{"id":296943,"date":"2025-07-27T02:37:27","date_gmt":"2025-07-27T02:37:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296943\/"},"modified":"2025-07-27T02:37:27","modified_gmt":"2025-07-27T02:37:27","slug":"auch-eigene-spione-von-britischem-datenleck-zu-afghanistan-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/296943\/","title":{"rendered":"Auch eigene Spione von britischem Datenleck zu Afghanistan betroffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 17.07.2025 20:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der britische Datenskandal zum Afghanistan-Krieg weitet sich aus: Nachdem bekannt geworden war, dass sensible Informationen Tausender Afghanen geleakt wurden, zeigt sich nun, dass auch britische Spione betroffen sind.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Datenleck zu britischen Aktivit\u00e4ten in Afghanistan ist offenbar gr\u00f6\u00dfer als bislang bekannt. Wie unter anderem <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/live\/c706jdlr934t\" title=\"Afghan data breach\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">die BBC<\/a> und Sky News berichten, enthielt der versehentlich ver\u00f6ffentlichte Datensatz mit sensiblen Informationen zu Tausenden afghanischen Helfen der Briten auch Details zu mehr als 100 britischen Staatsb\u00fcrgern, unter ihnen Spione und Mitglieder von milit\u00e4rischen Spezialeinheiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBislang war nur bekannt geworden, dass pers\u00f6nliche Informationen von rund 19.000 Afghanen Anfang 2022 in einer E-Mail au\u00dferhalb des britischen Regierungssystems verschickt worden war. Ein Teil der Daten war dann im August 2023 bei Facebook aufgetaucht.<\/p>\n<p>    Britische Regierung holte Afghanen aus der Gefahr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBetroffen waren Personen, die Gro\u00dfbritannien vor Ort im Kampf gegen die Taliban unterst\u00fctzt hatten und nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban 2021 Schutz und Zuflucht ben\u00f6tigten. Die britische Regierung hatte dann Tausende Betroffene nach Gro\u00dfbritannien gebracht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas durchgesickerte Dokument enthielt laut BBC die Namen, Kontaktdaten und in einigen F\u00e4llen auch Familieninformationen zu einer gro\u00dfen Zahl von Menschen, die glaubten, dass ihre Verbindung mit den britischen Streitkr\u00e4ften w\u00e4hrend des Afghanistan-Krieges sie in Gefahr bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBritische Medien hatten berichtet, die Taliban h\u00e4tten die ehemaligen Ortskr\u00e4fte beobachtet und versucht, diese an der Ausreise zu hindern. Die Taliban bestreiten das. Man sei sei zudem gar nicht auf das britische Datenleck angewiesen gewesen, die Beh\u00f6rden w\u00fcrden ohnehin \u00fcber die Angaben zu den ehemaligen Ortskr\u00e4ften verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>    Programm zun\u00e4chst geheim<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcber das geheime, bis zu einer Milliarde Euro teure Programm (&#8222;Afghanistan Response Route&#8220;) durfte nach einer strikten gerichtlichen Anordnung zum Umgang mit dem Skandal jahrelang nicht berichtet werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Regierungsangaben wurden \u00fcber das Programm bislang 4.500 Menschen aus Afghanistan nach Gro\u00dfbritannien gebracht, etwa 900 Antragsteller und 3.600 Familienmitglieder. Die Kosten sollen sich bislang auf etwa 460 Millionen Euro belaufen. Die Gesamtkosten f\u00fcr das Programm k\u00f6nnten durch m\u00f6gliche Kompensationsforderungen deutlich jenseits der Milliardengrenze liegen. Inzwischen wurde das Programm eingestellt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie jetzt teils auch stark kritisierte gerichtliche Anordnung, die verbot, auch nur \u00fcber die Existenz des Problems zu berichten, wurde im September 2023 erwirkt, um die Taliban nicht noch st\u00e4rker auf die Daten aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Gutachter kam im vergangenen Monat aber zu dem Schluss, dass der Datensatz nicht mehr die gr\u00f6\u00dfte Relevanz f\u00fcr die Taliban hat. Am vergangenen Dienstag endete das Verbot, woraufhin die britische Regierung den Vorgang \u00f6ffentlich gemacht hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.07.2025 20:50 Uhr Der britische Datenskandal zum Afghanistan-Krieg weitet sich aus: Nachdem bekannt geworden war, dass sensible&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":296944,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[7451,331,332,1685,551,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-296943","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-afghanistan","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-datenleck","12":"tag-grossbritannien","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-uk","18":"tag-united-kingdom","19":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","20":"tag-vereinigtes-koenigreich","21":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","22":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114922877395054304","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=296943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/296944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=296943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=296943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=296943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}