{"id":296735,"date":"2025-07-27T00:33:23","date_gmt":"2025-07-27T00:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296735\/"},"modified":"2025-07-27T00:33:23","modified_gmt":"2025-07-27T00:33:23","slug":"csd-in-berlin-zehntausende-feiern-mehrere-festnahmen-bei-rechtsextremer-gegendemo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296735\/","title":{"rendered":"CSD in Berlin: Zehntausende feiern \u2013 Mehrere Festnahmen bei rechtsextremer Gegendemo"},"content":{"rendered":"<p>Mit lauter Musik und schrillen Kost\u00fcmen zieht die Parade zum Christopher Street Day durch Berlin. Viele Teilnehmer richten deutliche Botschaften an die CDU und Bundeskanzler Merz. Schon vor dem Start gab es Festnahmen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der diesj\u00e4hrige Christopher Street Day (CSD) in Berlin steht unter dem Motto \u201eNie wieder still\u201c und wird von Zehntausenden Menschen begleitet. Die Demonstration hat einen politischen Fokus, mit klaren Forderungen nach Gleichberechtigung und Schutz queerer Menschen. Ausgelassene Partystimmung herrscht trotzdem: Es gibt laute Musik, schrille Kost\u00fcme und zahlreiche Regenbogenflaggen.<\/p>\n<p>Eine genaue Teilnehmerzahl nannten die Veranstalter bis zum Nachmittag nicht. Im Vorhinein wurde mit mehreren Hunderttausend gerechnet. Mit etwas Versp\u00e4tung setzte sich der Zug gegen 12.30 Uhr in Bewegung. Ein zentrales Thema ist die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256337800\/Bundestag-Merz-loest-mit-Aussage-zu-Regenbogenflagge-Empoerung-bei-der-SPD-aus.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256337800\/Bundestag-Merz-loest-mit-Aussage-zu-Regenbogenflagge-Empoerung-bei-der-SPD-aus.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kontroverse um die Regenbogenflagge<\/a> auf dem Bundestag. Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner hatte das Hissen der Flagge untersagt, was Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit den Worten \u201eDer Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt\u201c verteidigte.<\/p>\n<p>Diese Aussage l\u00f6ste breite Kritik aus und wird auf vielen Plakaten satirisch aufgegriffen \u2013 etwa mit Spr\u00fcchen wie \u201eGenau mein Zirkus\u201c oder \u201eWillkommen im Zirkuszelt von Liebe, Recht und Freiheit, Herr Merz\u201c. Unter Jubel begr\u00fc\u00dfte Bundestagsvizepr\u00e4sident Omid Nouripour (Gr\u00fcne) die Menge mit den Worten \u201eHallo, Zirkus!\u201c \u2013 offenbar in Anspielung auf Merz. Vor dem Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale, hielten Teilnehmer Plakate hoch, auf denen \u201eMerz ist ein Arsch\u201c oder \u201eFCK CDU\u201c stand.<\/p>\n<p>Anders als in vergangenen Jahren beteiligt sich das queere <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256271410\/Christopher-Street-Day-Bundestagsmitarbeiter-duerfen-nicht-am-CSD-teilnehmen-SPD-Abgeordnete-irritiert.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256271410\/Christopher-Street-Day-Bundestagsmitarbeiter-duerfen-nicht-am-CSD-teilnehmen-SPD-Abgeordnete-irritiert.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung<\/a> dieses Jahr nicht am CSD. Die Verwaltungsspitze hatte der Gruppe eine Teilnahme untersagt. Aus Protest gegen diese Entscheidung haben einige Teilnehmer Schilder dabei, auf denen steht: \u201eWir sind leider nicht dabei \u2013 Hier w\u00e4re das Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung mitgelaufen\u201c. <\/p>\n<p>Thomas Hoffmann, Vorstandsmitglied des Berliner CSD, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Solidarit\u00e4t von f\u00fchrenden Politikerinnen und Politikern in Deutschland beginne zu br\u00f6ckeln. \u201eWir werden weiterhin auf der Stra\u00dfe bleiben, bis wir Gleichberechtigung erzielt haben.\u201c Dieses Jahr solle der politische Kern der Demonstration wieder gest\u00e4rkt werden. Mehrere Demonstrantinnen und Demonstranten betonen, ihnen sei es dieses Jahr besonders wichtig auf die Stra\u00dfe zu gehen.<\/p>\n<p>Am Rande des CSD kam es zu einer rechtsextremen Gegendemonstration \u201egegen den CSD-Terror\u201c. Laut Polizei nahmen daran 30 bis 50 Menschen teil, angemeldet waren urspr\u00fcnglich 400. Sie hatten Banner der Gruppe \u201eDeutsche Jugend Voran\u201c dabei, die der Berliner Verfassungsschutz a<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6880d0dd6e1f1a67668711c4\/razzia-in-naziszene-eine-gefaehrdung-wie-wir-sie-in-dieser-form-seit-vielen-jahren-nicht-beobachtet-haben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6880d0dd6e1f1a67668711c4\/razzia-in-naziszene-eine-gefaehrdung-wie-wir-sie-in-dieser-form-seit-vielen-jahren-nicht-beobachtet-haben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ls rechtsextrem und gewaltorientiert einstuft<\/a>. Die Polizei schirmte die Versammlung mit Gittern, Wagen und Einsatzkr\u00e4ften vom CSD ab.<\/p>\n<p>Bereits vor Beginn der Kundgebung hatte die Polizei sechs Personen auf dem Weg zur Gegendemonstration festgenommen. Die Beamten hatten die Betroffenen im Rahmen der Messer- und Waffenverbotszone am Alexanderplatz kontrolliert, wie die Polizei auf X mitteilte. Unter ihnen befand sich demnach auch die Anmelderin der Gegenversammlung. Die Personen seien vorerst in Polizeigewahrsam gekommen, sagte die Sprecherin weiter.<\/p>\n<p>Die Polizei leitete unter anderem Verfahren wegen Beleidigung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Versto\u00dfes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Eine Person sei wegen des Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz festgenommen worden. Um was f\u00fcr Waffen genau es gehe, sagte die Sprecherin zun\u00e4chst nicht. <\/p>\n<p>Die rechte Demonstration \u201egegen den CSD-Terror\u201c am Sch\u00f6neberger Ufer wurde am Nachmittag beendet. Die Teilnehmer seien von der Polizei zum n\u00e4chstgelegenen Bahnhof begleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Den Angaben zufolge gab es einzelne Freiheitsbeschr\u00e4nkungen unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz. Auch hier wurden keine Details genannt. <\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte die Gruppe um 15.30 Uhr erneut demonstrieren, dieses Mal am L\u00fctzowplatz in Berlin-Mitte. Die Veranstaltung wurde der Polizeisprecherin zufolge aber abgesagt.<\/p>\n<p>dpa\/gub<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit lauter Musik und schrillen Kost\u00fcmen zieht die Parade zum Christopher Street Day durch Berlin. 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