{"id":295434,"date":"2025-07-26T12:27:11","date_gmt":"2025-07-26T12:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295434\/"},"modified":"2025-07-26T12:27:11","modified_gmt":"2025-07-26T12:27:11","slug":"tausende-wollen-bei-christopher-street-day-zeichen-fuer-vielfalt-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295434\/","title":{"rendered":"Tausende wollen bei Christopher Street Day Zeichen f\u00fcr Vielfalt setzen"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Keine Regenbogenflagge auf dem Bundestag, aber Zehntausende Menschen auf den Stra\u00dfen: Mit politischen Forderungen zum besseren Schutz queerer Menschen und Protesten gegen Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> (CDU) hat der Christopher Street Day (CSD) in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> begonnen. Das Motto des diesj\u00e4hrigen CSD lautet \u201eNie wieder still\u201c. Schon zu Beginn versammelten sich Zehntausende auf der Leipziger Stra\u00dfe in Berlin-Mitte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf Schildern der Demonstrierenden und in den Redebeitr\u00e4gen bei der Er\u00f6ffnung ging es um die politischen Debatten \u00fcber das Hissen der Regenbogenfahne auf dem Bundestag. Unter Jubel begr\u00fc\u00dfte Bundestagsvizepr\u00e4sident Omid Nouripour die Teilnehmenden mit den Worten \u201eHallo, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/zirkus\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zirkus<\/a>!\u201c &#8211; offenbar in Anspielung auf Merz. Dieser hatte die Entscheidung von Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (beide CDU), zum CSD keine Regenbogen-Flagge auf dem Bundestag zu hissen, mit den Worten verteidigt: \u201eDer Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt.\u201c<\/p>\n<p>Ohne queeres Bundestagsnetzwerk      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anders als in vergangenen Jahren beteiligt sich das queere Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung dieses Jahr nicht am CSD. Die Verwaltungsspitze hatte der Gruppe eine Teilnahme untersagt. Aus Protest gegen diese Entscheidung hatten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schilder dabei, auf denen stand: \u201eWir sind leider nicht dabei &#8211; Hier w\u00e4re das Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung mitgelaufen\u201c.<\/p>\n<p>Tausende Teilnehmer, rund 80 Trucks      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit rund 80 Trucks und mehr als 100 Gruppen soll der Zug vom Leipziger Platz \u00fcber den Potsdamer Platz bis zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/brandenburger-tor\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brandenburger Tor<\/a> f\u00fchren. Die Veranstalter rechnen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der CSD will ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und f\u00fcr die Sichtbarkeit queerer Menschen setzen \u2013 auch als Antwort auf zunehmende rechtsextreme Anfeindungen und politischen Gegenwind. \u201eHass ist krass, doch Liebe ist krasser\u201c lautet eine der zentralen Botschaften.<\/p>\n<p>Reunion von Girlgroup Monrose      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Zielort der Demonstration ist eine gro\u00dfe Abschlusskundgebung geplant, es gibt verschiedene B\u00fchnen mit Live-Musik. Einer der Hauptacts ist die deutsche Girlgroup Monrose (\u201eHot Summer\u201c), die nach Angaben der Veranstalter seit mehr als zehn Jahren nicht mehr zusammen auf der B\u00fchne stand. Die S\u00e4ngerinnen Bahar Kizil und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/senna-gammour\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Senna Gammour<\/a> treten um 22 Uhr auf. Die Dritte im Bund, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mandy-capristo\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mandy Capristo<\/a>, ist nicht dabei.<\/p>\n<p>Immer h\u00e4ufiger Gewalttaten aus rechtsextremistischem Milieu       <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Polizei k\u00fcndigte an, mit rund 1300 Kr\u00e4ften im Einsatz zu sein. Hinzu kommen etwa 1000 private Sicherheitskr\u00e4fte sowie rund 280 Sanit\u00e4terinnen und Sanit\u00e4ter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDer CSD am Wochenende ist ein absoluter Gro\u00dfeinsatz, bei dem im Jahr 2025 sicherheitsrelevante Fragen gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen, die vor Jahren noch keine Rolle gespielt haben\u201c, sagte der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gerade aus dem rechtsextremistischen Milieu gebe es immer h\u00e4ufiger gezielte Gewalttaten gegen die queere Community. Zum Teil gebe es organisierte Gruppen, bei denen Mitstreiter extra nach Berlin anreisten, weshalb man selbstverst\u00e4ndlich jegliche Kundgebungen in der N\u00e4he im Blick haben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Gegendemonstrationen geplant      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei einer Gegendemonstration \u201egegen den CSD-Terror\u201c versammelten sich am Sch\u00f6neberger Ufer gegen 11.30 Uhr nach Angaben der Polizei 30 bis 50 Personen. Es gab Banner der Gruppe \u201eDeutsche Jugend Voran\u201c, die der Berliner Verfassungsschutz als rechtsextrem und gewaltorientiert einstuft. Die Polizei sichert die Demonstration mit Einsatzkr\u00e4ften und Absperrgittern ab.<\/p>\n<p>Mehrere tausend Menschen beim Community Dyke* March      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bereits am Freitagabend (25. Juli) waren rund 4600 Menschen nach Sch\u00e4tzungen der Polizei beim Community Dyke* March durch Berlin gezogen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich besonders f\u00fcr die Sichtbarkeit von Lesben eingesetzt. Die Stimmung war friedlich und ausgelassen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Demonstration hatte am Nachmittag mit Reden und Live-Musik am Oranienplatz begonnen. Sp\u00e4ter bewegte sich der Zug durch <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kreuzberg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kreuzberg<\/a> und Neuk\u00f6lln in Richtung Treptower Park. Die Veranstaltung war laut Polizei bis 21 Uhr angemeldet.<\/p>\n<p>Polizei mit Gro\u00dfaufgebot vor Ort      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie ein Polizeisprecher auf der Plattform X mitteilte, war die Polizei mit rund 600 Kr\u00e4ften im Einsatz, unterst\u00fctzt von Beamtinnen und Beamten aus Nordrhein-Westfalen. Es habe drei freiheitsbeschr\u00e4nkende beziehungsweise freiheitsentziehende Ma\u00dfnahmen gegeben: eine wegen einer Ordnungswidrigkeit, zwei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger oder terroristischer Organisationen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Teilweise hat es Solidarit\u00e4tsbekundungen mit Pal\u00e4stina und Rufe wie \u201eFree Palestine\u201c gegeben. Im Vordergrund haben jedoch Aufrufe zu Toleranz und Vielfalt gestanden. Die Demonstration ist in diesem Jahr erstmals von einem neuen Team organisiert worden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Demonstration findet j\u00e4hrlich vor dem Christopher Street Day (CSD) statt. Das englische Wort \u201eDyke\u201c bedeutet in etwa \u201eKampflesbe\u201c und wird heute h\u00e4ufig als Eigenbezeichnung verwendet. F\u00fcr die Veranstalter steht der Begriff eigenen Angaben zufolge unter anderem auch f\u00fcr Transsexuelle und nicht-bin\u00e4re Personen.<\/p>\n<p>                        <a class=\"absolute bottom-0 inset-x-0 z-10 group\/link before:float-left after:clear-both flex justify-end items-end print:hidden\" href=\"https:\/\/rp-online.de\/imgs\/32\/2\/3\/8\/4\/6\/7\/9\/7\/3\/tok_72c1553a1f35b447b4b5cef50809bc41\/w1900_h1266_x1024_y682_DPA_dpa_bxkqghsg44-v4-ax-s2048-976a43f76b22a5ce.jpeg\" title=\"Vergr\u00f6\u00dferte Ansicht\" aria-describedby=\"park-figure-\" data-enlargable=\"image\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                            <\/a><\/p>\n<p>                <img loading=\"lazy\" class=\"inset-0 w-full h-full object-cover opacity-0 transition-opacity animated\" onload=\"this.style.opacity = '1';\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/w2048_h1365_x1024_y682_DPA_dpa_bxkqghsg44-v4-ax-s2048-976a43f76b22a5ce.jpeg\"   alt=\" Tausende wollen in Berlin beim CDS ein Zeichen f\u00fcr Vielfalt setzen. \" width=\"2048\" height=\"1365\" decoding=\"async\" data-park-image-img=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"block font-sans text-30 text-black-almost dark:text-white-almost desktop:text-40 desktop:[.floated_&amp;]:text-30 mt-3 desktop:[.floated_&amp;]:mt-3 desktop:mt-4\"> Tausende wollen in Berlin beim CDS ein Zeichen f\u00fcr Vielfalt setzen. <\/p>\n<p>    Foto: Hannes P. Albert\/dpa\/Hannes P Albert  <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Christopher Street Day findet jedes Jahr in vielen St\u00e4dten in aller Welt statt und erinnert an Ereignisse am 28. Juni 1969 in New York: Polizisten st\u00fcrmten damals die Bar \u201eStonewall Inn\u201c in der Christopher Street und l\u00f6sten dadurch mehrt\u00e4gige Proteste von Schwulen, Lesben und Transmenschen aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Keine Regenbogenflagge auf dem Bundestag, aber Zehntausende Menschen auf den Stra\u00dfen: Mit politischen Forderungen zum besseren Schutz queerer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":295435,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[30546,296,19008,3105,29,30,10759,61732,86427,14630,20179,7903],"class_list":{"0":"post-295434","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-csd","9":"tag-berlin","10":"tag-christopher","11":"tag-day","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-hass","15":"tag-krass","16":"tag-krasser","17":"tag-reunion","18":"tag-street","19":"tag-tausende"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114919535234080396","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=295434"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295434\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/295435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=295434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=295434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=295434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}