{"id":294337,"date":"2025-07-26T02:08:31","date_gmt":"2025-07-26T02:08:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294337\/"},"modified":"2025-07-26T02:08:31","modified_gmt":"2025-07-26T02:08:31","slug":"auch-westfleisch-interessiert-sich-fuer-vion-schlachthoefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294337\/","title":{"rendered":"Auch Westfleisch interessiert sich f\u00fcr Vion-Schlachth\u00f6fe"},"content":{"rendered":"<p>Der Fleischkonzern Westfleisch aus M\u00fcnster m\u00f6chte die Schlachth\u00f6fe des Konkurrenten Vion ebenfalls \u00fcbernehmen. Das best\u00e4tigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Einzelheiten will man am 30. Juli auf einer Veranstaltung im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching am Ammersee bekanntgeben. Zuvor hatten andere Medien dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Das niederl\u00e4ndische Schlachtunternehmen Vion plant, sich weitgehend aus Deutschland zur\u00fcckzuziehen und mehrere Standorte aufzugeben &#8211; darunter drei Rinderschlachth\u00f6fe in Buchloe, Waldkraiburg und Crailsheim (auch Schweine), einen Zerlegebetrieb in Hilden sowie zwei H\u00e4uteverarbeitungsbetriebe in Memmingen und Eching-Weichenau. Vier der Werke liegen in Bayern.\u00a0<\/p>\n<p>Die Premium Food Group (ehemals T\u00f6nnies-Gruppe) hatte bereits im vergangenen Jahr eine Grundsatzvereinbarung zur \u00dcbernahme getroffen. Das Bundeskartellamt untersagte den Kauf im Juni nach eingehender Pr\u00fcfung allerdings. Die Premium Food Group legte dagegen daraufhin Beschwerde ein. Die Entscheidung wird nun vom Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf gepr\u00fcft. Ein Termin f\u00fcr die erste Verhandlung steht bislang nicht fest.\u00a0<\/p>\n<p>T\u00f6nnies: \u00bbWir haben einen rechtsg\u00fcltigen Vertrag\u00ab<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge soll Westfleisch beim Kartellamt bereits eine vorl\u00e4ufige Anfrage gestellt haben. Der Schlachtbetrieb wies dies auf Nachfrage zur\u00fcck. Die Beh\u00f6rde erkl\u00e4rte, es liege keine Anmeldung von Westfleisch vor. Auch eine Anfrage oder anderweitige Kontaktaufnahme habe es nicht gegeben.<\/p>\n<p>Die Premium Food Group \u00e4u\u00dferte sich zur\u00fcckhaltend zum Interesse des Konkurrenten. \u00bbWir haben sowohl f\u00fcr die Landwirtschaft als auch die Betriebe ein tragf\u00e4higes Zukunftskonzept aufgestellt, von dem wir \u00fcberzeugt sind\u00ab, sagte Maximilian T\u00f6nnies, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Mitgesellschafter des Konzerns. Die Landwirte ben\u00f6tigten eine zukunftsf\u00e4hige Verarbeitungsstruktur. \u00bbWir haben hierzu ein weitreichendes Angebot gemacht und mit der Vion einen rechtsg\u00fcltigen Vertrag.\u00ab<\/p>\n<p>T\u00f6nnies erw\u00e4gt neben der Beschwerde auch weitere Schritte, etwa die Beantragung einer Ministererlaubnis beim Bundeswirtschaftsministerium. Diese Sondergenehmigung ist nur in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Kartellamt f\u00fcrchtet zu starke Dominanz<\/p>\n<p>Die Wettbewerbsh\u00fcter stoppten die \u00dcbernahme der Vion-Standorte, weil sie eine marktbeherrschende Stellung zum Nachteil von Landwirten und Wettbewerbern bef\u00fcrchten. \u00bbDie Premium Food Group h\u00e4tte neben ihrer bereits dominierenden Position in der Schlachtung und Verarbeitung von Schweinen in Deutschland auch im Bereich Rinder eine F\u00fchrungsposition erlangt\u00ab, sagte Kartellamts-Pr\u00e4sident Andreas Mundt.\u00a0<\/p>\n<p>Ein m\u00f6glicher Kauf durch Westfleisch m\u00fcsste ebenfalls von der Wettbewerbsbeh\u00f6rde \u00fcberpr\u00fcft werden. Laut Rechtsexperten k\u00f6nnte dieser Vorgang jedoch weniger problematisch sein. Westfleisch habe eine deutlich geringere Marktstellung und sei in S\u00fcddeutschland kaum aktiv. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen dort lediglich \u00fcber eine Beteiligung an einem Rinderschlachthof in Augsburg vertreten.<\/p>\n<p>Auch der Deutsche Bauernverband \u00e4u\u00dferte sich zur Zukunft der Vion-Betriebe: \u00bbEntscheidend ist, dass die Standorte weiter am Netz bleiben und einen verl\u00e4sslichen Betreiber oder K\u00e4ufer finden\u00ab, sagte Generalsekret\u00e4r Bernhard Kr\u00fcsken. Ausreichende und vielf\u00e4ltige Vermarktungsm\u00f6glichkeiten seien f\u00fcr die Landwirte besonders wichtig.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 war die Premium Food Group Marktf\u00fchrer bei Schweineschlachtungen in Deutschland \u2013 mit gro\u00dfem Abstand vor Westfleisch. Vion geh\u00f6rte in den vergangenen Jahren zu den f\u00fchrenden Rinderschlachtern im Land. Im Jahr 2022 lag der Konzern bei der Zahl der geschlachteten Tiere deutlich vor Westfleisch und der damaligen T\u00f6nnies-Gruppe.<\/p>\n<p class=\"nfy-dpa-autopublishnotice\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250725-930-839165\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Fleischkonzern Westfleisch aus M\u00fcnster m\u00f6chte die Schlachth\u00f6fe des Konkurrenten Vion ebenfalls \u00fcbernehmen. 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