{"id":294018,"date":"2025-07-25T23:09:10","date_gmt":"2025-07-25T23:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294018\/"},"modified":"2025-07-25T23:09:10","modified_gmt":"2025-07-25T23:09:10","slug":"usaid-us-regierung-plant-vernichtung-von-verhuetungsmitteln-fuer-beduerftige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294018\/","title":{"rendered":"USAID: US-Regierung plant Vernichtung von Verh\u00fctungsmitteln f\u00fcr Bed\u00fcrftige"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Das US-Au\u00dfenministerium hat mitgeteilt, nach einer &#8222;vorl\u00e4ufigen Entscheidung&#8220; bestimmte <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2021-04\/verhuetungsmittel-pille-alternativen-kupferkette-femidom-zyklus-app-vasalgel-faq\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verh\u00fctungsmittel<\/a> vernichten zu wollen.\u00a0Dabei handele es sich um Produkte, die abgelaufene Vertr\u00e4ge der Entwicklungsbeh\u00f6rde USAID aus der Zeit der Vorg\u00e4ngerregierung betreffen, wie ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte.\u00a0Mehreren Medienberichten zufolge soll es sich dabei um in Belgien<br \/>\ngelagerte Vorr\u00e4te im Wert von 9,7 Millionen US-Dollar\u00a0(8,3 Millionen<br \/>\nEuro)\u00a0handeln. Diese sollen demnach bis Ende Juli vernichtet werden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Es werden keine HIV-Medikamente oder Kondome zerst\u00f6rt&#8220;, sagte ein Ministeriumssprecher der\u00a0Nachrichtenagentur AFP. Den Aussagen des Ministers zufolge ist bisher lediglich die Vernichtung von Verh\u00fctungsmitteln im Wert von 167.000 Euro genehmigt worden, wie die AFP berichtete. Die Nachrichtenagentur Reuters sowie mehrere internationale Medien berichteten in den vergangenen Tagen dagegen, dass die 167.000 US-Dollar die Kosten f\u00fcr die Vernichtung der Verh\u00fctungsmittel seien.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Verh\u00fctungsmittel<br \/>\nlagern laut Reuters seit Monaten in einem Lagerhaus in Geel, einer Stadt in<br \/>\nder belgischen Provinz Antwerpen, nachdem US-Pr\u00e4sident Donald Trump im<br \/>\nJanuar beschlossen hatte, die US-Entwicklungshilfe von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/usaid-rubio-auslandshilfen-trump-entwicklungshilfe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USAID einzufrieren<\/a>.\n<\/p>\n<p>        \u00c4rzte ohne Grenzen: Die Entscheidung sei &#8222;ein r\u00fccksichtsloser und sch\u00e4dlicher Akt&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Hilfsorganisation \u00c4rzte ohne Grenzen kritisierte die Anordnung der US-Regierung \u2013 unter anderem, weil\u00a0das fr\u00fcheste<br \/>\nVerfallsdatum der Vorr\u00e4te einem internen Dokument zufolge erst 2027 sei. Die Entscheidung sei nicht nur<br \/>\neine &#8222;sinnlose Verschwendung&#8220;, die US-Regierung<br \/>\n setze damit auch &#8222;die Gesundheit und das Leben von Menschen aufs Spiel,<br \/>\n um eine politische Agenda durchzusetzen&#8220;,\u00a0sagte\u00a0Avril Beno\u00eet, US-Chefin der Hilfsorganisation.\u00a0Die Entscheidung sei &#8222;ein<br \/>\nr\u00fccksichtsloser und sch\u00e4dlicher Akt gegen Frauen und M\u00e4dchen weltweit&#8220;.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Dort, wo bisher USAID die<br \/>\nVersorgung mit entsprechenden Pr\u00e4paraten sichergestellt habe, drohten<br \/>\nnoch <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2025-07\/usaid-kuerzungen-donald-trump-usa-praesident-tote-studie-the-lancet\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gr\u00f6\u00dfere Engp\u00e4sse<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Zugang zu Verh\u00fctung ist entscheidend f\u00fcr die<br \/>\nGesundheit von Frauen und M\u00e4dchen, ihre Autonomie und Selbstbestimmung&#8220;,<br \/>\n sagte Rachel Milkovich von \u00c4rzte ohne Grenzen in den USA. Die<br \/>\nEmpf\u00e4ngerinnen rechneten damit, die betreffenden Mittel verwenden zu<br \/>\nk\u00f6nnen. Nach Sch\u00e4tzungen von \u00c4rzte ohne Grenzen h\u00e4ngen US-finanzierte Verh\u00fctungsmittel f\u00fcr umgerechnet 34 Millionen Euro in verschiedenen Depots weltweit fest. Was die Regierung damit vorhabe, sei unbekannt.\n<\/p>\n<p>                        US-Regierung lehnt Vorschl\u00e4ge zu Alternativl\u00f6sungen offenbar ab        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die weltweit gr\u00f6\u00dfte Nichtregierungsorganisation f\u00fcr Familienplanung, International Planned Parenthood Federation (IPPF), teilte mit, der US-Regierung angeboten zu haben, die Produkte abzuholen, zu transportieren, neu zu verpacken und an bed\u00fcrftige Frauen auf der ganzen Welt zu verteilen \u2013 &#8222;ohne Kosten f\u00fcr die US-Regierung&#8220;. Die US-Regierung habe das Angebot jedoch abgelehnt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die IPPF forderte die Regierungen Frankreichs, Belgiens und der USA auf, einen Weg zu finden, um die Verh\u00fctungsmittel zu retten. Die NGO mahnte auch das franz\u00f6sische Unternehmen an, das f\u00fcr die Vernichtung verantwortlich sein w\u00fcrde, den Auftrag zu \u00fcberdenken.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bereits kurz nach seinem Amtsantritt hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/entwicklungshilfe-usaid-stop-uganda-humanitaere-krise&amp;ved=2ahUKEwjh0p294NiOAxUoVPEDHdCfFh8QxfQBKAB6BAgIEAE&amp;usg=AOvVaw2gu5mR8jVUUDUV7v-UwO1S\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlie\u00dfung der Entwicklungsbeh\u00f6rde USAID<\/a> angeordnet und deren Programme<br \/>\nim Bereich Familienplanung eingestellt. Die massiven K\u00fcrzungen sorgten<br \/>\nbei Hilfsorganisationen weltweit f\u00fcr Entsetzen. Am 1. Juli stellte USAID<br \/>\n ihre Arbeit offiziell ein. US-Abgeordnete hatten diesen Monat zwei Gesetzesentw\u00fcrfe vorgelegt, um die Vernichtung der Hilfsg\u00fcter nach <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/donald-trump-entscheidungen-dekrete-chronik\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trumps Entscheidung<\/a> zur Schlie\u00dfung von USAID zu verhindern.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/www.zeit.de\/thema\/belgien&amp;ved=2ahUKEwjE6prR4NiOAxWEBdsEHXV4Lu8QFnoECAcQAQ&amp;usg=AOvVaw1sC79vvTw2vt_Um1JWkwWe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das belgische Au\u00dfenministerium<\/a>\u00a0teilte mit, es habe Gespr\u00e4che mit den US-Beh\u00f6rden gegeben, in denen man versucht habe, &#8222;alle m\u00f6glichen Optionen zu pr\u00fcfen, um die Vernichtung zu verhindern, einschlie\u00dflich einer vor\u00fcbergehenden Verlagerung&#8220;. Aber: &#8222;Trotz dieser Bem\u00fchungen (&#8230;) konnte keine tragf\u00e4hige Alternative gefunden werden. Dennoch sucht Belgien weiterhin aktiv nach L\u00f6sungen, um dieses bedauerliche Ergebnis zu vermeiden&#8220;, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung, die Reuters am Dienstag vorlag.\n<\/p>\n<p>            US-Regierung unter Trump        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-07\/donald-trump-us-notenbank-jerome-powell\" data-ct-label=\"Donald Trump und die US-Notenbank: Ein h\u00f6chst un\u00fcblicher Besuch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Donald Trump und die US-Notenbank:<br \/>\n                        Ein h\u00f6chst un\u00fcblicher Besuch<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/donald-trump-jeffrey-epstein-barack-obama-verschwoerung-akten\" data-ct-label=\"Donald Trump und der Fall Epstein: Und es ist immer Barack Obama\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Donald Trump und der Fall Epstein:<br \/>\n                        Und es ist immer Barack Obama<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2025-07\/microsoft-email-sperre-karim-khan-donald-trump-istgh\" data-ct-label=\"Microsoft: Diese E-Mail ist unzustellbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Microsoft:<br \/>\n                        Diese E-Mail ist unzustellbar<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das US-Au\u00dfenministerium hat mitgeteilt, nach einer &#8222;vorl\u00e4ufigen Entscheidung&#8220; bestimmte Verh\u00fctungsmittel vernichten zu wollen.\u00a0Dabei handele es sich um Produkte,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":294019,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[86147,13,14,15,16,12,10,8,9,11,1587,86148,86149,103,104],"class_list":{"0":"post-294018","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-aerzte-ohne-grenzen","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-politik","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-usaid","19":"tag-verhuetungsmittel","20":"tag-vernichtung","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114916397118587841","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=294018"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294018\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/294019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=294018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=294018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=294018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}