{"id":296082,"date":"2025-07-26T18:24:11","date_gmt":"2025-07-26T18:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296082\/"},"modified":"2025-07-26T18:24:11","modified_gmt":"2025-07-26T18:24:11","slug":"russland-will-flugzeugtraeger-loswerden-verkaufen-oder-entsorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296082\/","title":{"rendered":"Russland will Flugzeugtr\u00e4ger loswerden: &#8222;Verkaufen oder entsorgen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>        &#8222;Admiral Kusnezow&#8220;<br \/>\n      &#8222;Verkaufen oder entsorgen&#8220;: Russland gibt seinen einzigen Flugzeugtr\u00e4ger auf<\/p>\n<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Seit Jahren hadert Russland damit, seinen Flugzeugtr\u00e4ger &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; zu modernisieren. Jetzt hat man offenbar aufgegeben. Zuletzt war das Schiff mit Pannen aufgefallen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default is-initial\">Als die &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; ihren Dienst aufnahm, war ein Ende des Kalten Krieges noch lange nicht in Sicht. Knapp 40 Jahre sp\u00e4ter steht der einzige Flugzeugtr\u00e4ger Russlands vor dem Aus. Das Schiff hatte die letzten Jahre nach seinem einzigen Kampfeinsatz im Dock verbracht \u2013\u00a0und trug schon vorher den Spitznamen &#8222;Schiff der Schande&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Wir sehen einfach keinen Sinn mehr darin, es zu reparieren&#8220;, erkl\u00e4rte Andrei Kostin, der Vorsitzende der staatlichen Schiffsbaugesellschaft Russlands, gegen\u00fcber der Zeitung &#8222;Kommersant&#8220;. &#8222;Es ist \u00fcber 40 Jahre alt, es ist extrem teuer. Ich denke, wir werden sie entweder verkaufen oder entsorgen&#8220;, zitiert &#8222;Reuters&#8220; die russische Zeitung. Die \u00c4u\u00dferung ist eine Reaktion auf entsprechende Berichte der kremlnahen Zeitung &#8222;Iswestija&#8220;. Das russische Verteidigungs-Ministerium sieht Informationen zu einzelnen Kampfschiffen und ihrer Tauglichkeit als sensibel an und \u00e4u\u00dfert sich entsprechend nicht offiziell dazu.\u00a0<\/p>\n<p>  Flugzeugtr\u00e4ger der Schande<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Die &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; hatte ihren Spitznamen vom damaligen britischen Verteidigungsminister Michael Fallon bekommen, als sie 2017 von ihrem einzigen Kampfeinsatz zur\u00fcckkehrte. Im Mittelmeer hatte der Flugzeugtr\u00e4ger mit Luftangriffen den ehemaligen syrischen Machthaber Baschar al-Assad im Kampf gegen Rebellen unterst\u00fctzt. Bei seiner R\u00fcckkehr waren von der englischen K\u00fcste dicke, schwarze Rauchwolken erkennbar, die aus dem Schiff aufstiegen. \u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Schon der Einsatz in Syrien fiel blamabel aus. Innerhalb von drei Wochen verlor die &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; zwei Jets im Meer. Russland sprach von &#8222;technischen Fehlern&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Bei der Modernisierung\u00a0\u2013\u00a0Russland lie\u00df etwa Kessel und Ausr\u00fcstung austauschen \u2013 ging die Pannenserie weiter. 2018 schlug das Schiff leck, als das Trockendock unterging, ein 70 Tonnen schwerer Kran krachte in die Seite und schlug ein Loch in den Rumpf. In den letzten Jahren kam es zudem zweimal zu Br\u00e4nden in der Werft. Im Ukraine-Krieg kam das Schiff deshalb gar nicht erst zum Einsatz. Beobachter hatten bereits seit l\u00e4ngerem Zweifel ge\u00e4u\u00dfert, ob die &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; jemals wieder in Dienst genommen werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>  Russlands F\u00fchrung ist gespalten<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Wird der Flugzeugtr\u00e4ger verschrottet, d\u00fcrfte das auch als Richtungsentscheidung f\u00fcr die russische Marine zu verstehen sein. Laut der &#8222;Iswestija&#8220; gibt es im F\u00fchrungszirkel schon l\u00e4nger Debatten, ob Russland \u00fcberhaupt einen Flugzeugtr\u00e4ger ben\u00f6tigt. Dabei werden vor allem die Kosten von mehreren Milliarden Euro hinterfragt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Tats\u00e4chlich handelt es sich bei der &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; nicht um einen klassischen Flugzeugtr\u00e4ger. Mit 300 Metern L\u00e4nge ist sie deutlich k\u00fcrzer als &#8222;echte&#8220; Flugzeugtr\u00e4ger, wie sie etwa die USA und mittlerweile auch China bauen. Genau genommen handelt es sich um einen Schlachtkreuzer, der nachtr\u00e4glich mit einer Landebahn versehen wurde. Statt auf einen Katapultstart setzt das Schiff auf eine gew\u00f6lbte Startschanze. Daf\u00fcr ist sie allerdings in anderer Hinsicht gef\u00e4hrlicher als die Tr\u00e4ger der USA: Die &#8222;Admiral Kusnezow&#8220; ist mit Raketen und Gesch\u00fctzen deutlich schwerer bewaffnet.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\"><strong>Quellen: <\/strong><a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/russias-lone-aircraft-carrier-likely-be-scrapped-or-sold-says-shipbuilding-chief-2025-07-25\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Reuters<\/a>, <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/en.iz.ru\/en\/1918711\/maksim-manaev-timofei-volkov-fedor-gorbunov\/burden-repair-admiral-kuznetsov-cruiser-may-be-scrapped\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Istwestja<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Admiral Kusnezow&#8220; &#8222;Verkaufen oder entsorgen&#8220;: Russland gibt seinen einzigen Flugzeugtr\u00e4ger auf Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link Zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":296083,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-296082","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114920938922110467","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=296082"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296082\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/296083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=296082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=296082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=296082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}