{"id":296,"date":"2025-03-31T05:01:31","date_gmt":"2025-03-31T05:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296\/"},"modified":"2025-03-31T05:01:31","modified_gmt":"2025-03-31T05:01:31","slug":"stellen-ja-auch-nicht-wodka-ins-kinderzimmer-philologen-fuer-strenge-handy-verbote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296\/","title":{"rendered":"\u201eStellen ja auch nicht Wodka ins Kinderzimmer\u201c: Philologen f\u00fcr strenge Handy-Verbote"},"content":{"rendered":"<p>BERLIN. <strong>Der Philologenverband begr\u00fc\u00dft Bestrebungen der Politik, die ausufernde private Nutzung von Smartphones in der Schule einzuschr\u00e4nken. Bundesvorsitzende Prof. Susanne Lin-Klitzing sagt: \u201ePrivathandys geh\u00f6ren nicht in den Unterricht! Die Schule muss wieder ein Ort der gesch\u00fctzten Kommunikation werden!\u201c\u00a0 Dem Landesverband Rheinland-Pfalz reicht es allerdings nicht, allein die Schulen in den Blick zu nehmen \u2013 er m\u00f6chte Handys grunds\u00e4tzlich aus Kinderzimmern verbannen. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-146384\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/shutterstock_2140311961-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"696\" height=\"464\"  \/>Weg damit. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock<\/p>\n<p>Studien zeigten, so Lin-Klitzing, dass st\u00e4ndige Ablenkung durch Nachrichten, soziale Medien und Spiele die Konzentrationsf\u00e4higkeit erheblich mindert und nachhaltiges Lernen erschwert. Zudem beg\u00fcnstige die permanente Verf\u00fcgbarkeit digitaler Kommunikation Mobbing, Cyberbullying und sozialen Druck unter Jugendlichen. Auch das soziale Miteinander in der Klasse leide, wenn der Blick h\u00e4ufiger auf das Display als auf das Gegen\u00fcber gerichtet ist.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir Bildung ernst nehmen, m\u00fcssen wir auch die Lernumgebung konsequent sch\u00fctzen\u201c, so Lin-Klitzing weiter. \u201eIn der Schule sollen alle die M\u00f6glichkeit haben, sich intensiv mit Bildungsinhalten auseinanderzusetzen. Eine private Nutzung von Smartphones ist dabei hinderlich und st\u00f6rend \u2013 sowohl f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte als auch f\u00fcr Mitsch\u00fcler und Mitsch\u00fclerinnen.\u201c<\/p>\n<p>Auch in anderen Staaten wie in Frankreich, Italien und Gro\u00dfbritannien gebe es \u00e4hnliche Bestrebungen mit dem Ziel, Konzentration, soziale Interaktion und den Lernerfolg zu f\u00f6rdern. Diese internationalen Beispiele zeigen: Die Debatte um die Rolle von Smartphones an Schulen ist kein rein deutsches Thema. Lin-Klitzing betont: \u201eSchule ist kein digitaler Marktplatz f\u00fcr soziale Netzwerke \u2013 sie muss ein Raum f\u00fcr Bildung, Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und respektvollen Austausch bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Philologenverband Rheinland-Pfalz weist auf die gravierenden Folgen eines ausufernden Smartphone-Gebrauchs hin. Psychologen und Psychiater wie Dr. Alexander Jatzko, ehemals Chefarzt des Westpfalzklinikums in Kaiserslautern, wiesen seit Jahren in Kooperation mit ihm auf die Problematik eines ausufernden Smartphone-Gebrauchs hin. Die Folgen seien:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Lernbeeintr\u00e4chtigungen:<\/strong> \u201eIntensives Smartphone- oder Computer-Zocken l\u00f6scht kurz zuvor Gelerntes. Nach dem Lernen sollten stattdessen beruhigende Aktivit\u00e4ten wie Spazierg\u00e4nge oder Spiele in der Natur folgen.\u201c<\/li>\n<li><strong>Psychische Auswirkungen:<\/strong> \u201eDie Dopamin-Aussch\u00fcttung bei Spielen, Likes bei den sozialen Medien etc. f\u00fchren nicht nur in Ausnahmef\u00e4llen, sondern in der Regel dazu, dass Benutzer weiterspielen bzw. weiterklicken. Psychiater stellen als Folge \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Medienkonsums vermehrt Depressionen fest. Unkonzentriertheit und schlechte Leistungen in der Schule durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Computer- und Smartphonenutzung sind Erscheinungen, die in den letzten Jahren ebenfalls in be\u00e4ngstigendem Ausma\u00df zugenommen haben.\u201c<\/li>\n<li><strong>Geschlechtsspezifische Risiken:<\/strong> \u201eJungen neigen eher zu Online-Spielsucht, w\u00e4hrend M\u00e4dchen oft von unrealistischen Sch\u00f6nheitsidealen in sozialen Medien beeinflusst werden.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende des Philologenverbandes, betont: \u201eJa, es ist wichtig, dass wir diese Debatte rund um das Smartphone f\u00fchren. Wir sollten sie aber nicht auf die Zeit in der Schule beschr\u00e4nken, sondern verantwortungsbewussten Medienkonsum erst recht zu Hause einfordern. Ein Smartphone geh\u00f6rt nicht 24\/7 ins Kinderzimmer. Es k\u00e4me ja wahrscheinlich auch niemand auf die Idee, eine Wodkaflasche ins Kinderzimmer zu stellen, um damit verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol einzu\u00fcben \u2013 so die Reaktion einer Kollegin neulich im Rahmen einer im Lehrerzimmer gef\u00fchrten Debatte. Nein, wir Erwachsene sind gefragt, Kinder mit dem Smartphone nicht alleine zu lassen. Manchmal ist es ein Kampf, aber er muss gef\u00fchrt werden \u2013 zum Wohle der Kinder, der Erwachsenen und der Gesellschaft.\u201d News4teachers<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"fl7r9Yyuo1\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.news4teachers.de\/2025\/03\/eltern-haben-versagt-warum-ein-handy-verbot-in-schulen-jetzt-tatsaechlich-nottut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cEltern haben versagt\u201d: Warum ein Handy-Verbot in Schulen (wie es in einem Bundesland jetzt kommt) tats\u00e4chlich nottut<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Anzeige<br \/>\n<a href=\"https:\/\/as.4teachers.de\/delivery\/ck.php?n=ae322035&amp;cb=6877676\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/avw\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/a><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"BERLIN. 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