{"id":296159,"date":"2025-07-26T19:08:23","date_gmt":"2025-07-26T19:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296159\/"},"modified":"2025-07-26T19:08:23","modified_gmt":"2025-07-26T19:08:23","slug":"rechte-gegner-von-csd-in-berlin-festgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296159\/","title":{"rendered":"Rechte Gegner von CSD in Berlin festgenommen"},"content":{"rendered":"<p>              26.07.2025 18:06<\/p>\n<p>              (Akt. 26.07.2025 18:10)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1487681166_BLD_Online-4-3-400533033-533x400.jpg\"   alt=\"Schwarz gegen Bunt - Rechter Demonstrant wird abgef\u00fchrt\" title=\"Schwarz gegen Bunt - Rechter Demonstrant wird abgef\u00fchrt\"\/><\/p>\n<p>                    Schwarz gegen Bunt &#8211; Rechter Demonstrant wird abgef\u00fchrt<br \/>\n                     \u00a9APA\/AFP<\/p>\n<p>\n        Unter dem Motto &#8222;Nie wieder still&#8220; haben hunderttausende Menschen in Berlin am Samstag den Christopher Street Day (CSD) gefeiert und f\u00fcr die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgender sowie Inter- und Bisexuellen (LGBTQ+) demonstriert. Bis zum Nachmittag gab es laut Polizei keine besonderen Vorkommnisse. Mehrere Teilnehmer einer kleinen, rechtsextremen Gegenkundgebung wurden unter anderem wegen Waffenbesitzes festgenommen.\n      <\/p>\n<p>Der Zug mit rund 80 Wagen und mehr als 100 Gruppen zog ab Mittag von der Leipziger Stra\u00dfe \u00fcber den Potsdamer Platz nach Sch\u00f6neberg und dann zur Siegess\u00e4ule bis zum Brandenburger Tor.<\/p>\n<p>Die Veranstalter teilten am sp\u00e4ten Nachmittag mit, mehrere hunderttausend Menschen h\u00e4tten am Berliner CSD teilgenommen. &#8222;Die Demonstration war so gro\u00df wie lange nicht mehr&#8220;, erkl\u00e4rten sie. Die gesellschaftliche und politische Situation habe die queere Community und ihre Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer im besonderen Ma\u00dfe mobilisiert.<\/p>\n<p>Bei der Er\u00f6ffnung der Veranstaltung sprach unter anderen die Vizepr\u00e4sidentin des Bundestages, Josephine Ortleb (SPD). Sie sagte, das sei ihr eine gro\u00dfe Ehre &#8211; &#8222;gerade in der heutigen Zeit k\u00f6nnen wir einfach nicht neutral sein, wenn es darum geht, Menschenrechte zu verteidigen&#8220;. Die queere Community komme immer st\u00e4rker unter Druck, auch in Deutschland.<\/p>\n<p>Thomas Hoffmann aus dem Vorstand des Vereins CSD Berlin sagte, gerade jetzt sei es wichtig, &#8222;wieder kraftvoll auf die Stra\u00dfe zu gehen und ein Zeichen f\u00fcr Freiheit, Toleranz und Gleichberechtigung zu setzen&#8220;. Erstmals in der Geschichte der queeren Rechte &#8222;k\u00e4mpfen wir nicht f\u00fcr neue Rechte, sondern daf\u00fcr, bestehende Rechte zu verteidigen&#8220;.<\/p>\n<p>Queerfeindliche Vorf\u00e4lle steigen auch in Deutschland<\/p>\n<p>Die Veranstalter hatten im Vorfeld auf eine ernste und angespannte Lage verwiesen. Nach Angaben der Beh\u00f6rden steigen queerfeindliche Straftaten seit Jahren auch in Deutschland an. Laut einem Lagebericht des Bundeskriminalamts und des Bundesinnenministeriums von Ende 2024 hat sich die Zahl der Straftaten im Bereich &#8222;Sexuelle Orientierung&#8220; und &#8222;Geschlechtsbezogene Diversit\u00e4t&#8220; seit 2010 nahezu verzehnfacht. Das liegt demnach auch an der zunehmenden Sichtbarkeit und Anzeigebereitschaft &#8211; zugleich wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.<\/p>\n<p>Die Kundgebung erinnert an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar &#8222;Stonewall Inn&#8220; in der New Yorker Christopher Street st\u00fcrmte, worauf tagelange Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen Aktivisten und Sicherheitskr\u00e4ften folgten. Der Aufstand gilt als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung.<\/p>\n<p>Anders als in den Vorjahren wehte keine Regenbogenfahne auf dem Deutschen Bundestag; Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) hatte entschieden, die Fahne nicht zu hissen. Bundestags-Vizepr\u00e4sidentin Ortleb sagte dazu: &#8222;Die Regenbogenfahne steht f\u00fcr mich f\u00fcr Solidarit\u00e4t, Akzeptanz, aber auch Menschenrechte f\u00fcr alle. Und das sind f\u00fcr mich auch die Werte, f\u00fcr die der Deutsche Bundestag steht.&#8220;<\/p>\n<p>Aus Protest gegen Kl\u00f6ckners Entscheidung breiteten Aktivisten am sp\u00e4ten Freitagnachmittag eine 400 Quadratmeter gro\u00dfe Flagge auf dem Rasen vor dem Bundestag aus. Bundesratspr\u00e4sidentin Anke Rehlinger (SPD) entschied dagegen, die Regenbogenflagge am Geb\u00e4ude der L\u00e4ndervertretung an der Leipziger Stra\u00dfe zu hissen.<\/p>\n<p>Auch Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) lie\u00df die Regenbogenfahne hissen. &#8222;Wir leben in Zeiten, in denen wir leider Gottes wieder verst\u00e4rkt Hasskriminalit\u00e4t erleben. Schwule, Lesben, Transpersonen werden angegriffen, verbal, aber auch durch Gewalt&#8220;, sagte er Welt TV. Das d\u00fcrften &#8222;wir nicht dulden&#8220;. Ein klares Bekenntnis, ein klares Zeichen zu setzen, auch von der Politik, &#8222;das ist wichtig&#8220;.<\/p>\n<p>An der rechtsextremen Kundgebung gegen den CSD nahmen laut AFP-Reportern nur rund zwei Dutzend Menschen teil. Die Anmelderin der Kundgebung wurde festgenommen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Frau und weitere f\u00fcnf Menschen seien in der Messer- und Verbotszone am Alexanderplatz \u00fcberpr\u00fcft worden. Gegen sie seien Verfahren wegen Beleidigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Versto\u00dfes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet worden. Am Versammlungsplatz der Kundgebung sei ein weiterer Teilnehmer wegen Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz festgenommen worden. Die Polizei war zum CSD in der Hauptstadt mit 1.300 Kr\u00e4ften im Einsatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"26.07.2025 18:06 (Akt. 26.07.2025 18:10) Schwarz gegen Bunt &#8211; Rechter Demonstrant wird abgef\u00fchrt \u00a9APA\/AFP Unter dem Motto &#8222;Nie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":296160,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,30485,86567,507,29,2650,886,30,9834,16,86569,86568],"class_list":["post-296159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-christopher-street-day","tag-csd-berlin","tag-demonstration","tag-deutschland","tag-diskriminierung","tag-festnahmen","tag-germany","tag-menschen","tag-politik","tag-polizei-berlin","tag-rechtsextreme-kundgebung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114921111867685227","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=296159"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296159\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/296160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=296159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=296159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=296159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}