{"id":294787,"date":"2025-07-26T06:27:11","date_gmt":"2025-07-26T06:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294787\/"},"modified":"2025-07-26T06:27:11","modified_gmt":"2025-07-26T06:27:11","slug":"warken-will-anstieg-der-eigenanteile-bei-heimpflege-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294787\/","title":{"rendered":"Warken will Anstieg der Eigenanteile bei Heimpflege stoppen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.07.2025 03:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Pflege im Heim wird immer teurer, die Gesundheitsministerin will gegensteuern. Neben Reformen fordert sie auch Anstrengungen von den L\u00e4ndern und dem Finanzministerium ein &#8211; und schlie\u00dft eine st\u00e4rkere private Vorsorge nicht aus.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngesichts der Debatte um gestiegene\u00a0Eigenanteile\u00a0f\u00fcr Pflegeheime hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kostensenkende Ma\u00dfnahmen gefordert und die Bundesl\u00e4nder in die Pflicht genommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Mein Ziel ist, den rasanten Anstieg der Eigenanteile zu stoppen&#8220;, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &#8222;Vor allem die Kosten der Unterbringung sind teurer geworden, ebenso das Bauen.&#8220; Zu h\u00e4ufig w\u00fcrden Investitionskosten auf Bewohnerinnen und Bewohner abgew\u00e4lzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Au\u00dferdem sind die Auflagen f\u00fcrs Bauen von Heimen h\u00e4ufig zu streng&#8220;, kritisierte die Ministerin. Die L\u00e4nder m\u00fcssten ihre Vorschriften und Standards \u00fcberpr\u00fcfen. &#8222;Wir m\u00fcssen weg von zu starren Vorgaben und hin zu bezahlbareren Angeboten.&#8220; In einem neuen Pflegekompetenzgesetz sollen zudem M\u00f6glichkeiten neuer Wohnformen gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>    Reformkommission soll Zukunftsf\u00e4higkeit sichern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ministerin unterstrich zugleich den generellen Reformbedarf bei der Pflegeversicherung. Zwar sei diese eine gro\u00dfe Errungenschaft. &#8222;Mittlerweile klaffen Einnahmen und Ausgaben aber eklatant auseinander. So kann es nicht weitergehen&#8220;, sagte sie. Jetzt gehe es darum, das System zukunftsf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Reformkommission soll dazu Vorschl\u00e4ge machen. &#8222;Ende des Jahres rechne ich mit den Ergebnissen&#8220;, betonte Warken. Aus ihrer Sicht m\u00fcsse aber auch die private Vorsorge eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. &#8222;Die Pflegeversicherung wird auch in Zukunft nur einen Teil der Kosten abdecken k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Haushaltsmittel zur \u00dcberbr\u00fcckung?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie CDU-Politikerin fordert daher vor den anstehenden Verhandlungen \u00fcber den Haushalt 2026 mehr Steuermittel f\u00fcr Kranken- und Pflegeversicherung. &#8222;Mit den aktuellen Haushaltsans\u00e4tzen ist zu bef\u00fcrchten, dass im neuen Jahr die Beitr\u00e4ge sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der Pflegeversicherung steigen werden&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWarken verwies auf das Koalitionsziel, die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge stabil zu halten. &#8222;Diese Sozialversicherungen verdienen mehr Haushaltsmittel, auch um die Zeit zu \u00fcberbr\u00fccken, bis strukturelle Reformen greifen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Pflicht zur privaten Vorsorge nicht ausgeschlossen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ministerin schloss allerdings auch eine Pflicht zur privaten Pflegevorsorge nicht aus. &#8222;Die private Vorsorge sollte eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Die Pflegeversicherung wird auch in Zukunft nur einen Teil der Kosten abdecken k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuvor hatte bereits Kanzleramtsminister Thorsten Frei daran erinnert, dass die Pflegeversicherung nur ein &#8222;Teilleistungssystem&#8220; ist und vor zu hohen Erwartungen an Leistungen der Pflegeversicherung gewarnt. Es sei &#8222;nach wie vor notwendig, auch privat f\u00fcr den Pflegefall vorzusorgen&#8220;, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<\/p>\n<p>    ASB gegen private Vorsorges\u00e4ule<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritik an den Forderungen kommt unter anderem vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der sich gegen die Einf\u00fchrung einer privaten Vorsorges\u00e4ule f\u00fcr den Pflegefall aussprach, aber ebenfalls strukturelle Reformen bei der sozialen Pflegeversicherung anmahnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Kostenexplosion bei den Eigenanteilen f\u00fcr die Heimunterbringung zeige, dass man dringend eine grundlegende Reform des Pflegesystems brauche, sagte ASB-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Uwe Martin Fichtm\u00fcller den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<\/p>\n<p>    Sofortma\u00dfnahmen gefordert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Der ASB setzt sich deshalb seit Langem f\u00fcr eine solidarische Pflegevollversicherung ein. Halbherzige L\u00f6sungen sowie die Einf\u00fchrung einer verpflichtenden Pflegezusatzversicherung, \u00fcber die derzeit diskutiert wird, lehnt der ASB entschieden ab&#8220;, so Fichtm\u00fcller.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr forderte die Politik auf, Sofortma\u00dfnahmen zu ergreifen, bis eine gro\u00dfe Reform umgesetzt sei. Dazu geh\u00f6re eine gesetzliche Begrenzung der Eigenanteile, um Pflegebed\u00fcrftige vor weiteren Belastungen zu sch\u00fctzen. &#8222;Wir d\u00fcrfen die Menschen nicht im Stich lassen, die bereits jetzt an die Grenzen ihrer finanziellen M\u00f6glichkeiten sto\u00dfen&#8220;, sagte der ASB-Chef.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die steigenden Kosten bei gleichzeitig wachsender Bedeutung der h\u00e4uslichen Pflege d\u00fcrften nicht \u00fcbersehen werden. &#8222;Der ASB fordert deshalb dringend eine Einbeziehung der Verb\u00e4nde in die Bund-L\u00e4nder-Kommission&#8220;, erkl\u00e4rte Fichtm\u00fcller mit Blick auf die von Warken eigesetzte Kommission.<\/p>\n<p>    3.108 Euro Zuzahlung im Schnitt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie H\u00f6he der Eigenbeteiligung f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige in station\u00e4ren Einrichtungen ist im laufenden Jahr weiter gestiegen. Das geht aus einer Datenauswertung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) hervor. Demnach lag der Betrag, den Betroffene aus eigener Tasche bezahlen m\u00fcssen, zum 1. Juli 2025 um 8,3 Prozent h\u00f6her als ein Jahr zuvor.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Angaben zufolge m\u00fcssen Pflegebed\u00fcrftige inzwischen in Pflegeheimen im ersten Aufenthaltsjahr im Bundesdurchschnitt 3.108 Euro monatlich zahlen. Zum 1. Juli 2024 waren es noch 2.871 Euro pro Monat. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Kostensteigerung nannte der vdek steigende Personal- und Lebenshaltungskosten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.07.2025 03:43 Uhr Die Pflege im Heim wird immer teurer, die Gesundheitsministerin will gegensteuern. 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