{"id":297070,"date":"2025-07-27T03:49:17","date_gmt":"2025-07-27T03:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297070\/"},"modified":"2025-07-27T03:49:17","modified_gmt":"2025-07-27T03:49:17","slug":"nie-wieder-still-csd-in-berlin-mit-politischem-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297070\/","title":{"rendered":"\u00abNie wieder still\u00bb \u2013 CSD in Berlin mit politischem Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Keine Regenbogenflagge auf dem Bundestag, aber Zehntausende Menschen auf den Stra\u00dfen: Der diesj\u00e4hrige Christopher Street Day (CSD) in Berlin steht unter dem Motto \u00abNie wieder still\u00bb und wird von Zehntausenden Menschen begleitet. Die Demonstration hat einen politischen Fokus, mit klaren Forderungen nach Gleichberechtigung und Schutz queerer Menschen. Ausgelassene Partystimmung herrscht trotzdem: Es gibt laute Musik, schrille Kost\u00fcme und zahlreiche Regenbogenflaggen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des CSD-Vorstands sind mehrere Hunderttausende Personen auf der Stra\u00dfe. \u00abDie Demonstration war so gro\u00df wie lange nicht mehr\u00bb, hie\u00df es in einem Statement. Mit etwas Versp\u00e4tung hatte sich der Zug gegen 12.30 Uhr in Bewegung gesetzt. Ein Gro\u00dfteil der Trucks und Gruppen hat das Endziel am Brandenburger Tor gegen 17.00 Uhr noch nicht erreicht.<\/p>\n<p>Zahlreiche Anspielungen auf \u00abZirkuszelt\u00bb-Aussage<\/p>\n<p>Ein zentrales Thema ist die Kontroverse um die Regenbogenflagge auf dem Bundestag. Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner hatte das Hissen der Flagge untersagt, was Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit den Worten \u00abDer Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt\u00bb verteidigte. Diese Aussage l\u00f6ste breite Kritik aus und wird auf vielen Plakaten satirisch aufgegriffen \u2013 etwa mit Spr\u00fcchen wie \u00abGenau mein Zirkus\u00bb oder \u00abWillkommen im Zirkuszelt von Liebe, Recht und Freiheit, Herr Merz\u00bb. Unter Jubel begr\u00fc\u00dfte Bundestagsvizepr\u00e4sident Omid Nouripour (Gr\u00fcne) die Teilnehmenden mit den Worten \u00abHallo, Zirkus!\u00bb \u2013 offenbar in Anspielung auf Merz.<\/p>\n<p>Anders als in vergangenen Jahren beteiligt sich das queere Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung dieses Jahr nicht am CSD. Die Verwaltungsspitze hatte der Gruppe eine Teilnahme untersagt. Aus Protest gegen diese Entscheidung haben einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schilder dabei, auf denen steht: \u00abWir sind leider nicht dabei \u2013 Hier w\u00e4re das Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung mitgelaufen\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Politischer Kern soll gest\u00e4rkt werden<\/p>\n<p>Thomas Hoffmann, Vorstandsmitglied des Berliner CSD, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Solidarit\u00e4t von f\u00fchrenden Politikerinnen und Politikern in Deutschland beginne zu br\u00f6ckeln. \u00abWir werden weiterhin auf der Stra\u00dfe bleiben, bis wir Gleichberechtigung erzielt haben.\u00bb Dieses Jahr solle der politische Kern der Demonstration wieder gest\u00e4rkt werden. Mehrere Demonstrantinnen und Demonstranten betonen, ihnen sei es dieses Jahr besonders wichtig auf die Stra\u00dfe zu gehen.<\/p>\n<p>Die Polizei hatte angek\u00fcndigt, mit rund 1.300 Kr\u00e4ften im Einsatz zu sein. Hinzu kommen etwa 1.000 private Sicherheitskr\u00e4fte sowie rund 280 Sanit\u00e4terinnen und Sanit\u00e4ter.<\/p>\n<p>Festnahmen bei kleiner Gegendemonstration<\/p>\n<p>Am Rande des CSD kam es zu einer rechtsextremen Gegendemonstration \u00abgegen den CSD-Terror\u00bb. Den zehntausenden CSD-Feiernden hatte die Gruppe von laut Polizei etwa 30 bis 50 Menschen aber kaum etwas entgegenzusetzen. Die Teilnehmer hatten Banner der Gruppe \u00abDeutsche Jugend Voran\u00bb dabei, die der Berliner Verfassungsschutz als rechtsextrem und gewaltorientiert einstuft. Die Veranstaltung wurde von der Polizei mit Gittern, Wagen und Einsatzkr\u00e4ften vom CSD abgeschirmt.\u00a0<\/p>\n<p>Es gab einzelne Freiheitsbeschr\u00e4nkungen unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz. Bereits vor Beginn der Kundgebung hatte die Polizei sechs Personen auf dem Weg zur Gegendemonstration festgenommen \u2013 darunter die Anmelderin \u2013, unter anderem wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz sowie wegen verfassungsfeindlicher Kennzeichen. Eine zweite geplante rechte Demonstration am Nachmittag wurde abgesagt.<\/p>\n<p>Monrose als Hauptact<\/p>\n<p>F\u00fcr den Abend ist eine gro\u00dfe Abschlusskundgebung und Live-Musik bis Mitternacht geplant. Als einer der Hauptacts soll die deutsche Girlgroup Monrose (\u00abHot Summer\u00bb) auftreten, die nach Angaben der Veranstalter seit mehr als zehn Jahren nicht mehr zusammen auf der B\u00fchne stand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Keine Regenbogenflagge auf dem Bundestag, aber Zehntausende Menschen auf den Stra\u00dfen: Der diesj\u00e4hrige Christopher Street&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":297071,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[30546,296,3364,507,29,30,1724,8970,1209],"class_list":{"0":"post-297070","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-csd","9":"tag-berlin","10":"tag-de","11":"tag-demonstration","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-muenster","16":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114923160362949771","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=297070"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297070\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/297071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=297070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=297070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=297070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}