{"id":296467,"date":"2025-07-26T21:59:11","date_gmt":"2025-07-26T21:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296467\/"},"modified":"2025-07-26T21:59:11","modified_gmt":"2025-07-26T21:59:11","slug":"warum-in-spa-kaum-noch-ueberholt-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296467\/","title":{"rendered":"Warum in Spa kaum noch \u00fcberholt wird"},"content":{"rendered":"\n<p>(Motorsport-Total.com) &#8211; Spa-Francorchamps galt jahrelang als \u00dcberholstrecke schlechthin &#8211; lange Vollgaspassagen, DRS-Zonen und Windschattenduelle inklusive. Doch der Sprint am Samstag war ern\u00fcchternd: Nach einigen \u00dcberholman\u00f6vern in Runde eins blieb es f\u00fcr den Rest des Rennens ziemlich still.<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/314161.webp.webp\" title=\"Max Verstappen, Oscar Piastri, Lando Norris\" alt=\"Foto zur News: Erkl\u00e4rt: Warum in Spa kaum noch \u00fcberholt wird\" width=\"1200\" height=\"900\"\/> <\/p>\n<p class=\"copyright\">\u00a9\u00a0Getty Images<\/p>\n<p class=\"img-desc-container relative\"> An Max Verstappen gab es im Belgien-Sprint kein Weg vorbei  <a href=\"https:\/\/www.formel1.de\/news\/grand-prix-berichte\/2025-07-26\/erklaert-warum-in-spa-kaum-noch-ueberholt-wird\/zoom\/314161.webp\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"link-icon icon-red icon-right fa fa-chevron-right img-action pull-right custom-link ml10\" title=\"Zoom\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Zoom<br \/>\n             <\/a> <a href=\"https:\/\/www.formel1.de\/news\/grand-prix-berichte\/2025-07-26\/erklaert-warum-in-spa-kaum-noch-ueberholt-wird\/download\/314161.webp\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"link-icon icon-red icon-right fa fa-download img-action pull-right ml10 custom-link\" title=\"Download\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Download<br \/>\n             <\/a>  <\/p>\n<p>&#8222;Heute war es sehr schwierig, zu \u00fcberholen&#8220;, sagt Lando Norris. &#8222;Wenn das morgen trocken bleibt, k\u00f6nnten wir \u00c4hnliches sehen.&#8220; Williams-Pilot Alexander Albon spricht von einem DRS-Problem: &#8222;Die Zone ist einfach zu kurz. Das war letztes Jahr schon ein Thema &#8211; sie haben sie nicht angepasst. Also sieht man auch keine Duelle in Kurve f\u00fcnf.&#8220;<\/p>\n<p>Schaut man sich die Statistik an, so gibt es in Belgien durchschnittlich 38,5 \u00dcberholman\u00f6ver pro Rennen seit 1984. Damit liegt man knapp unter dem 2025er-Streckenschnitt von 39,2 \u00dcberholman\u00f6vern. Besonders in den letzten Jahren ist die Anzahl der \u00dcberholman\u00f6ver deutlich zur\u00fcckgegangen, aber warum?<\/p>\n<p> Wie es zur Sprint-Prozession kam <\/p>\n<p>Dass im Sprint am Samstag kaum \u00fcberholt werden konnte, liegt ein bisschen in der Natur der Sache. 19 der 20 Fahrer starteten auf den Medium-Reifen, somit gab es praktisch keine Reifendeltas, die sich im Hauptrennen am Sonntag auf nat\u00fcrliche Weise durch verschiedene Strategien ergeben werden.<\/p>\n<p>Hinzu kommt die Set-up-Herangehensweise der Teams. An der Spitze des Feldes lag Max Verstappen mit seinem Low-Downforce-Set-up, was ihn auf den Geraden unglaublich schnell machte. Obwohl McLaren-Pilot Oscar Piastri teilweise nur einen R\u00fcckstand von vier Zehnteln nach Kurve eins hatte, konnte der Australier trotz des langen Vollgasanteils Richtung Kurve f\u00fcnf nie eine Attacke setzen.<\/p>\n<p>Das gleiche Bild hat sich im Mittelfeld gezeigt, was von den Haas-Piloten angef\u00fchrt wurde, die ebenfalls pfeilschnell auf den Geraden waren. Esteban Ocon und Oliver Bearman waren praktisch unm\u00f6glich zu \u00fcberholen, aber auch nicht schnell genug, um davon zu ziehen. Somit bildete sich ein DRS-Zug bis ans Ende des Feldes. Und da nahezu jeder Fahrer DRS hatte, gab es keinen Vorteil auf den Geraden zum Vordermann.<\/p>\n<p> Grundlegende Faktoren versch\u00e4rfen \u00dcberholproblematik <\/p>\n<p>Doch es gibt auch fundamentale Faktoren, die eine Rolle spielen. Da viele Teams bereits mit einem kleinen Heckfl\u00fcgel fahren, ist der DRS-Effekt nicht so gro\u00df wie \u00fcblich. Zudem ist die Anbremszone in Kurve f\u00fcnf wahrscheinlich nicht lang genug und sp\u00e4te Attacken auf der Bremse sind praktisch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Des Weiteren sind die Formel-1-Teams in ihrer Performance so nah beisammen wie noch nie in der Geschichte des Sports, doch man ben\u00f6tigt ein \u00dcberholdelta, um vorbeizukommen. Lando Norris erkl\u00e4rt: &#8222;Je n\u00e4her die Teams zusammenr\u00fccken, desto schwieriger wird das Racing. Es macht das Qualifying spannender, aber im Rennen kommt man kaum vorbei.&#8220;<\/p>\n<p>Die L\u00e4nge der Strecke gibt den Rest. Am Sonntag wird es nur 44 Runden geben und damit nur 44 Chancen, um in Kurve f\u00fcnf zu \u00fcberholen. Im Gegensatz dazu: An Mexikos bester \u00dcberholstelle in Kurve eins kommt man 71 Mal im Grand Prix vorbei.<\/p>\n<p> Rennen: F\u00fchrt Leclerc nach der ersten Runde? <\/p>\n<p>Aufgrund der Schwierigkeit des \u00dcberholens verweist McLaren-Teamchef Andrea Stella auf die enorme Bedeutung der ersten Runde: &#8222;In Spa hast du nach Kurve eins \u00fcber 18 Sekunden Vollgas. Da ist der Fahrer vorne komplett exponiert.&#8220;<\/p>\n<p>Besonders die Startphase wird dadurch entscheidend. Doch danach sei es &#8211; wie der Sprint zeige &#8211; kaum noch m\u00f6glich, Boden gutzumachen. Und das k\u00f6nnte am Rennsonntag ebenfalls eine Rolle spielen, da McLaren erneut ein Set-up mit relativ viel Abtrieb gew\u00e4hlt hat, w\u00e4hrend Ferrari-Pilot Charles Leclerc an Startplatz drei \u00e4hnlich wie Verstappen im Sprint mit dem Low-Downforce-Set-up unterwegs ist.<\/p>\n<p>Auch bei McLaren ist man sich daher bewusst, dass nach Runde eins ein rotes Auto den Belgien-Grand-Prix anf\u00fchren k\u00f6nnte: &#8222;Leclerc hat einen klaren Topspeed-Vorteil&#8220;, wei\u00df auch Stella. &#8222;Wenn es trocken ist, w\u00fcrde es mich nicht \u00fcberraschen, wenn er nach Runde eins f\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p>Auch innerhalb des Teams wird diskutiert, wer in Eau Rouge vorne f\u00e4hrt &#8211; und wer vom Windschatten profitiert. Klar ist: Bei McLaren gibt es keine Teamorder f\u00fcr diese Phase. &#8222;Beide Fahrer werden das auf der Strecke kl\u00e4ren&#8220;, so Stella. &#8222;Wichtig ist nur: Blo\u00df kein Risiko &#8211; unser Auto ist stark genug, um sp\u00e4ter zur\u00fcckzuschlagen.&#8220;<\/p>\n<p> Warum eine Wiederholung des Sprintrennens unwahrscheinlich ist <\/p>\n<p>Wer jetzt aufgrund der Ausgangslage aber glaubt, dass Charles Leclerc gute Karten auf den Rennsieg haben k\u00f6nnte, d\u00fcrfte am Sonntag wahrscheinlich aber entt\u00e4uscht werden. Da es einen Pflichtboxenstopp bei trockenen Bedingungen gibt, werden sich im zweiten Stint Reifendeltas durch verschiedene Strategien ergeben.<\/p>\n<p>Gut m\u00f6glich, dass der erste Stint erneut zur Prozession wie das Sprintrennen wird, doch mit fr\u00fchen Undercuts und sp\u00e4ten Overcuts sollte sich das Feld im zweiten Teil des Rennens entzerren. Und egal, ob McLaren einen Under- oder Overcut gegen Leclerc macht, zu einem Zeitpunkt des Rennens wird man freie Fahrt haben und den Pace-Vorteil des Autos nutzen k\u00f6nnen. Angesichts der gezeigten Sprint-Pace mit einem Defizit von 0,5 Sekunden pro Runde d\u00fcrfte Ferrari chancenlos bleiben.<\/p>\n<p> Was passiert, wenn der Regen kommt? <\/p>\n<p>Der m\u00f6gliche Gamechanger: Regen. Sollte das Wetter am Sonntag umschlagen, k\u00f6nnten sich die Verh\u00e4ltnisse verschieben. Eau Rouge w\u00e4re dann nicht mehr Vollgas, der DRS-Effekt f\u00e4llt weg &#8211; und Rutschmomente oder mutige Strategieentscheidungen k\u00f6nnten wieder zu echten Verschiebungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Stella: &#8222;Wenn&#8217;s nass wird, wird&#8217;s interessant. Dann wird auch Eau Rouge zur Herausforderung &#8211; und die erste Runde viel unberechenbarer.&#8220; Teams, die sich f\u00fcr mehr Abtrieb entschieden haben wie McLaren oder Red Bull sollten im Vorteil sein, w\u00e4hrend Teams wie Ferrari und Mercedes sprichw\u00f6rtlich baden gehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Doch selbst in diesem Fall bleibt der generelle Trend sp\u00fcrbar: Spa ist trotz all seiner Hochgeschwindigkeits-Abschnitte l\u00e4ngst kein \u00dcberhol-Paradies mehr. Wer Pl\u00e4tze gutmachen will, braucht nicht nur Topspeed &#8211; sondern vor allem: Pace-Delta, strategische Pr\u00e4zision und einen guten Start.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Motorsport-Total.com) &#8211; Spa-Francorchamps galt jahrelang als \u00dcberholstrecke schlechthin &#8211; lange Vollgaspassagen, DRS-Zonen und Windschattenduelle inklusive. 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