{"id":294961,"date":"2025-07-26T08:09:11","date_gmt":"2025-07-26T08:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294961\/"},"modified":"2025-07-26T08:09:11","modified_gmt":"2025-07-26T08:09:11","slug":"leipziger-habichtskaeuze-auf-dem-weg-nach-oesterreich-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/294961\/","title":{"rendered":"Leipziger Habichtsk\u00e4uze auf dem Weg nach \u00d6sterreich \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Abschied mit gro\u00dfer Mission: Die beiden im Zoo Leipzig geschl\u00fcpften Habichtskauz-K\u00fcken haben die Messestadt in Richtung \u00d6sterreich verlassen. Die knapp drei Monate alten Jungv\u00f6gel sind Bestandteil eines gro\u00dfangelegten Wiederansiedlungsprojektes, das den Fortbestand der Art in den \u00f6sterreichischen W\u00e4ldern sichern soll.<\/p>\n<p>Die Habichtskauz-Wiederansiedlung wird von einem Forscherteam rund um den Ornithologen Richard Zink am Konrad-Lorenz-Institut f\u00fcr Vergleichende Verhaltensforschung der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien geleitet und von zahlreichen Institutionen und Zoos unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Ziel ist der Aufbau einer stabilen Population, die zusammen mit anderen Vorkommensgebieten in den Alpen und angrenzenden L\u00e4ndern den Genfluss innerhalb der europ\u00e4ischen Metapopulation gew\u00e4hrleistet. So soll das \u00dcberleben der seltenen Gro\u00dfeule, die Mitte des 20. Jahrhundert in Deutschland und \u00d6sterreich zwischenzeitlich als ausgerottet galt, wieder nachhaltig m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p>Leipzigs Kurator Ruben Holland und Artenschutzreferent Michael Meyerhoff haben den kauzigen Nachwuchs in dieser Woche nach \u00d6sterreich gebracht. Dort wird er zun\u00e4chst in einer Auswilderungsvoliere im Ansiedlungsgebiet Wienerwald eingew\u00f6hnt, bevor er dann im nat\u00fcrlichen Lebensraum selbstst\u00e4ndig \u00fcberleben muss. Die ausgewilderten Habichtsk\u00e4uze werden vom Projektteam engmaschig \u00fcberwacht und in der Anfangszeit auch mit Futterportionen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>\u201eWir sind stolz darauf, mit unserer Erstzucht bei den Habichtsk\u00e4uzen dieses wichtige Projekt unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr den Erhalt bedrohter Arten arbeiten Zoos eng mit Initiativen und Projekten in den nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen zusammen. Diese Symbiose ist es, die die gemeinsamen Anstrengungen f\u00fcr den Artenschutz erfolgreich macht\u201c, sagt Artensch\u00fctzer Meyerhoff.<\/p>\n<p>Nach der erfolgreichen Auswilderung von Feldhamstern im vergangenen und diesem Jahr im Norden von Leipzig ist die \u00dcbergabe der Habichtsk\u00e4uze an das \u00f6sterreichische Projekt ein weiterer Erfolg f\u00fcr die Artenschutzarbeit des Zoos Leipzig. Nicht zuletzt zeige die Bereitstellung der Jungv\u00f6gel, wie wichtig es ist, dass Tierarten f\u00fcr Wiederansiedlungsprojekte in Zoos bewahrt werden, betont der Zoo Leipzig.<\/p>\n<p>Der Habichtskauz ist in der europ\u00e4ischen Vogelschutzrichtlinie als streng bedroht gelistet und die EU-Mitglieder sind somit zu Schutzma\u00dfnahmen verpflichtet.<\/p>\n<p>Lebensraum als Grundvoraussetzung<\/p>\n<p>Die Ausweisung von Schutzgebieten und sukzessive die Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Abl\u00e4ufe in der Waldbewirtschaftung verbesserten die Lebensbedingungen f\u00fcr den Habichtskauz in \u00d6sterreich in den letzten 20 Jahren. Die Auswahl der \u00f6sterreichischen Auswilderungsorte fiel auf die Schutzgebiete \u201eBiosph\u00e4renpark Wienerwald\u201c und \u201eWildnisgebiet D\u00fcrrenstein\u201c, die aufgrund \u00f6kologisch besonders wertvoller Waldbest\u00e4nde den Neuank\u00f6mmlingen optimale \u00dcberlebensbedingungen bieten. Das Projekt orientiert sich an der erfolgreichen Wiederansiedlung, die seit den 1970er Jahren im Nationalpark Bayrischen Wald stattfand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Abschied mit gro\u00dfer Mission: Die beiden im Zoo Leipzig geschl\u00fcpften Habichtskauz-K\u00fcken haben die Messestadt in Richtung \u00d6sterreich verlassen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":294962,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[5252,3364,29,30,71,859,7962],"class_list":{"0":"post-294961","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-artenschutz","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-leipzig","13":"tag-sachsen","14":"tag-zoo-leipzig"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114918520484630424","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=294961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294961\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/294962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=294961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=294961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=294961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}