{"id":296552,"date":"2025-07-26T22:48:17","date_gmt":"2025-07-26T22:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296552\/"},"modified":"2025-07-26T22:48:17","modified_gmt":"2025-07-26T22:48:17","slug":"gaertnern-in-delmenhorst-tipps-fuer-klimafeste-gaerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296552\/","title":{"rendered":"G\u00e4rtnern in Delmenhorst: Tipps f\u00fcr klimafeste G\u00e4rten"},"content":{"rendered":"<p> &#8222;Der Garten muss heute mehr aushalten als fr\u00fcher. Aber mit dem richtigen Wissen l\u00e4sst sich viel tun, um G\u00e4rten an die neuen Bedingungen anzupassen&#8220;, sagt Regina Fischer, <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/pflanzen-q756\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pflanzen<\/a>expertin beim Industrieverband Agrar (IVA). Sie nennt wechselhafte Wetterlagen mit Trockenperioden, Starkregen, Hitze und Sturmb\u00f6en als Bedrohungen. Durch Klimaver\u00e4nderungen w\u00fcrden auch Nutz- und Zierpflanzen stark unter Druck geraten. Und es steige das Risiko f\u00fcr Sch\u00e4dlingsbefall und Krankheiten. <\/p>\n<p>Philipp Arkenau, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des gleichnamigen Gartencenters am Niedersachsendamm, stimmt der Einsch\u00e4tzung grunds\u00e4tzlich zu. &#8222;In unserer Region ist der Klimawandel auch schon sp\u00fcrbar, derzeit jedoch noch nicht ganz so gravierend wie in anderen Teilen des Landes&#8220;, sagt der 27-J\u00e4hrige. Dennoch h\u00e4lt er es f\u00fcr sinnvoll, &#8222;den Garten schon vorausschauend zu planen und auf robustere, klimaangepasste Pflanzen zu setzen&#8220;. <\/p>\n<p>Pflanzenwahl mit Perspektive<\/p>\n<p>Besonders bew\u00e4hrt haben sich in seinen Augen beispielsweise trockenheitsvertr\u00e4gliche Stauden wie Lavendel, Salbei, Fetthenne oder Sonnenhut. Solche Stauden kommen mit wenig Wasser aus, taugen auch f\u00fcr windige Standorte und f\u00f6rdern mit ihrer langen Bl\u00fchdauer die Artenvielfalt im Garten. Auch Geh\u00f6lze, wie der Feldahorn, die Kupfer-Felsenbirne oder der Judasbaum, zeigen sich widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber Hitze und l\u00e4ngerer Trockenheit. Flach wachsende Stauden seien in der Regel widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber dem Starkregen, &#8222;jedoch ist die Auswahl dort etwas begrenzter&#8220;, sagt Arkenau. Eine abwechslungsreiche Bepflanzung, die auf verschiedene Wuchsformen und Standortanspr\u00fcche R\u00fccksicht nimmt, verteile das Risiko bei Extremwetterereignissen und st\u00e4rkt das gesamte Garten\u00f6kosystem. Ebenso wichtig ist eine ausgewogene N\u00e4hrstoffversorgung. Eine fachgerechte D\u00fcngung, abgestimmt auf Bodenverh\u00e4ltnisse und Pflanzenbedarf, st\u00e4rkt die nat\u00fcrliche Widerstandskraft. So lassen sich Stresssymptome wie Welke, Blattverf\u00e4rbungen oder verminderte Bl\u00fctenbildung gezielt vermeiden.<\/p>\n<p>Wasser gezielt nutzen<\/p>\n<p>In Zeiten h\u00e4ufiger Trockenphasen und pl\u00f6tzlicher Starkregenereignisse ist ein effizienter Umgang mit Wasser entscheidend, so Arkenau. Auch eine gezielte Bew\u00e4sserung \u2013 am besten morgens oder abends und bodennah \u2013 helfe, Wasserverluste durch Verdunstung zu vermeiden. Der Gartencenter-Chef r\u00e4t dazu, f\u00fcr gesunde, strukturstabile B\u00f6den zu sorgen, die k\u00f6nnten Wasser besser speichern und leiten \u00fcbersch\u00fcssiges <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/regen-q7925\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regen<\/a>wasser gut ab. Solche B\u00f6den bieten den Wurzeln Halt. &#8222;Wer regelm\u00e4\u00dfig kompostiert, den Boden mulcht und auf schwere Verdichtungen verzichtet, schafft eine stabile Grundlage f\u00fcr Pflanzen.&#8220; Wer im Herbst auf das Umgraben verzichtet und den Boden nur flach lockert oder hackt, erh\u00e4lt die Aktivit\u00e4t der Mikroorganismen und f\u00f6rdert eine stabile Bodenstruktur.<\/p>\n<p>Arkenau r\u00e4t vom Gie\u00dfen der Beete in der prallen Mittagssonne ab, das sei der ung\u00fcnstigste Zeitpunkt, da dabei ungef\u00e4hr 50\u202fProzent des Wassers durch Verdunstung wieder verloren gehen k\u00f6nnen \u2013 je nach Temperatur, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit und Gie\u00dfmethode. Beim Gie\u00dfen gilt: lieber seltener, daf\u00fcr intensiv. Zehn bis zwanzig Liter pro Quadratmeter regen die Pflanzen zur Ausbildung tiefer Wurzeln an und machen sie widerstandsf\u00e4higer. Als g\u00fcnstige Zeiten zur Bew\u00e4sserung des Gartens empfiehlt er morgens von 5 bis 8 Uhr oder abends nach 19 Uhr, &#8222;wenn es k\u00fchler ist und die Pflanzen das Wasser effizient aufnehmen k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Regenwasser l\u00e4sst sich, so r\u00e4t Expertin Fischer, in Zisternen oder Regentonnen sammeln und bei Bedarf gezielt einsetzen. Wasserdurchl\u00e4ssige Bel\u00e4ge und begr\u00fcnte Fl\u00e4chen sorgen daf\u00fcr, dass Niederschl\u00e4ge versickern und nicht ungenutzt abflie\u00dfen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Die Delmenhorsterin Eva Sassen f\u00e4ngt Regenwasser in einem eigenen R\u00fcckhaltebecken auf.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Landscapewasser.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Die Delmenhorsterin Eva Sassen f\u00e4ngt Regenwasser in einem eigenen R\u00fcckhaltebecken auf.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Ingo M\u00f6llers <\/p>\n<p>Gegen das Abflie\u00dfen von Regenwasser hat die Delmenhorsterin Eva Sassen Vorkehrungen auf ihrem Grundst\u00fcck an der Lessingstra\u00dfe getroffen: Wasser sei viel zu kostbar, es \u00fcber die Regenwasserkan\u00e4le ungenutzt abflie\u00dfen zu lassen. Sassen f\u00e4ngt das Regenwasser vom Dach in einem selbst konstruierten Regenr\u00fcckhaltebecken auf. Daf\u00fcr hat sie spezielle Teichfolie ausgelegt, um das Wasser nicht versickern zu lassen. Gegen austrocknende B\u00f6den l\u00e4sst sie ihre Beete von bodendeckenden Kulturen bewachsen und nutzt beispielsweise anfallenden Rasenschnitt zum Mulchen, nackte Erde sei stets zu vermeiden.<\/p>\n<p>Gesunde, strukturstabile B\u00f6den speichern Wasser besser, leiten \u00fcbersch\u00fcssiges Regenwasser gut ab und bieten den Wurzeln Halt, sagt Philipp Arkenau: &#8222;Wer regelm\u00e4\u00dfig kompostiert, den Boden mulcht und auf schwere Verdichtungen verzichtet, schafft eine stabile Grundlage f\u00fcr Pflanzen.&#8220; <\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81mry5g5913kx6mkfy6\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Der Garten muss heute mehr aushalten als fr\u00fcher. 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