{"id":295077,"date":"2025-07-26T09:11:14","date_gmt":"2025-07-26T09:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295077\/"},"modified":"2025-07-26T09:11:14","modified_gmt":"2025-07-26T09:11:14","slug":"mobilitaet-e-auto-zulassungen-steigen-weltweit-deutschland-beklagt-unklare-bedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295077\/","title":{"rendered":"Mobilit\u00e4t: E-Auto-Zulassungen steigen weltweit \u2013 Deutschland beklagt unklare Bedingungen"},"content":{"rendered":"<p>Der weltweite Verkauf von Elektroautos zieht im ersten Halbjahr wieder st\u00e4rker an \u2013 auch in Europa. Dennoch f\u00e4llt der Kontinent weiter zur\u00fcck. Und die Zukunft der deutschen Autobranche ist weiter offen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die weltweiten Elektroautoneuzulassungen steigen wieder schneller. Im ersten Halbjahr waren es mehr als 5,9 Millionen rein batteriebetriebene Stromer (BEV), wie eine Analyse von \u201ePricewaterhouse Coopers\u201c (PwC) zeigt. Das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: im Gesamtjahr 2024 hatte der Absatz nur um gut 14 Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Auch in Europa sieht das Beratungsunternehmen eine \u201eRenaissance\u201c der Elektroautos. Hier wurden 1,2 Millionen Elektroautos verkauft \u2013 ein Rekord f\u00fcr ein erstes Halbjahr und ein Plus von 25 Prozent. Dazu d\u00fcrfte auch Druck durch die versch\u00e4rften CO\u2082-Flottengrenzwerte beigetragen haben. <\/p>\n<p>Dennoch verliert der Kontinent als Elektroautomarkt weiter an Bedeutung \u2013 schlicht, weil andere M\u00e4rkte noch schneller wachsen, insbesondere China. Das Land kann seine Dominanz weiter ausbauen, da es hier um 47 Prozent auf gut 3,7 Millionen BEVs nach oben geht. \u201eVon dieser enormen Dynamik profitieren die deutschen Autobauer kaum\u201c, hei\u00dft es dazu von PwC. \u201eIm ersten Halbjahr setzten sie in China 32 Prozent weniger BEVs ab als im gleichen Zeitraum 2024.\u201c Allerdings h\u00e4tten sie gleichzeitig in Europa deutlich zugelegt.<\/p>\n<p>Platz drei der weltweiten M\u00e4rkte hinter China und Europa nehmen die USA ein. 592.000 Neuzulassungen sind hier aber nur ein vergleichsweise schwaches Wachstum von sieben Prozent.  Betrachtet man die europ\u00e4ischen L\u00e4nder einzeln, kommt Deutschland mit 249.000 BEVs derzeit wieder auf den weltweiten Platz drei, den es zwischenzeitlich an das Vereinigte K\u00f6nigreich verloren hatte, das mit 225.000 Autos nun auf Rang vier liegt.<\/p>\n<p>Hersteller unter Druck<\/p>\n<p>Trotz der guten Zahlen in Europa sei f\u00fcr die deutschen Hersteller \u201eunklar, wie die Transformation tats\u00e4chlich aussieht\u201c, sagt Felix Kuhnert von PwC. \u201eSetzt man komplett auf eine Technologie oder weiterhin mit dem Verbrenner und dem Elektroauto auf zwei parallele Pfade mit entsprechenden Kosten und Innovationserwartungen?\u201c Emissionsfreies Fahren werde von Politik und Gesellschaft gefordert, der Kapitalmarkt hingegen erwarte nach den Anfangsinvestitionen in die Elektromobilit\u00e4t nun rentable Gesch\u00e4ftsmodelle.<\/p>\n<p>Dabei spielen auch die US-Z\u00f6lle eine Rolle, diese schm\u00e4lerten bereits den operativen Gewinn des s\u00fcdkoreanischen Fahrzeug-Herstellers Hyundai in den vergangenen Monaten um umgerechnet gut 600 Millionen Dollar. Im laufenden Vierteljahr werde der Effekt noch gr\u00f6\u00dfer ausfallen. <\/p>\n<p>US-Konkurrent General Motors bezifferte die Belastungen mit 1,1 Milliarden Dollar. Dem Elektroauto-Pionier Tesla brockten die US-Z\u00f6lle den gr\u00f6\u00dften Umsatzeinbruch seit mehr als einem Jahrzehnt ein. Firmenchef Elon Musk warnte daraufhin vor \u201eeinigen rauen Quartalen\u201c und beschwor die Rolle selbstfahrender Autos f\u00fcr die Zukunft von Tesla. Der Konzern hatte erst von wenigen Wochen seinen ersten Robotaxi-Dienst in der Innenstadt von Austin gestartet \u2013 mit einer \u201eHandvoll\u201c Autos, von Tesla handverlesenen Kunden und Aufpassern auf dem Beifahrersitz.<\/p>\n<p>Vorsicht vor Abh\u00e4ngigkeiten<\/p>\n<p>Kuhnert warnt allerdings: Setzten die Hersteller alles auf diese Karte, k\u00f6nne die Abh\u00e4ngigkeit von Asien f\u00fcr einige Teile der Lieferkette zum Risiko werden. \u201eSeltene Erden und Materialien wie Lithium sind die Grundlagen der Elektromobilit\u00e4t und entwickeln sich zunehmend zur strategischen Achillesferse Europas\u201c, sagt J\u00f6rn Neuhausen <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.strategyand.pwc.com\/de\/en\/industries\/automotive\/electric-vehicle-sales-review-q1-2025.html\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.strategyand.pwc.com\/de\/en\/industries\/automotive\/electric-vehicle-sales-review-q1-2025.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">von der zu PwC geh\u00f6renden Beratung \u201eStrategy &amp;\u201c<\/a>. <\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Regierungen und die Automobilindustrie m\u00fcssten dringend \u201ezusammenarbeiten und eine vorausschauende Rohstoffstrategie etablieren\u201c, mahnt er. \u201eNeben dem Aufbau eigener Wertsch\u00f6pfungsketten in Europa kommt es auf die Diversifizierung der bestehenden Bezugsquellen an, um Abh\u00e4ngigkeiten zu reduzieren und die Nachfrage langfristig zu sichern.\u201c<\/p>\n<p>Reuters\/dpa\/kami<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der weltweite Verkauf von Elektroautos zieht im ersten Halbjahr wieder st\u00e4rker an \u2013 auch in Europa. 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