{"id":294603,"date":"2025-07-26T04:45:12","date_gmt":"2025-07-26T04:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294603\/"},"modified":"2025-07-26T04:45:12","modified_gmt":"2025-07-26T04:45:12","slug":"warum-wiesbaden-das-rote-hochhaus-kauft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294603\/","title":{"rendered":"Warum Wiesbaden das Rote Hochhaus kauft"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Den Grad der Verwahrlosung kann die Stadtverwaltung nicht leugnen. Eine nahezu leer stehende Ladenpassage, nicht vermietbare Wohnungen, wilde M\u00fcllablagerungen und sichtbare Folgen von Zerst\u00f6rungswut, dazu achtlos abgestellte Schrottautos auf dem Parkplatz: Das Herz des Quartiers Schelmengraben, das \u201eRote Hochhaus\u201c mit seinen Nebengeb\u00e4uden, ist alles andere als attraktiv. Die Landeshauptstadt will dem Verfall aber nicht weiter zusehen und hat \u00fcber die Stadtentwicklungsgesellschaft SEG das 17.200 Quadratmeter gro\u00dfe Grundst\u00fcck mitsamt Hochhaus und Nebenfl\u00e4chen erworben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Verk\u00e4uferin ist laut SEG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Roland St\u00f6cklin eine luxemburgische Gesellschaft, die das Ensemble im Stadtteil Dotzheim als Teil eines \u201egr\u00f6\u00dferen Schuldenportfolios eher zuf\u00e4llig\u201c erworben hatte. In den Jahren zuvor hatte es mehrere Eigent\u00fcmerwechsel gegeben, ohne dass sich die Lage gebessert hatte.<\/p>\n<p>Stillschweigen um Kaufpreis<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eDer freie Markt wird es nicht regeln\u201c, sagt St\u00f6cklin, weshalb sich nun die \u00f6ffentliche Hand gefordert sieht. Die SEG hat das Ensemble erworben, \u00fcber den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach Informationen dieser Zeitung wird sich die Stadt die Transaktion insgesamt fast 13 Millionen Euro kosten lassen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Damit die SEG den Erwerb stemmen kann, wird die Stadt das Eigenkapital der Gesellschaft in mehreren Schritten bis zum Jahr 2029 um 15 Millionen Euro aufstocken. Dem Vernehmen nach war das in der Stadtverordnetenversammlung, die dem Kauf in nicht \u00f6ffentlicher Sitzung zustimmte, nicht unumstritten. Die CDU scheiterte aber mit ihrer Forderung, die SEG m\u00f6ge den Verkauf von Bestandsimmobilien zur Eigenkapitalst\u00e4rkung pr\u00fcfen, am Widerstand des Linksb\u00fcndnisses.<\/p>\n<p>KI-Artikelchat nutzen<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Registrierung nutzen Sie Vorteile wie den Merkzettel.&#13;<br \/>\n                Dies ist&#13;<br \/>\n                kein Abo und kein Zugang zu FAZ+&#13;<br \/>\n                Artikeln.<\/p>\n<p>Sie haben Zugriff mit Ihrem Digital-Abo.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Registrierung<\/p>\n<p>            <a data-registered-resend=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-loggedin-continue=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-login=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-register=\"\" adobe-track=\"true\"\/><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr den Kaufpreis erh\u00e4lt die SEG mehr als 150 Wohnungen \u2013 davon 73 im Wohnturm \u2013, von denen aktuell nur etwa drei Viertel vermietet sind. Dass es nicht mehr sind, liegt laut St\u00f6cklin am misera\u00adblen Zustand einiger Wohnungen und am mangelnden Engagement der Vorbesitzer. Angaben zu den j\u00e4hrlichen Mieteinnahmen der SEG machte St\u00f6cklin nicht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Wohnturm gebe es mehr als 5500 Quadratmeter Wohnfl\u00e4che, in den Nebengeb\u00e4uden 4300 Quadratmeter plus 1200 Quadratmeter Ladenfl\u00e4chen. Der Eigentums\u00fcbergang soll bis zum Jahresende vollzogen sein. Danach wird die Stadt laut Baudezernent <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Andreas Kowol\" data-rtr-id=\"857e25d42f368e4bfb851edaa39ed808d9deb3ec\" data-rtr-score=\"58.060399829859634\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/andreas-kowol\" title=\"Andreas Kowol\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andreas Kowol<\/a> (Die Gr\u00fcnen) zun\u00e4chst \u201eordentlich aufr\u00e4umen\u201c und beispielsweise die nicht mehr fahrt\u00fcchtigen Autos entsorgen. \u201eEigentum verpflichtet\u201c, sagt St\u00f6cklin dazu.<\/p>\n<p>Sanierung kostet 15 Millionen Euro<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Planung der Revitalisierung des Ensembles wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Kowol rechnet damit, dass konkrete Arbeiten fr\u00fchestens in den Jahren 2027 und 2028 beginnen werden. Die Substanz des Hochhauses sei f\u00fcr die Revitalisierung geeignet, sagt St\u00f6cklin. Zu den erwarteten Sanierungskosten machte er keine Angaben. Nach Informationen der F.A.Z. k\u00f6nnte es bis zu 15 Millionen Euro kosten, um die Immobilie zu ert\u00fcchtigen. Dazu geh\u00f6rt auch die Sanierung der asbesthaltigen Fassade.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Mieter m\u00fcssten dann \u2013 zumindest zeitweise \u2013 ausziehen. Ein Teil der Nebengeb\u00e4ude, insbesondere die Ladenpassage, k\u00f6nnte abgerissen werden, um weitere 100 bis 130 Wohnungen zu bauen. Laut Kowol soll die Attraktivit\u00e4t des Schelmengraben-Zentrums an der Karl-Marx-Stra\u00dfe zudem mit der Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes erh\u00f6ht werden, f\u00fcr den mehr als 2000 Quadratmeter vorgesehen sind. Insgesamt w\u00fcrden rund 11.000 Quadratmeter der erworbenen Fl\u00e4che \u201eneu geordnet\u201c. Die Mieten sollten trotz Sanierung g\u00fcnstig bleiben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Kowol sieht die Chance, der \u201eGro\u00dfsiedlung\u201c Schelmengraben mit ihren rund 6000 Einwohnern neue Impulse zu geben und Missst\u00e4nde zu beheben, um eine positive Entwicklung anzusto\u00dfen. Es sei eine \u201eherausragende Wohnlandschaft\u201c im Gr\u00fcnen. St\u00f6cklin sagte, das Quartier habe ein gro\u00dfes Potential. Viele der Bewohner f\u00fchlten sich dort ausgesprochen wohl.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Oberb\u00fcrgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) meldete sich mit der Einsch\u00e4tzung zu Wort, dass der Kauf \u201eein deutliches Zeichen f\u00fcr soziale Verantwortung, st\u00e4dtebauliche Erneuerung und langfristige Perspektiven\u201c sei. Der Schelmengraben war vom Stadtplaner und Architekten Ernst May entworfen und in den Sechziger- und Siebzigerjahren errichtet worden. Von den rund 2500 Wohnungen sind viele im Eigentum der hessischen Wohnungsgesellschaft GWH.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Den Grad der Verwahrlosung kann die Stadtverwaltung nicht leugnen. 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