{"id":297594,"date":"2025-07-27T09:15:11","date_gmt":"2025-07-27T09:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297594\/"},"modified":"2025-07-27T09:15:11","modified_gmt":"2025-07-27T09:15:11","slug":"cadenas-entwickelt-in-augsburg-das-google-fuer-ingenieure","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297594\/","title":{"rendered":"Cadenas entwickelt in Augsburg das Google f\u00fcr Ingenieure\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    1992 war J\u00fcrgen Heimbach mit seinem Maschinenbaustudium fertig und h\u00e4tte sich an Bewerbungen f\u00fcr einen Job machen m\u00fcssen. Doch der Arbeitsmarkt war angespannt. \u201eIch wollte keine 100 Bewerbungen schreiben, um eine Stelle zu bekommen. Da habe ich selbst etwas gegr\u00fcndet\u201c, erz\u00e4hlt J\u00fcrgen Heimbach fast nebenbei, als er in die Entstehungsgeschichte seines Unternehmens eintaucht. Dabei sei sofort klar gewesen: Namentlich sollte seine Firma keinen Bezug zu ihm oder der Familie haben. Er wollte unabh\u00e4ngig sein. Heimbach entschied sich daher f\u00fcr Cadenas als Titel. Das spanische Wort bedeutet \u00fcbersetzt Kette und lehnt sich an die Idee einer Prozesskette an. \u201eAu\u00dferdem war das direkt international und damit in der Entwicklung alles offen\u201c, sagt er. Dass er mit abgeschlossenem Maschinenbaustudium ein IT-Unternehmen gr\u00fcndete? Geschenkt. \u201eIch bin nicht der geborene Maschinenbauer, ich fand die IT zum Ende des Studiums spannender.\u201c Also legte er los &#8211; alleine und mit 50.000 D-Mark Startkapital. Heute geh\u00f6rt Cadenas zu den Weltmarktf\u00fchrern im Bereich Softwareentwicklung f\u00fcr digitale Produktkataloge und strategisches Teilemanagement.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gegr\u00fcndet hat J\u00fcrgen Heimbach 1992 eine Softwareentwicklungsfirma in der Eichleitnerstra\u00dfe in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a>. Schnell erz\u00e4hlt er, habe er das Potenzial des IT-Zeitalters erkannt und sich auf die Entwicklung f\u00fcr Software f\u00fcr CAD-Modelle spezialisiert. Das Unternehmen w\u00e4chst. Bereits nach zwei Jahren hat Cadenas um die zehn Mitarbeiter. Dabei seien die ersten beiden Jahre hart gewesen. \u201eEs war wirtschaftlich angespannt und es waren wenig Auftr\u00e4ge zu vergeben, aber ich war schon immer ehrgeizig und sehe nicht Probleme, sondern L\u00f6sungen\u201c, sagt Heimbach. Jeden verdienten Euro habe er reinvestiert. Dazu habe er Partner gefunden, die Cadenas mit ihrer Expertise und ihrem Netzwerk unterst\u00fctzt h\u00e4tten.\n  <\/p>\n<p>            Cadenas in Augsburg hat heute 400 Besch\u00e4ftigte weltweit<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Heimbach setzt zudem auf den intensiven Austausch \u201eWir haben Kunden stets pers\u00f6nlich kennengelernt, ihnen zugeh\u00f6rt, wo Bedarf besteht und dabei gesehen, dass manches Problem bei verschiedenen Kunden immer wieder auftritt.\u201c Daraus seien L\u00f6sungen entstanden, die man mehrfach anbieten habe k\u00f6nnen. Nach f\u00fcnf Jahren hat Cadenas damit bereits 40 Mitarbeitende, im Jahr 2000 werden die ersten Tochterunternehmen in Europa gegr\u00fcndet. \u201eSp\u00e4testens da hat sich ausgezeichnet, dass ich von Beginn an auf einen international funktionierenden Firmennamen gesetz habe\u201c, sagt Heimbach schmunzelnd.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cadenas sitzt mittlerweile im ehemaligen Weltbild-Geb\u00e4ude im Industriegebiet im Augsburger Stadtteil Lechhausen, hat 15 Standorte in acht L\u00e4ndern und 400 Besch\u00e4ftigte weltweit &#8211; davon 130 am deutschen Hauptsitz. Aus dem einst kleinen Unternehmen ist eine Art Google f\u00fcr Ingenieure geworden. Wer im Bereich Mechanik, Elektronik oder Bau plant und konstruiert und die passenden Komponenten f\u00fcr seine Ideen sucht, wird mit der Software von Cadenas f\u00fcndig. Rund 8000 Komponentenanbieter haben ihre Teile von dem Augsburger Unternehmen als digitalen Zwilling in die Software einpflegen lassen. Rund eine Million Firmen, darunter Gr\u00f6\u00dfen wie Mercedes-Benz, Tetra Pak, Liebherr, Kuka oder die Grob-Werke greifen mit rund zehn Millionen Nutzern auf die Plattform zu. \u201eIn den einzelnen Branchen haben wir eine Marktabdeckung von 90 bis 95 Prozent\u201c, sagt Heimbach.\n  <\/p>\n<p>            Konstrukteure k\u00f6nnen mit Cadenas-Software das passende Bauteil finden<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um die Plattform f\u00fcr den Laien verst\u00e4ndlicher zu machen, nimmt Heimbach ein einfaches Beispiel. \u201eStellen Sie sich vor, Sie wollen einen B\u00fcrostuhl bauen. Dann finden Sie auf unserer Plattform alle Komponenten, die Sie daf\u00fcr brauchen.\u201c So k\u00f6nne der Konstrukteur beispielsweise nach Rollen suchen und schauen, was der Markt hergibt. \u201eDas reicht von verschiedenen Formen, \u00fcber die Frage, ob die Rolle besser f\u00fcr Parkett oder Teppich geeignet ist, in welche Richtungen sie sich bewegt, was sie wiegt und wie sie verbaut werden muss\u201c, erl\u00e4utert Heimbach. Gleiches gelte dann f\u00fcr die Sitzfl\u00e4che oder die Armlehne &#8211; alle Produkte seien als digitaler Zwilling und in 3D-Ansicht verf\u00fcgbar. Mithilfe einer einzigen Plattform lie\u00dfen sich so die Komponenten f\u00fcr ein ganzes Bauteil zusammenstellen. Ingenieure k\u00f6nnen auch Zeichnungen einer ersten Idee hochladen, und die Software spuckt aus, welche Komponenten zu dem Bauteil passen k\u00f6nnten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cadenas ist eine Erfolgsgeschichte, aber kein Selbstl\u00e4ufer. \u201eAuch uns lief und l\u00e4uft der Erfolg nicht t\u00e4glich \u00fcber den Weg\u201c, ist Heimbach ehrlich. Verschiedene Wirtschaftskrisen seien nicht einfach vorbeigezogen. Man habe sie allerdings angenommen, nicht nur die Probleme gesehen, sondern nach L\u00f6sungen gesucht. \u201eWir haben neue Ideen in den Ring geworfen und gemeinsam mit den unterschiedlichen St\u00e4rken des Teams weiterentwickelt.\u201c Konkurrenten habe man nie kopiert, sondern versucht, deren Ans\u00e4tze mit eigenem Wissen und Visionen zu verbessern. \u201eSo sind wir selbst zum Innovationstreiber geworden und damit in manchen Krisenzeiten sogar gewachsen und gest\u00e4rkt hervorgegangen.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Cadenas aus Augsburg will weiter wachsen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cadenas sei so zu einem der Marktf\u00fchrer geworden. Sich jetzt gem\u00fctlich zur\u00fcckzulehnen und den Status zu halten, sei aber nicht das Ziel. Heimbach will die weltweit gr\u00f6\u00dfte Suchmaschine f\u00fcr Konstrukteure bereitstellen. \u201eCadenas soll ein Synonym daf\u00fcr werden. Wie Google f\u00fcr den Endverbraucher\u201c, ordnet er ein. Daf\u00fcr brauche man international noch mehr Sichtbarkeit, um weitere Kunden zu gewinnen. Vertrieb im Ausland aufzubauen, sei allerdings nicht so einfach. \u201eIn einem Land, in dem wir noch keine Niederlassung haben, m\u00fcssten wir f\u00fcr einen Mitarbeiter im Vertrieb eine eigene Betriebsst\u00e4tte gr\u00fcnden. \u201eInklusive allem b\u00fcrokratischen Aufwand\u201c, erl\u00e4utert Heimbach. Das wolle man umgehen. Cadenas hat deshalb mit dem japanischen Unternehmen Keyence eine Partnerschaft geschlossen. Einer der Marktf\u00fchrer in der Entwicklung und Herstellung von industriellen Automatisierungs- und Kontrollger\u00e4ten ist bereits in 46 L\u00e4ndern vertreten. \u201eWachstum, das wir allein in zehn Jahren erreichen k\u00f6nnen, schaffen wir so in f\u00fcnf\u201c, ist der Firmen-Chef \u00fcberzeugt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um die f\u00fchrende Engeneering-Plattform zu werden, will Cadenas nicht nur mehr internationale Kunden gewinnen, sondern auch sein Angebot erweitern. Neben technischen Daten sollen f\u00fcr die einzelnen Komponenten k\u00fcnftig weiterf\u00fchrende Informationen mitgeliefert werden. \u201eWir wollen auch direkt zeigen, wo das Produkt gekauft werden kann und zu welchem Preis. Wir zeigen an, wie lang die Lieferfrist ist und ob die Komponente gegebenenfalls auch in drei Monaten noch im Sortiment ist.\u201c Trotz der geplanten Entwicklung h\u00e4lt Heimbach an seinen Wurzeln fest und will den Hauptsitz von Cadenas in Augsburg belassen. \u201eWir haben hier viele Kunden, die Hochschulen, die neue und frische Mitarbeitende bieten, k\u00f6nnen am Standort noch expandieren und die Stadt ist lebenswert. Das h\u00f6ren wir von Bewerbern immer wieder.\u201c Auch die Japaner h\u00e4tten sich sofort in Augsburg verliebt.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Andrea Wenzel<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Heimbach<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"1992 war J\u00fcrgen Heimbach mit seinem Maschinenbaustudium fertig und h\u00e4tte sich an Bewerbungen f\u00fcr einen Job machen m\u00fcssen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":297595,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-297594","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114924442316520897","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=297594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297594\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/297595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=297594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=297594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=297594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}