{"id":297592,"date":"2025-07-27T09:14:19","date_gmt":"2025-07-27T09:14:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297592\/"},"modified":"2025-07-27T09:14:19","modified_gmt":"2025-07-27T09:14:19","slug":"was-laeuft-schief-in-der-mainzer-innenstadt-haendler-und-anwohner-machen-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297592\/","title":{"rendered":"Was l\u00e4uft schief in der Mainzer Innenstadt? H\u00e4ndler und Anwohner machen Druck"},"content":{"rendered":"<p>Die Mainzer Innenstadt steht immer wieder in der Kritik: H\u00e4ndler, Anwohner und ein ehemaliger Citymanager haben sich jetzt in der R\u00f6merpassage getroffen, um \u00fcber Missst\u00e4nde und m\u00f6gliche L\u00f6sungen zu sprechen. Dabei ging es um eine zunehmende Verm\u00fcllung, fehlende Kontrollen, hohe Parkgeb\u00fchren sowie weitere M\u00e4ngel. <\/p>\n<p>Zu viel M\u00fcll?<\/p>\n<p>Zu Beginn stand das Thema <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/event-mainzer-marktfruehstueck-was-sich-jetzt-alles-aendern-wird_ugrU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marktfr\u00fchst\u00fcck<\/a> im Fokus. W\u00e4hrend die Veranstaltung vielen als Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr die Stadt gilt, gibt es weiterhin kritische Stimmen zu dem Event. Immobilienbesitzer Michael Kapp, der auch ehemaliger Mainzer Citymanager ist, sieht darin eher einen \u201ePfropfen in der Top-Lage der Altstadt\u201c. \u00c4hnlich bewertete Innenstadt-Anwohner Thomas Jung die Situation. Die Veranstaltung habe mitunter einen \u201eBlockade\u201c-Effekt. So w\u00fcrden Leute, die zum Einkaufen in die City k\u00e4men, teilweise gar nicht mehr in die Gesch\u00e4fte gelangen.<\/p>\n<p>Auch der <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/event-ballermann-am-fischtor-marktfruehstueck-erneut-in-kritik_K1S\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alkoholkonsum mancher Besucher<\/a> des Weinfr\u00fchst\u00fccks, wie die Veranstaltung seit Beginn dieses Jahres nun hei\u00dft, sei bedenklich, findet wiederum Kapp. So sei das Event ein \u201eStimmungsaufheller f\u00fcr das Mainz-Gef\u00fchl\u201c, teils werde dabei aber auch \u00fcber den Durst getrunken. Und es stelle sich die Frage, ob man morgens schon (so viel) <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/neues-marktfruehstueck-zu-viel-alkohol-mainzer-winzer-wehren-sich-gegen-kritik-am-weinfruehstueck_herU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alkohol<\/a> braucht. Anwohner Jung sagte, dass hier das \u201ekultivierte Miteinander\u201c verlorengegangen sei und verwies zugleich auf das M\u00fcll-Problem vor Ort. Immobilienbesitzer Kapp war sich sicher, dass die Leute ihren M\u00fcll korrekt entsorgen wollen, es aber an ausreichend M\u00fclleimern fehle oder diese nicht die richtige Gr\u00f6\u00dfe h\u00e4tten. Besonders zum Wochenende hin werde es problematisch. Dabei stehe der Sonntag besonders im Fokus. Denn dann t\u00fcrme sich der M\u00fcll oft schon neben den Eimern.<\/p>\n<p>Eine konsequentere Leerung an den Wochenenden, etwa zwei- bis dreimal, k\u00f6nnte dem Abhilfe schaffen, so die gemeinsame Meinung. Was zus\u00e4tzlich \u00e4rgerlich sei, machte Dieter Gr\u00fcnewald, der Vorsitzende der \u201eInitiative Neue Mainzer Mitte e.V.\u201c, deutlich. So w\u00fcrden schon samstags viele M\u00fclltonnen mitten auf die Stra\u00dfe gestellt, obwohl der M\u00fcll erst dienstags abgeholt werde. \u201eDas Problem habe ich der Stadt schon diverse Male geschildert, doch es passiert einfach nichts, niemand k\u00fcmmert sich darum.\u201c \u00c4hnlich sah es Anwohner Thomas Jung, der hier die Verwaltung in der Pflicht sieht, Abhilfe zu schaffen. <\/p>\n<p>Kritik an Kontrollen<\/p>\n<p>Positiv er\u00f6rtert wurde in der Diskussionsrunde jedoch, dass Mainz es in die <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/zukunftsatlas-2025-mainz-steigt-in-top-10-der-zukunftsfaehigsten-staedte-auf_fJVU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Top 10 der zukunftsf\u00e4higsten Regionen Deutschlands<\/a> geschafft und damit das Image des \u201e<a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/handelsblatt-experten-verbluefft-mainz-statt-schmuddelkind-jetzt-zukunftsstadt_HtVU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schmuddelkinds<\/a>\u201c abgelegt hat. Allerdings wurde dieses Ergebnis in der Runde differenziert bewertet. Wie Gr\u00fcnewald sagte, dessen Initiative sich f\u00fcr die Aufwertung des Areals zwischen Galeria Kaufhof und dem Neubrunnenplatz einsetzt, habe man wohl bei dieser Bewertung \u201eunser Quartier \u00fcbersehen und nur die historische Altstadt, den Schillerplatz und das Rheinufer bewertet, sonst w\u00e4re man zu anderen Ergebnissen gekommen\u201c. Es m\u00fcssten h\u00e4ufig reklamierte <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/diskussion-mainzer-geschaeftsleute-in-sorge-innenstadt-verliert-weiter-an-attraktivitaet_X73\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00e4ngel und Missst\u00e4nde<\/a> endlich abgestellt werden. Ansonsten blieben Kunden aus und der Online-Handel oder <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/einkaufszentrum-vorbild-main-taunus-zentrum-mega-shoppingcenter-auch-in-mainz_gPVU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gro\u00dfe Einkaufszentren<\/a> auf der gr\u00fcnen Wiese w\u00fcrden profitieren. <\/p>\n<p>Ganz grunds\u00e4tzlich, so Gr\u00fcnewald, gebe es von Seiten der Stadt eine mangelnde Kommunikation mit den Betrieben vor Ort. Dezernate seien nicht ausreichend informiert. Auch M\u00e4ngelberichte und Unterschriftenaktionen h\u00e4tten daran nichts ge\u00e4ndert. Dass es prinzipiell auch eine bessere Kooperation und Kommunikation zwischen Stadt und H\u00e4ndlern geben m\u00fcsse, findet auch Ex-Citymanager Michael Kapp. \u201eEs muss die Motivation da sein, etwas auf dem kurzen Weg zu kl\u00e4ren.\u201c <\/p>\n<p>Zum Thema M\u00e4ngel \u00e4u\u00dferte sich schlie\u00dflich auch der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Mainzer Galeria-Kaufhof-Filiale, Torsten Au\u00dfem. Wie er schilderte, w\u00fcrden Unbekannte quasi t\u00e4glich vor den Personaleingang des Geb\u00e4udes urinieren und auch koten. Die zust\u00e4ndigen Stellen seien zwar informiert, doch ge\u00e4ndert habe sich bislang nichts. Dieses Beispiel nahmen die Diskussionsteilnehmer schlie\u00dflich zum Anlass, um auch \u00fcber das Thema Kontrollen zu sprechen. <\/p>\n<p>Im Fokus stand dabei die <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/rad-e-scooter-und-autofahrer-braucht-es-mehr-kontrollen-in-den-mainzer-fussgaengerzonen_cyuU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verkehrssicherheit in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone<\/a>. So kam man \u00fcberein, dass vor allem dort widerrechtlich fahrende <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/verkehrsverstoss-kontrollen-in-mainz-radfahrer-und-e-scooter-in-fussgaengerzone-erwischt_z6uU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">E-Scooter und Fahrradfahrer<\/a> zu gro\u00dfen Problemen f\u00fchrten. <\/p>\n<p>Auch der Lieferverkehr sei mitunter ein Problem. Hier m\u00fcsste viel konsequenter kontrolliert und auch sanktioniert werden. \u201eDas Ordnungsamt steht in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, aber die Mitarbeiter schauen nur ins Schaufenster\u201c, stellte ein Diskussionsteilnehmer die Situation \u00fcberspitzt dar. <\/p>\n<p>Immobilieneigent\u00fcmer Kapp hingegen sprach sich f\u00fcr dauerhafte Kontrollen vor Ort aus: \u201eEin paar Aktionswochen im Jahr reichen nicht aus.\u201c Man werde nie ganz verhindern k\u00f6nnen, dass Leute dort Rad fahren, aber man k\u00f6nne es \u00e4ndern. Anwohner Thomas Jung erkl\u00e4rte schlie\u00dflich, dass gerade \u00e4ltere Leute von dem r\u00fccksichtslosen Verhalten mancher Zweiradfahrer oder Paketboten geschockt seien und die Innenstadt deswegen meiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Eines von vielen anderen Themen bei dem Treffen waren auch die Erreichbarkeit der Innenstadt. Dabei ging es auch um <a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/innenstadt-sind-die-parkgebuehren-in-mainz-zu-hoch_iKkU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Parkgeb\u00fchren<\/a>. Wie Kapp meinte, sei das Konzept \u201eParken aufs Haus\u201c zu komplex. Als Vorschl\u00e4ge brachten die Diskussionsteilnehmer ein \u201eHappy Hour\u201c-Parken ins Gespr\u00e4ch, bei dem zwischen 17 und 20 Uhr keine Geb\u00fchren entrichtet werden m\u00fcssten oder kostenfreies Parken in der ersten Stunde. Auch ein \u201e0-Euro-Samstag\u201c f\u00fcr Parkh\u00e4user analog zum \u201e0-Euro-Samstag\u201c im \u00d6PNV sei w\u00fcnschenswert so die Runde. <\/p>\n<p>Inwieweit nun die diskutierten Themen letztlich umgesetzt werden k\u00f6nnten, darauf sind die Teilnehmer der Gespr\u00e4chsrunde gespannt. Auch ein weiteres Treffen in der Zukunft, dann gerne auch mit Vertretern der Stadt Mainz, sei w\u00fcnschenswert, so die gemeinsame Meinung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mainzer Innenstadt steht immer wieder in der Kritik: H\u00e4ndler, Anwohner und ein ehemaliger Citymanager haben sich jetzt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":297593,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-297592","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114924438375498199","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=297592"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297592\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/297593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=297592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=297592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=297592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}