{"id":29580,"date":"2025-04-13T20:52:08","date_gmt":"2025-04-13T20:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/29580\/"},"modified":"2025-04-13T20:52:08","modified_gmt":"2025-04-13T20:52:08","slug":"drei-buchtipps-fuer-ostern-was-weird-girl-fiction-so-besonders-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/29580\/","title":{"rendered":"Drei Buchtipps f\u00fcr Ostern: Was Weird Girl Fiction so besonders macht"},"content":{"rendered":"<p paraeid=\"{0e45c9fb-2c34-4ca6-8955-62f503b81798}{87}\" paraid=\"1503912141\">Die Ferien stehen vor der T\u00fcr und es bleiben noch ein paar Tage, um sich beim Buchh\u00e4ndler oder der Buchh\u00e4ndlerin des Vertrauens mit den passenden B\u00fcchern f\u00fcr eine entspannte Zeit in der Sonne einzudecken. Wer daf\u00fcr etwas Neues und Erfrischendes sucht, etwas anderes als den gewohnten Krimi, der sollte unbedingt Weird Girl Fiction ausprobieren.<\/p>\n<p>Weird Girl Fiction\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Weird Girl Fiction besch\u00e4ftigt sich mit weiblichen Perspektiven, ohne dabei in stereotype Geschlechterrollen zu verfallen. Stattdessen sind die weiblichen Figuren laut, stark und authentisch und scheren sich wenig um die Meinung anderer. Oft geht es um Gruppendynamiken, um Metamorphosen, um eine animalische und wilde Seite der Figuren.<\/p>\n<p>Die B\u00fccher behandeln auch ernste Themen, sind aber von Leichtigkeit gepr\u00e4gt, zeigen Absurdes und Skurriles. Die Bezeichnung &#8222;weird&#8220;, ein eigentlich negativ besetzter Begriff, der so viel wie &#8222;seltsam&#8220; oder &#8222;komisch&#8220; bedeutet, wird von den Figuren in fast feministischer Manier angeeignet.<\/p>\n<p>Drei Buchempfehlungen aus dem Genre Weird Girl Fiction:\u00a0<\/p>\n<p>1. Tess Gunty: Der Kaninchenstall\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Eine verarmte amerikanische Kleinstadt im Rust Belt, ein trostloser, heruntergekommener Wohnblock, eine Wohngemeinschaft von vier Teenagern ohne Familie und ohne Hoffnung. Blandine, die Hauptfigur des Buches, erlebt auf den ersten Seiten eine katastrophale Situation, ohne dass klar wird, was eigentlich passiert ist. Wie konnte es so weit kommen? \u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Der Kaninchenstall ist ein Weird Girl-Roman, ein Thriller, ein Krimi, ein Who done it. Tess Gunty erz\u00e4hlt darin aus verschiedenen Perspektiven und in Zeitspr\u00fcngen Blandines Geschichte, die nicht nur schwer wiegt, sondern auch skurril und unterhaltsam ist.\u00a0<\/p>\n<p>Nach und nach werden die Zusammenh\u00e4nge aufgerollt und die Charaktere entwickelt, die Spannung steigt, bis man am Ende des Buches wieder bei der Szene aus dem ersten Kapitel angelangt ist. Schon nach wenigen Seiten m\u00f6chte man &#8222;Kaninchenstall&#8220; nicht mehr aus der Hand legen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.buch7.de\/produkt\/der-kaninchenstall-tess-gunty\/1048827331?ean=9783462007138&amp;partner=sonntagsblatt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier &#8222;Der Kaninchenstall&#8220; beim sozialen Buchhandel Buch7 bestellen<\/a><\/p>\n<p>2. Anne Serre:\u00a0Die Gouvernanten<\/p>\n<p>In einer einsamen Villa, umgeben von hohen B\u00e4umen, leben sie, die drei Gouvernanten. W\u00e4hrend die Jungen im Garten herumtollen und weitgehend sich selbst \u00fcberlassen sind, k\u00fcmmern sich die Gouvernanten umso mehr um die M\u00e4nner, die ab und zu am Zaun des Anwesens vorbeischauen, und um den alten Greis mit seinem Fernrohr. \u00a0<\/p>\n<p>Das Buch ist unterhaltsam, skurril und l\u00e4dt dazu ein, sich einer verhei\u00dfungsvoll sommerlichen und lustvollen Stimmung hinzugeben. Es geht um Erotik, weibliches Begehren, die Macht der Blicke und die Lust am Spiel.\u00a0<\/p>\n<p>In m\u00e4rchenhaftem Stil malt die franz\u00f6sische Autorin Anne Serre opulente Bilder, die die Lesenden ins 20. Jahrhundert entf\u00fchren und irgendwo zwischen Melancholie, Leichtigkeit und Komik enden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.buch7.de\/produkt\/die-gouvernanten-anne-serre\/1050162515?ean=9783293710276&amp;partner=sonntagsblatt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier &#8222;Die Gouvernanten&#8220; beim sozialen Buchhandel Buch7 bestellen<\/a><\/p>\n<p>3. Rachel Yoder:\u00a0Nightbitch\u00a0<\/p>\n<p>Eine junge Mutter hat ihren Beruf als Galeristin aufgegeben, um sich ganz der Betreuung ihres zweij\u00e4hrigen Sohnes zu widmen. Ihr Mann ist unter der Woche auf Gesch\u00e4ftsreise und \u00fcbernimmt auch am Wochenende kaum Verantwortung f\u00fcr das Kind.<\/p>\n<p>Im Laufe des Buches entdeckt die Mutter etwas Animalisches in sich, verwandelt sich nachts in ein Tier. Diese Verwandlung gibt ihr Leichtigkeit und erm\u00f6glicht es ihr, dem unglaublichen Druck und der schweren Erwartung, eine gute Mutter zu sein, zu entkommen. \u00a0<\/p>\n<p>Rachel Yoder zeigt uns ungeschminkt, was es bedeutet, die F\u00fcrsorge f\u00fcr ein kleines Kind zu \u00fcbernehmen. Schon beim Lesen f\u00fchlt man sich an manchen Stellen durch das Verhalten des Zweij\u00e4hrigen herausgefordert. Als Ausgleich dient die hintergr\u00fcndige Handlung der Geschichte, die eine Form von wilder Spiritualit\u00e4t in Verbindung mit dem K\u00f6rper zum Ausdruck bringt.<\/p>\n<p>\u00a0Man erkennt, wie animalisch das Kinderkriegen und -erziehen eigentlich ist und wie wenig gute Mutterschaft mit einer sauberen K\u00fcche zu tun hat. \u00a0Ein Buch, das aufr\u00fcttelt, ohne belehrend oder allzu politisch sein zu wollen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.buch7.de\/produkt\/nightbitch-rachel-yoder\/1046777651?ean=9783608986877&amp;partner=sonntagsblatt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier &#8222;Nightbitch&#8220; im sozialen Buchhandel Buch7 bestellen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ferien stehen vor der T\u00fcr und es bleiben noch ein paar Tage, um sich beim Buchh\u00e4ndler oder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29581,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[3274,1784,1785,29,214,9485,30,5508,14,15,575,9486,215],"class_list":{"0":"post-29580","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-kirche","9":"tag-books","10":"tag-buecher","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-evangelisch","14":"tag-germany","15":"tag-journalismus","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-religion","19":"tag-sonntagsblatt","20":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114332640611647831","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29580"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29580\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}