{"id":296849,"date":"2025-07-27T01:43:11","date_gmt":"2025-07-27T01:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296849\/"},"modified":"2025-07-27T01:43:11","modified_gmt":"2025-07-27T01:43:11","slug":"ehrenamt-in-stuttgart-eine-karte-die-betont-was-uns-verbindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296849\/","title":{"rendered":"Ehrenamt in Stuttgart: Eine Karte, die betont, was uns verbindet"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Ehrenamt\" title=\"Ehrenamt\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ehrenamt<\/a> ist ein Hauptbestandteil von Sonntagsreden. Vom \u201eKitt der Gesellschaft\u201c ist da die Rede, von den \u201estillen Helden\u201c, ohne die das Land \u00e4rmer w\u00e4re. Auch von \u201eguten Seelen\u201c spricht man gerne, die im Hintergrund wirken, w\u00e4hrend andere im Vordergrund stehen. Das Problem ist: Von diesen Sonntagsreden k\u00f6nnen sich die Angesprochenen am Montag, Dienstag und w\u00e4hrend des Rests des Alltags nichts kaufen. Zwar gibt es f\u00fcr Ehrenamtliche eine Reihe von Verg\u00fcnstigungen, auch steuerlicher Art. Die handfeste W\u00fcrdigung von freiwilligem Einsatz f\u00fcr das Gemeinwesen l\u00e4sst jedoch immer noch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Das ist bedauerlich, zumal nicht wenige von den vielen, die freiwillig Verantwortung \u00fcbernehmen oder sich in Verantwortung nehmen lassen, bei aller empfundenen Sinnhaftigkeit ihres Tuns, L\u00fccken schlie\u00dfen, die sonst der Staat teuer besetzen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Es ist gut, dass <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> keine Kleinst\u00e4dterei betreibt <\/p>\n<p>Diesem Defizit an Wertsch\u00e4tzung will die gr\u00fcn-schwarze Landesregierung durch die Einf\u00fchrung einer landesweiten Ehrenamtskarte begegnen. Sie erm\u00f6glicht Verg\u00fcnstigungen in Form von freiem oder reduziertem Eintritt in \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Einrichtungen wie Museen, Schl\u00f6sser oder B\u00e4der. Ein Testlauf an ausgew\u00e4hlten Standorten verlief aus Sicht des Sozialministeriums positiv. Nun geht es damit in die Breite \u2013 sofern die Stadt- und Landkreise sich dem anschlie\u00dfen wollen. Stuttgart will! Zumal es sich als Stadt des Ehrenamts versteht, in der sich fast 30 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger freiwillig einbringen. Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Gemeinderat\" title=\"Gemeinderat\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gemeinderat<\/a> muss n\u00e4chste Woche nur noch einen Knopf dranmacht.<\/p>\n<p>Der sich abzeichnenden mehrheitlichen Zustimmung war einiges Z\u00f6gern vorausgegangen sowie die \u00dcberlegung, statt der landesweiten Karte eine lokale Ehrenamtskarte anzubieten. Damit w\u00fcrden nur Stuttgarterinnen und Stuttgart die hier angebotenen Verg\u00fcnstigungen in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, nicht aber Ehrenamtliche aus Ulm, Freiburg oder dem Ostalbkreis. Umgekehrt h\u00e4tten Stuttgarter dann dort auch nichts von ihrem Stuttgart-K\u00e4rtle. Nimmt man das Ganze in den Blick, dann ist es sinnvoll, dass die Landeshauptstadt nicht aus der Reihe tanzt und keine Kleinst\u00e4dterei betreibt, sondern die Vorteile der landesweiten L\u00f6sung nutzt, einschlie\u00dflich der vom Land entwickelten Ehrenamts-App, die in K\u00fcrze bereitstehen soll.<\/p>\n<p>Auch der Ehrenamtspreis unserer Zeitung will einen Beitrag leisten <\/p>\n<p>Die zun\u00e4chst auf zwei Jahre befristete Ehrenamtskarte kann jedoch nur ein Element von mehreren sein, um freiwilliges Engagement hervorzuheben und gleichzeitig daf\u00fcr zu werben. Erfreulicherweise hat Stuttgart da bereits einiges zu bieten. Die aus b\u00fcrgerschaftlichem Engagement hervorgegangene Freiwilligenagentur der Stadt ist beispielhaft zu nennen, ebenso Caleidoskop, das Freiwilligenzentrum der Caritas, wo sich Interessierte untereinander austauschen und vernetzen k\u00f6nnen. Dazu kommen erprobte Formen der Anerkennung, wie Ehrungen durch die Stadt und der B\u00fcrgerpreis der B\u00fcrgerstiftung. Auch die beiden Stuttgarter Zeitungen unterst\u00fctzen diese Haltung der Freiwilligkeit durch ihren gemeinsam mit der Volksbank Stuttgart ausgerichteten und mit 15 000 Euro dotierten Preis \u201eStuttgarter\/Stuttgarterin des Jahres\u201c.<\/p>\n<p>Das Signal, das Stuttgart nun zus\u00e4tzlich mit der Ehrenamtskarte geben will, ist ein gutes \u2013 gerade in Zeiten, die von Polarisierung und starken gesellschaftlichen Fliehkr\u00e4ften gepr\u00e4gt sind. Denn sie betont etwas, das zunehmend in Gefahr ger\u00e4t: das Verbindende, das durch b\u00fcrgerschaftliches Engagement geschaffen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Ehrenamt ist ein Hauptbestandteil von Sonntagsreden. 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