{"id":295606,"date":"2025-07-26T14:02:10","date_gmt":"2025-07-26T14:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295606\/"},"modified":"2025-07-26T14:02:10","modified_gmt":"2025-07-26T14:02:10","slug":"wirtschaftsministerin-reiche-fordert-laengere-lebensarbeitszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/295606\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsministerin Reiche fordert l\u00e4ngere Lebensarbeitszeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.07.2025 15:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Deutschland stehen die Sozialsysteme unter Druck: Wirtschaftsministerin Reiche will gegensteuern und pocht darauf, dass die Lebensarbeitszeit steigt. Aus ihrer eigenen Partei und von Sozialverb\u00e4nden kommt heftiger Widerspruch.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in seiner Regierungserkl\u00e4rung eine Debatte um die Arbeitszeit in Deutschland angesto\u00dfen: Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance lasse sich der Wohlstand nicht halten, erkl\u00e4rte er. Nun legt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nach. &#8222;Wir m\u00fcssen mehr und l\u00e4nger arbeiten&#8220;, forderte sie in einem <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/katherina-reiche-cdu-im-f-a-z-gespraech-wir-koennen-nicht-ein-drittel-des-erwachsenenlebens-in-rente-verbringen-110608178.html\" title=\"Reiche: &quot;Wir k\u00f6nnen nicht ein Drittel des Erwachsenenlebens in Rente verbringen&quot;\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Der demographische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machen es unumg\u00e4nglich: Die Lebensarbeitszeit muss steigen&#8220;, sagte die CDU-Politikerin. Es k\u00f6nne auf Dauer nicht gut gehen, nur zwei Drittel des Erwachsenenlebens zu arbeiten und ein Drittel in der Rente zu verbringen. Leider verweigerten sich zu viele zu lange der demographischen Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>    Reiche sieht Vereinigte Staaten als Vorbild<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDaher m\u00fcssten Anreize f\u00fcr Fr\u00fchverrentungen gestoppt werden, sagte Reiche &#8211; ohne ausdr\u00fccklich ein Ende der vorzeitigen Rente f\u00fcr langj\u00e4hrige Versicherte zu fordern, bekannt unter dem Namen Rente mit 63. Es gebe viele Besch\u00e4ftigte in k\u00f6rperlich anstrengenden Berufen. Es gebe aber auch viele, die l\u00e4nger arbeiten wollten und k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings h\u00e4lt Reiche die sozialen Sicherungssysteme bereits jetzt f\u00fcr \u00fcberlastet. Nach Einsch\u00e4tzung der Wirtschaftsministerin reichen die im Koalitionsvertrag vereinbarten Reformen nicht aus. &#8222;Die Kombination aus Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben machen den Faktor Arbeit in Deutschland auf Dauer nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig&#8220;, sagte Reiche.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnternehmen mit US-Standort berichteten, dass deren Besch\u00e4ftigte in den USA 1.800 Stunden pro Jahr arbeiteten, in Deutschland aber nur 1.340 Stunden, so Reiche. &#8222;Im internationalen Vergleich arbeiten die Deutschen im Durchschnitt wenig.&#8220;<\/p>\n<p>    CDA: Keine Grundlage im Koalitionsvertrag<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritik an den Aussagen kommt vom CDU-Sozialfl\u00fcgel. CDA-Bundesvize Christian B\u00e4umler sieht Reiche als Fremdk\u00f6rper in der Bundesregierung. Ihre Forderungen h\u00e4tten keine Grundlage im Koalitionsvertrag. &#8222;Wer als Wirtschaftsministerin nicht realisiert, dass Deutschland eine hohe Teilzeitquote und damit eine niedrige durchschnittliche Jahresarbeitszeit hat, ist eine Fehlbesetzung&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Sozialverband Deutschland (SoVD) \u00fcbte ebenfalls Kritik. Durch ein m\u00f6gliches Credo, dass die Menschen l\u00e4nger arbeiten k\u00f6nnten, d\u00fcrfe es nicht &#8222;zu einer Anhebung des Renteneintrittsalters durch die Hintert\u00fcr kommen&#8220;, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Eine Stabilisierung des Rentensystems k\u00f6nne nur eine Erwerbst\u00e4tigenversicherung bringen, die Beamte und Abgeordnete in die gesetzliche Rente einbeziehe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte vor einer Erh\u00f6hung des Rentenalters. &#8222;F\u00fcr\u00a0gute Renten\u00a0muss jetzt auf der Einnahmeseite der Rentenversicherung mehr reinkommen&#8220;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die M\u00fctterrente m\u00fcssten aus Steuergeldern und nicht aus der Rentenkasse bezahlt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen\u00a0Hans-Joachim Vieweger, ARD-Hauptstadtstudio<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.07.2025 15:19 Uhr In Deutschland stehen die Sozialsysteme unter Druck: Wirtschaftsministerin Reiche will gegensteuern und pocht darauf,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":263297,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1141,29,30,13,14,15,4433,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-295606","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-arbeitszeit","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-reiche","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114919908514709051","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=295606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/263297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=295606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=295606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=295606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}