-07-25T05:11:12","modified_gmt":"2025-07-25T05:11:12","slug":"e-mobilitaet-in-stuttgart-stehen-im-westen-zu-wenig-ladesaeulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292048\/","title":{"rendered":"E-Mobilit\u00e4t in Stuttgart: Stehen im Westen zu wenig Lades\u00e4ulen?"},"content":{"rendered":"<p> Fast 3500 \u00f6ffentliche Ladeanschl\u00fcsse f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Elektroauto\" title=\"Elektroautos\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektroautos<\/a> stehen in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> \u2013 doch sie sind im Stadtgebiet sehr ungleich verteilt: W\u00e4hrend einige Stadtteile besonders gut ausgestattet sind, fehlen sie in anderen fast komplett. Das zeigt eine Analyse unserer Redaktion auf Basis der Lades\u00e4ulenregisters der Bundesnetzagentur. In welchen Stadtteilen gibt es viele E-Autos, aber wenige Ladepunkte? <\/p>\n<p>\u201eIn Stuttgart gibt es grunds\u00e4tzlich viele Normalladepunkte\u201c, sagt Patrick Pl\u00f6tz, Leiter des Gesch\u00e4ftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung (ISI). Aber nicht \u00fcberall: Besonders in M\u00f6hringen-Nord, Hohenheim, Rohracker oder rund um den Pragfriedhof stehen die wenigsten Ladepunkte zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n<p>Bei den Stuttgarter Stadtwerken bestehe \u201enahezu \u00fcberall in Stuttgart noch Bedarf an Ladeinfrastruktur, um die Nachfrage zu decken\u201c, erkl\u00e4rt ein Sprecher. Die Herausforderung sei, den Bedarf f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn bis 20 Jahre vorausschauend zu planen. \u201eHierf\u00fcr fehlt es mitunter an aussagekr\u00e4ftigen Daten, um eine verl\u00e4ssliche wirtschaftliche Grundlage herleiten zu k\u00f6nnen.\u201c Der Ausbau der \u00f6ffentlichen Ladeinfrastruktur in Stuttgart hat sich zuletzt verlangsamt: Bis Ende M\u00e4rz kamen weniger neue Normalladepunkte hinzu als noch im Vorjahr, Schnellladepunkte werden dagegen ungebrochen neu gebaut.<\/p>\n<p>Dass es bislang deutlich mehr Normallades\u00e4ulen als Schnelllader gibt, h\u00e4lt Pl\u00f6tz f\u00fcr logisch: \u201eIn St\u00e4dten stehen Autos im Schnitt 23 Stunden pro Tag.\u201c In dieser Zeit k\u00f6nnen E-Autos also auch relativ langsam aufgeladen werden \u2013 an Normalladepunkten innerhalb durchschnittlich vier Stunden. F\u00fcr schnelles Laden brauche es dagegen andere Standorte, so Pl\u00f6tz, etwa Superm\u00e4rkte oder Firmen wie Bosch in Feuerbach. Dort geht es Pl\u00f6tz zufolge insbesondere darum, f\u00fcr Besucherinnen und Kunden Ladepunkte bereit zu stellen.<\/p>\n<p>Die Schnelllades\u00e4ulen konzentrieren sich bislang auff\u00e4llig auf Stadtteile wie Feuerbach, Wangen, Untert\u00fcrkheim und Vaihingen \u2013 allesamt Gegenden, in denen auch gro\u00dfe Industrieunternehmen wie Bosch, Mercedes-Benz oder die EnBW Standorte haben. Pl\u00f6tz sieht darin kein Problem: \u201eWenn mehr E-Autos fahren, werden auch mehr Schnelllader folgen.\u201c Schnellladen funktioniere zudem \u00e4hnlich wie das Tanken, wo man auch hinfahren m\u00fcsse. Und erinnert daran, dass im Lades\u00e4ulenregister nur \u00f6ffentliche Ladepunkte erfasst sind \u2013 nicht aber private Ladepunkte.<\/p>\n<p>Die finden sich mutma\u00dflich vor allem in Stadtteilen mit hohem Anteil an Ein- und Zweifamilienh\u00e4usern, die \u00f6fter eigene Garagen haben. In Stuttgart ist das Potenzial f\u00fcr Wallboxen demnach au\u00dferhalb der Innenstadt h\u00f6her, wie die folgende Karte zeigt \u2013 insbesondere in Degerloch, Dachswald, Zuffenhausen, Rot oder Steinhaldenfeld:<\/p>\n<p> Das best\u00e4tigt auch der Stadtwerke-Sprecher aus seinen Erfahrungen im Austausch mit Kundinnen und Kunden. \u201eIn Ein- und Zweifamilienh\u00e4usern ist es in der Regel deutlich einfacher, sich eine eigene Wallbox zu installieren. Das liegt vor allem auch daran, dass Entscheidungswege deutlich einfacher sind.\u201c \u00a0<\/p>\n<p> Stehen die Lades\u00e4ulen dort, wo mehr E-Autos zugelassen sind? <\/p>\n<p>Auch ein weiterer Zusammenhang ist erkennbar: Je mehr E-Autos in einem Stadtteil zugelassen sind, desto mehr Ladepunkte gibt es dort. Das liegt allerdings auch daran, dass die Stadtteile unterschiedlich dicht besiedelt sind. Eine Sprecherin der EnBW erl\u00e4utert auf Nachfrage, dass sich der Energiekonzern in der Netzplanung tats\u00e4chlich unter anderem daran orientiere, wie viele E-Autos in Gebieten zugelassen sind \u2013 aber auch an den Verkehrsstr\u00f6men. \u201eUm den Schlossgarten oder rund um das Mercedes-Werk in Untert\u00fcrkheim k\u00f6nnten allerdings auch Teile der Ladepunkte eher f\u00fcr Besucher gedacht sein\u201c, sagt Pl\u00f6tz. <\/p>\n<p>Braucht es also dort mehr Ladeinfrastruktur, wo es weniger Ein- und Zweifamilienh\u00e4user gibt und mehr E-Autos zugelassen sind? Das ist in den westlichen Stadtteilen Feuersee, Roteb\u00fchl oder Rosenberg etwa der Fall sowie im s\u00fcdlich gelegenen Lehen oder im Norden am Pragfriedhof. Grunds\u00e4tzlich w\u00e4re das w\u00fcnschenswert, sagt Pl\u00f6tz. \u201eAber f\u00fcr Betreiber ist es oft wenig attraktiv, dort Lades\u00e4ulen zu bauen.\u201c Die Fl\u00e4chen seien teuer, der Netzanschluss aufwendig. Eine pragmatische L\u00f6sung k\u00f6nnte sein, dass Menschen ihr Auto k\u00fcnftig leichter am Arbeitsplatz laden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Der Stadtwerke-Sprecher teilt die Auffassung: \u201eDort, wo Anwohnerinnen und Anwohner keine eigene Abstellm\u00f6glichkeit haben, ist der Bedarf an \u00f6ffentlichen Ladem\u00f6glichkeiten deutlich gr\u00f6\u00dfer. Das k\u00f6nnen wir heute auch in unseren Auslastungszahlen messen.\u201c Daher wollen die Stadtwerke in \u00f6ffentlichen Tiefgaragen Ladepunkte schaffen.<\/p>\n<p> Lades\u00e4ulenranking <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Daten<\/strong><br \/>Das Lades\u00e4ulenranking unserer Redaktion basiert auf dem Lades\u00e4ulenregister der Bundesnetzagentur, die Zahlen reichen bis zum 31. M\u00e4rz 2025. Bei der Beh\u00f6rde m\u00fcssen alle \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Lades\u00e4ulen gemeldet werden.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Methodik<\/strong><br \/>Da die Angaben zu den Lades\u00e4ulen teils fehlerhaft sind, haben wir die Standorte der S\u00e4ulen anhand ihrer Geokoordinaten einer Gemeinde zugerechnet. Dadurch kann es nahe an Gemeindegrenzen zu leichten Unsch\u00e4rfen kommen. In Stuttgart sind zudem Lades\u00e4ulen der Stadtwerke, die an halb\u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen zum Beispiel in Parkh\u00e4usern stehen, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.auch-bundesweit-ganz-vorne-im-ranking-stuttgart-hat-die-meisten-ladesaeulen-fuer-e-autos-im-land.b91000f1-f68c-4ebf-853b-cf96768c03bf.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nicht immer im Lades\u00e4ulenregister verzeichnet<\/a>. Die hier genannten Zahlen sind also als Untergrenze zu verstehen, von Ort zu Ort k\u00f6nnen auch mehr Lades\u00e4ulen vorhanden sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast 3500 \u00f6ffentliche Ladeanschl\u00fcsse f\u00fcr Elektroautos stehen in Stuttgart \u2013 doch sie sind im Stadtgebiet sehr ungleich verteilt:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":292049,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[4694,1634,3364,29,85737,1138,30,20343,27420,85735,85736,1441],"class_list":{"0":"post-292048","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-automobile","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-einfamilienhausanteil","13":"tag-elektroauto","14":"tag-germany","15":"tag-ladepunkt","16":"tag-ladesaeule","17":"tag-ladesaeulenranking","18":"tag-stadtteile-stuttgart","19":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114912158301156399","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=292048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/292049"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=292048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=292048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=292048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}