{"id":292285,"date":"2025-07-25T07:21:12","date_gmt":"2025-07-25T07:21:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292285\/"},"modified":"2025-07-25T07:21:12","modified_gmt":"2025-07-25T07:21:12","slug":"durch-die-hintertuer-auf-die-grosse-buehne-dsb-mit-klarer-haltung-zur-russland-frage-deutscher-schachbund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/292285\/","title":{"rendered":"Durch die Hintert\u00fcr auf die gro\u00dfe B\u00fchne? DSB mit klarer Haltung zur Russland-Frage &#8211; Deutscher Schachbund"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-style:normal; font-weight:bold; font-size:18px;\">25. Juli 2025<\/p>\n<p>Dient er vor allem dem Schachsport &#8211; oder doch eher Putin? So genau wei\u00df man das nicht bei Arkady Dvorkovich <\/p>\n<p>Der Schachbund schlie\u00dft sich der Kritik der ECU an der Entscheidung des FIDE-Rates an: Russische Teams sollen laut Weltverband unter neutraler Flagge starten d\u00fcrfen..<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">Der Deutsche Schachbund hat eine klare Haltung zu einem Beschluss, der am 18. Juli im FIDE-Council fiel \u2013 und der auch bereits von der Europ\u00e4ischen Schach-Union ECU scharf kritisiert wird. Demnach m\u00f6chte der FIDE-Rat die Teilnahme einer &#8222;neutralen Mannschaft&#8220; mit russischen Spielerinnen bei der n\u00e4chsten Frauen-Teamweltmeisterschaft im November in Linares, Spanien, zulassen. <\/p>\n<p>Teilnahme an der Frauen-WM? Lauterbach: &#8222;Das scheint nun der n\u00e4chste Versuch zu sein, eine Normalit\u00e4t vorzugaukeln, die es so im Umgang mit Russland nicht geben darf.\u201c<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/directory.fide.com\/list\/officials\/&amp;b=1&amp;c=35\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FIDE-Council<\/a> rechtfertig die <a href=\"https:\/\/www.fide.com\/fide-council-meeting-held-in-batumi-georgia\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Entscheidung <\/a>mit einer FIDE-Resolution vom Januar 2025, demzufolge die Teilnahme von &#8222;neutralen&#8220; Teams von schutzbed\u00fcrftigen Gruppen (Jugendliche und Spieler mit Behinderungen) an Mannschaftswettbewerben gestattet sein soll. DSB-Pr\u00e4sidentin <strong>Ingrid Lauterbach<\/strong> sagt dazu, es sei schon \u201esehr verwunderlich, wie die FIDE zu der Auffassung kommt, dass Frauen zu diesen besonders schutzbed\u00fcrftigen Gruppen geh\u00f6ren\u201c. Man k\u00f6nne den Verdacht hegen, die FIDE versuche unter ihrem russischen Pr\u00e4sident <strong>Arkady Dvorkovich<\/strong>, durch die Hintert\u00fcr Frauen-WM wieder eine Akzeptanz russischer Mannschaften bei Wettbewerben zu erreichen \u2013 und so die Bestimmungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck aufzuweichen. \u201eSchon der Beschluss vom Januar hat uns irritiert\u201c, so Lauterbach, \u201edas scheint nun der n\u00e4chste Versuch zu sein, eine Normalit\u00e4t vorzugaukeln, die es so im Umgang mit Russland nicht geben darf.\u201c<\/p>\n<p>Nach dem \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine wurden russische Sportler der Ma\u00dfgabe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) folgend in G\u00e4nze oder bei Mannschaftswettbewerben von offiziellen internationalen Sportwettbewerben suspendiert. Im Schach sind russische Einzelsportler zu offiziellen internationalen Wettbewerben zugelassen, wenn sie unter der Flagge der FIDE antreten.<\/p>\n<p>Vor der endg\u00fcltigen Entscheidung will die FIDE nun \u2013 immerhin &#8211; noch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des IOC einholen.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Schachunion (ECU) antwortete unabh\u00e4ngig davon mit einer <a href=\"https:\/\/www.europechess.org\/ecu-statement-on-fide-council-decision\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stellungnahme<\/a> und verweist darauf, dass der Beschluss des FIDE-Rates im Widerspruch zu den Beschl\u00fcssen der FIDE-Generalversammlung in Budapest 2024 steht, wo die Delegierten mit gro\u00dfer Mehrheit zwei Antr\u00e4ge auf eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Russischen Schachverband abgelehnt haben. Federf\u00fchrend f\u00fcr einen Schulterschluss der Verb\u00e4nde war damals auch der Deutsche Schachbund, der als erster Verband eine klare Haltung in der Russland-Frage zeigte und in der Folge Allianzen geschmiedet hatte. Letztlich hatte auch Lauterbachs Einschalten des Dachverbandes ARISF (Association of IOC Recognised International Sports Federations) und dessen den Druck auf den russischen FIDE-Pr\u00e4sidenten erh\u00f6ht. Doch der scheint nicht aufgeben zu wollen. Mehrfach gab es bereits Berichte, dass die russische Staatsf\u00fchrung von Dvorkovich Ergebnisse erwarte, die auch propagandistisch ausgeschlachtet werden k\u00f6nnten \u2013 um den Eindruck zu erwecken, Russland gewinne wieder an Akzeptanz auf der internationalen Sportb\u00fchne.<\/p>\n<p>In ihrer Erkl\u00e4rung stellt sich die ECU nun gegen den Beschluss des FIDE-Rates und h\u00e4lt an der Position fest, dass &#8222;die Sanktionen gegen die Teilnahme russischer Mannschaften so lange aufrechterhalten bleiben sollten, bis die Umst\u00e4nde, die diese Ma\u00dfnahmen erforderlich gemacht haben, vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt sind.&#8220; Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Russischen Schachverbandes <strong>Alexander Tkatchov<\/strong> so: &#8222;Das ist die erwartete Reaktion unserer Gegner.\u201c Die ECU indes betont, auch die FIDE m\u00fcsse die Leitlinien des IOC befolgen \u2013 und sei selbst in ihrer Haltung klar: \u201eAls Dachverband, der 54 europ\u00e4ische Schachverb\u00e4nde vertritt, hat die ECU die Verantwortung, die Werte Fairplay, Integrit\u00e4t und Solidarit\u00e4t zu wahren, die unseren Sport auszeichnen. Wir sind der Ansicht, dass die Aufhebung dieser Beschr\u00e4nkungen, selbst wenn russischen Mannschaften ein neutraler Status gew\u00e4hrt wird, ein widerspr\u00fcchliches Signal hinsichtlich des Bekenntnisses der internationalen Schachgemeinschaft zu diesen Grunds\u00e4tzen sendet.\u201c Der DSB schlie\u00dft sich dieser Auffassung vollumf\u00e4nglich an. (mw)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"25. Juli 2025 Dient er vor allem dem Schachsport &#8211; oder doch eher Putin? 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