{"id":293116,"date":"2025-07-25T15:00:24","date_gmt":"2025-07-25T15:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/293116\/"},"modified":"2025-07-25T15:00:24","modified_gmt":"2025-07-25T15:00:24","slug":"trotz-besserer-stimmung-ifo-chef-beklagt-blutleeren-aufschwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/293116\/","title":{"rendered":"Trotz besserer Stimmung: Ifo-Chef beklagt &#8222;blutleeren&#8220; Aufschwung"},"content":{"rendered":"<p>                    Trotz besserer Stimmung<br \/>\n                Ifo-Chef beklagt &#8222;blutleeren&#8220; Aufschwung<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.07.2025, 12:56 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Seit Jahresbeginn geht es beim wichtigsten Fr\u00fchindikator f\u00fcr die deutsche Konjunktur fast nur nach oben &#8211; dennoch k\u00f6nnen sich die \u00d6konomen nicht freuen. Der Auftragsentwicklung in der Industrie fehlt es laut Ifo-Chef Fuest weiterhin an Schwung,<\/strong><\/p>\n<p>Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich im Juli den f\u00fcnften Monat in Folge verbessert. Der Ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex stieg auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Z\u00e4hlern im Vormonat, wie das M\u00fcnchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 F\u00fchrungskr\u00e4ften mitteilte. Seit Jahresbeginn geht es damit beim wichtigsten Fr\u00fchindikator f\u00fcr die deutsche Konjunktur stetig nach oben, unterbrochen nur von einer Stagnation im Februar. <\/p>\n<\/p>\n<p>Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte \u00d6konomen hatten allerdings einen etwas kr\u00e4ftigeren Anstieg auf 89,0 Punkte erwartet. &#8222;Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft bleibt blutleer&#8220;, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest. Der Auftragsentwicklung in der Industrie fehle es weiterhin an Schwung.<\/p>\n<p>Die Aussichten f\u00fcr die kommenden sechs Monate bewerteten die \u00d6konomen einen Tick positiver, die aktuelle Gesch\u00e4ftslage ebenso. In der Industrie hellte sich die Stimmung auf, w\u00e4hrend sie sich bei den Dienstleistern eintr\u00fcbte. Auch im Handel wurden wieder mehr Pessimisten gez\u00e4hlt, w\u00e4hrend es in der Baubranche mehr Optimisten gab.<\/p>\n<p>Kein kr\u00e4ftiger Aufschwung erwartet<\/p>\n<p>Einen kr\u00e4ftigen Aufschwung erwarten die meisten \u00d6konomen nicht. &#8222;Die Stimmung der Unternehmen liegt weiterhin sehr deutlich unter ihrem langj\u00e4hrigen Durchschnitt, und die Zuversicht kommt nur im Schneckentempo zur\u00fcck&#8220;, sagte DekaBank-Volkswirt Andreas Scheuerle. &#8222;Angesichts der m\u00f6glichen Belastungen durch die US-Zollpolitik ist das wenig \u00fcberraschend.&#8220; Die gestiegenen Gesch\u00e4ftserwartungen m\u00fcssten sich erst noch bewahrheiten, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufh\u00e4user Lampe Privatbank, Alexander Kr\u00fcger: &#8222;Sie erscheinen zudem br\u00fcchig, sollte der US-Basiszoll von zehn Prozent im August deutlich steigen.&#8220;<\/p>\n<p>Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer sieht zwar im erneuten Ifo-Anstieg ein Aufw\u00e4rtssignal. &#8222;Aber wir erwarten f\u00fcr das kommende Jahr nur deshalb ein recht starkes Wachstum von 1,4 Prozent, weil die Bundesregierung in gro\u00dfem Umfang Ausgaben aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschiebt und die freigewordenen Mittel rasch ausgibt&#8220;, betonte Kr\u00e4mer. &#8222;Dieser Fiskalimpuls facht die Konjunktur unvermeidlich an, auch wenn die langfristigen Wachstumsaussichten wegen des fehlenden Neustarts in der Wirtschaftspolitik weiter \u00e4u\u00dferst verhalten sind.&#8220;<\/p>\n<p>Viele harte Konjunkturdaten sind zuletzt schw\u00e4cher ausgefallen. So setzten die Einzelh\u00e4ndler im Mai weniger um, w\u00e4hrend die Exporteure weniger ins Ausland verkauften &#8211; nicht zuletzt wegen des ungel\u00f6sten Zollstreits mit den USA, dem gr\u00f6\u00dften Abnehmer von Waren &#8222;Made in Germany&#8220;. &#8222;Konjunkturell waren zuletzt gemischte Signale zu verzeichnen&#8220;, hei\u00dft es im aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums.<\/p>\n<p>Im ersten Quartal 2025 war die deutsche Wirtschaft noch um \u00fcberraschend kr\u00e4ftige 0,4 Prozent gewachsen. F\u00fcr das zur\u00fcckliegende zweite Quartal rechnen Experten jedoch mit einem R\u00fcckschlag. Das Bruttoinlandsprodukt d\u00fcrfte um 0,1 Prozent schrumpfen, sagen die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten \u00d6konomen voraus. Eine erste Sch\u00e4tzung zum Abschneiden von Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft im Fr\u00fchjahr will das Statistische Bundesamt am kommenden Mittwoch ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trotz besserer Stimmung Ifo-Chef beklagt &#8222;blutleeren&#8220; Aufschwung 25.07.2025, 12:56 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. 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