{"id":292147,"date":"2025-07-25T06:05:11","date_gmt":"2025-07-25T06:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292147\/"},"modified":"2025-07-25T06:05:11","modified_gmt":"2025-07-25T06:05:11","slug":"gaza-warum-frankreich-palaestina-nun-anerkennen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292147\/","title":{"rendered":"Gaza: Warum Frankreich Pal\u00e4stina nun anerkennen will"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Kurz vor einem Gaza-Krisengespr\u00e4ch der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs (E3) an diesem Freitag hat Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"5b642fafe7aefa9008bc1144cf1d21a8323d5a7f\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/emmanuel-macron\" title=\"Emmanuel Macron\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a> die Anerkennung eines pal\u00e4stinensischen Staates angek\u00fcndigt. Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September will Frankreich die Anerkennung feierlich verk\u00fcnden. Frankreich agiere damit \u201egetreu seinem historischen Engagement f\u00fcr einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten\u201c, schrieb Macron in einem Brief an den Pr\u00e4sidenten der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde, Mahmud Abbas. Es sei \u201eheute dringend notwendig, den Krieg in Gaza zu beenden und der Zivilbev\u00f6lkerung zu helfen\u201c, so Macron.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Ziel des franz\u00f6sischen Vorgehens ist es, die Kriegsdynamik angesichts der dramatischen Lage im Gazastreifen zu durchbrechen. In Paris hofft man, damit die Bedingungen f\u00fcr eine Waffenruhe zu verbessern. Abbas hatte in einem Brief an Macron im Juni die vollst\u00e4ndige Entwaffnung und Entmachtung <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"693ee8dabda99dcb593d4816957b443e74dc03d4\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/hamas\" title=\"Hamas\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Hamas<\/a> sowie politische Reformen der Autonomiebeh\u00f6rde versprochen. In Paris hie\u00df es, es handele sich um ein kollektives Vorgehen. 15 Staaten der Region w\u00fcrden den Versuch unterst\u00fctzen, zu einer Zweistaatenl\u00f6sung zur\u00fcckzukehren. Saudi-Arabien hat zusammen mit Frankreich den Ko-Vorsitz bei der geplanten UN-Konferenz im September inne.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Den Vorwurf aus Israel, die Anerkennung sei ein Geschenk f\u00fcr die Terrororganisation Hamas, weist man zur\u00fcck. Vielmehr k\u00f6nne die Hamas nur dauerhaft isoliert werden, wenn es eine echte Perspektive f\u00fcr eine friedliche Zukunft gebe. Die Missbilligung der amerikanischen Staatsf\u00fchrung nimmt man in Paris in Kauf. Macrons Nahostberaterin hielt sich vergangene Woche zu Gespr\u00e4chen in Washington auf und hat das franz\u00f6sische Vorgehen erl\u00e4utert. In Paris teilt man nicht die Einsch\u00e4tzung des Sonderbeauftragten Steve Witkoff, dass die Hamas die Verhandlungen hin zu einer Waffenruhe im <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"30e4826ca35534f09a9a0d7f7da4c1b63d90b956\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/gazastreifen\" title=\"Gazastreifen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gazastreifen<\/a> blockiert. Israel und Amerika hatten ihre Verhandlungsteams zur\u00fcckgerufen.<\/p>\n<p>148 Staaten erkennen einen pal\u00e4stinensischen Staat an<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Macron schreibt in seinem Brief, dass er \u201esich nicht damit abfinden\u201c k\u00f6nne, dass die Perspektive einer Verhandlungsl\u00f6sung im Nahen Osten immer weiter in die Ferne r\u00fccke. Es sei dringend notwendig, den Terrorismus und die Gewalt in all ihren Formen zu beenden und die \u201elegitimen Bestrebungen\u201c des pal\u00e4stinensischen Volkes zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Bereits am 28. und 29. Juli findet eine Pal\u00e4stina-Konferenz auf Ministerebene in New York statt, an der Au\u00dfenminister Jean-Noel Barrot teilnimmt. Eine Teilnahme des deutschen Au\u00dfenministers Johann Wadephul (CDU) ist bislang nicht best\u00e4tigt worden. In Paris hei\u00dft es, trotz unterschiedlicher Strategien sei das Vorgehen eng mit Berlin abgestimmt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Mittwochabend Macron zu einem mehr als zweist\u00fcndigen Gespr\u00e4ch in der Villa Borsig empfangen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Macron plante urspr\u00fcnglich schon im Juni, vor Beginn der israelischen Milit\u00e4rschl\u00e4ge auf Iran, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"544b7bfc06e5c78af3c416ea19e809995a4b6439\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/palaestina\" title=\"Pal\u00e4stina\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pal\u00e4stina<\/a> anzuerkennen. 148 Staaten erkennen einen pal\u00e4stinensischen Staat an, das sind drei Viertel der UN-Mitglieder. Frankreich hat als Atommacht und st\u00e4ndiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat besonderes Gewicht. Die Vereinigten Staaten und Israel lehnen das Vorhaben entschieden ab.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndige Entwaffnung der Hamas gefordert<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Im \u00c9lys\u00e9e-Palast hofft man auf eine internationale Hebelwirkung. Pr\u00e4sident Macron lehnt die Zwangsumsiedlung der Pal\u00e4stinenser aus dem Gazastreifen ab und ist bestrebt, einer politischen L\u00f6sung den Weg zu ebnen, die an Pr\u00e4sident Trumps erfolgreiche Abraham-Abkommen aus dem Jahr 2020 ankn\u00fcpft. Macrons Demarche ist von der Erfahrung in Libanon gepr\u00e4gt, wo es ihm gegen St\u00f6rman\u00f6ver aus <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"a537331d3168d4badd76b41b8f08e1bb5f95ea6a\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/israel\" title=\"Israel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> gelang, in einer franz\u00f6sisch-amerikanischen Initiative eine (prek\u00e4re) Waffenruhe durchzusetzen. Eine Waffenruhe und eine R\u00fcckkehr zu einem politischen Prozess sind auch jetzt wieder das Ziel.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">In Paris verweist man auf den Brief von Abbas, der eine eindeutige Verurteilung der Verbrechen der Hamas enth\u00e4lt. Abbas forderte darin die vollst\u00e4ndige Entwaffnung der Hamas und sprach sich daf\u00fcr aus, die Terrororganisation g\u00e4nzlich aus der Politik auszuschlie\u00dfen. Zudem verpflichtete er sich, binnen eines Jahres Pr\u00e4sidenten- und Parlamentswahlen abzuhalten. Die pal\u00e4stinensischen Gebiete sollen entmilitarisiert und durch eine Stabilisierungs- und Schutzmission arabischer und internationaler Streitkr\u00e4fte unter UN-Mandat gesch\u00fctzt werden. In Paris verweist man auf die moralische Pflicht, dem Elend und dem Sterben im Gazastreifen nicht tatenlos zuzusehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kurz vor einem Gaza-Krisengespr\u00e4ch der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs (E3) an diesem Freitag hat Pr\u00e4sident&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":292148,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-292147","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114912370530471139","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=292147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292147\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/292148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=292147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=292147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=292147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}