{"id":297762,"date":"2025-07-27T10:50:22","date_gmt":"2025-07-27T10:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297762\/"},"modified":"2025-07-27T10:50:22","modified_gmt":"2025-07-27T10:50:22","slug":"unser-ausweg-unterstuetzt-angehoerige-von-kriegsgefangenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297762\/","title":{"rendered":"&#8222;Unser Ausweg&#8220; unterst\u00fctzt Angeh\u00f6rige von Kriegsgefangenen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2174343184478991.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1330\" alt=\"Aktivist:innen demonstrieren in Kiew. (Symbolbild)\" data-image-id=\"2174343184478991\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Aktivist:innen demonstrieren in Kiew. (Symbolbild) Bild: MAGO  \/ ABACAPRESS<\/p>\n<p>International<\/p>\n<p>Mehrere Tausend russische Soldaten befinden sich aktuell in ukrainischer Kriegsgefangenschaft. Eine Aktivistin in Kiew setzt sich daf\u00fcr ein, dass von ihnen eine Symbolwirkung nach Russland ausgeht. <\/p>\n<p>27.07.2025, 12:0627.07.2025, 12:06<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6309647592888203.webp\" alt=\"Nathalie Trappe\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Kriegsgefangene spielen im russischen Angriffskrieg in der Ukraine eine zentrale, aber oft \u00fcbersehene Rolle. Seit dem Beginn der Invasion im Februar 2022 sind auf beiden Seiten tausende Soldaten in Gefangenschaft geraten. Trotz gelegentlicher Gefangenenaustausche bleibt die Lage angespannt. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Russland macht keine transparenten Angaben \u00fcber die Zahl der gefangenen Ukrainer, Sch\u00e4tzungen zufolgen sollen mehrere hundert Soldaten unter russischer Kontrolle stehen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Laut offiziellen ukrainischen Angaben befinden sich unterdessen rund 2000 russische Soldaten in ukrainischer Kriegsgefangenschaft. Internationale Organisationen beobachten die Behandlung der Gefangenen, doch gerade f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen bedeutet die Situation oft qu\u00e4lende Ungewissheit.<\/p>\n<p>Russische Aktivistin zeigt Bilder von Kriegsgefangenen in der Ukraine<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Unser Ausweg&#8220; (aus russisch Nasch Wychod) will dem etwas entgegensetzen. <strong>Die russische Aktivistin Irina Krynina gr\u00fcndete das Projekt, um den Kontakt zwischen russischen Kriegsgefangenen in der Ukraine und ihren Familien herzustellen. <\/strong>Gemeinsam mit anderen Freiwilligen organisiert sie Besuche von Ehepartner:innen f\u00fcr die Gefangenen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Sie selbst war 2023 in die Ukraine gekommen, um ihren damaligen Lebensgef\u00e4hrten in Gefangenschaft zu besuchen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2107540488937936.webp\" loading=\"lazy\" width=\"2000\" height=\"1125\" alt=\"RUSSIA, MOSCOW REGION - JUNE 26, 2025: Russian servicemen liberated from Ukrainian captivity return to Russia following the 2 June Russia-Ukraine talks in Istanbul. Alexander Patrin\/TASS PUBLICATIONxI ...\" data-image-id=\"2107540488937936\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Russische Kriegsgefangene werden im Rahmen eines Austauschs zur\u00fcck nach Russland gebracht. (Archivbild)Bild: imago images \/ TAR-TASS\/ Alexander Patrin<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Als mir klar wurde, was wirklich passiert, wollte ich nicht mehr in Russland bleiben&#8220;, sagt sie im Gespr\u00e4ch mit der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wie-eine-russische-aktivistin-gefangenen-in-der-ukraine-hilft\/a-73398769\">&#8222;Deutschen Welle&#8220;<\/a> (DW). Ihr Ex-Partner wandte sich jedoch von ihr ab und will \u00fcber einen Austausch zur\u00fcck nach Russland gehen und weiter in seiner Heimat leben. &#8222;Krieg und Gefangenschaft ver\u00e4ndern Menschen sehr&#8220;, sagt Krynina. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Mit der Initiative &#8222;Unser Ausweg&#8220; versucht sie f\u00fcr viele russische Gefangene allerdings ebenfalls eine R\u00fcckkehr zu organisieren \u2013 allerdings nicht, um den Kreml zu unterst\u00fctzen.<\/strong> &#8222;Jeder zur\u00fcckgekehrte Russe bedeutet auch einen zur\u00fcckgekehrten Ukrainer. Der Austausch muss weitergehen&#8220;, sagt sie. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Im Rahmen ihres Projekts spricht sie mit vielen Russen in Gefangenschaft, auf Youtube haben die entsprechenden Interviews an die 50.000 Aufrufe. Sie sollen den Angeh\u00f6rigen auch als Beweis dienen, dass die Soldaten tats\u00e4chlich in Gefangenschaft sind. In Russland werden viele von ihnen n\u00e4mlich einfach als tot oder fahnenfl\u00fcchtig gemeldet. <\/p>\n<p>Ukraine-Krieg: Russin will auf Youtube aufkl\u00e4ren <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Mit dem Content will die Russin den Menschen in ihrer Heimat gleichzeitig zeigen, was in der Ukraine wirklich passiert und \u00fcber den Krieg aufkl\u00e4ren. <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Eine gro\u00dfe Zahl der Angeh\u00f6rigen \u2013 wahrscheinlich 99 Prozent \u2013 wollen, dass das, was passiert, aufh\u00f6rt&#8220;, sagt sie \u00fcber die Au\u00dfenwirkung ihrer Initiative. &#8222;Alle sind dieses Krieges m\u00fcde, und niemand versteht, warum er immer noch andauert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Mittlerweile steht Krynina auf einer Liste des russischen Justizministeriums, die alle &#8222;ausl\u00e4ndischen Agenten&#8220; erfasst. <\/strong>Diese Bezeichnung gilt f\u00fcr alle, die aus Sicht des Kremls aus dem Ausland finanziert oder beeinflusst wird. Mit der Regelung gehen Unterdr\u00fcckung und finanzielle Einschr\u00e4nkungen einher. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Irgendwann will die Aktivistin selbst ebenfalls in ihre Heimat zur\u00fcckkehren, dann aber in ein &#8222;freies Russland&#8220;. Die Schuldgef\u00fchle f\u00fcr den russischen Angriffskrieg aber werden ihr bleiben. &#8222;Ich wei\u00df nicht, ob die Ukrainer den Russen verzeihen k\u00f6nnen, was sie getan haben&#8220;, sagt sie. &#8222;Es wird Generationen dauern, bis wir \u00fcberhaupt an Frieden denken k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/politik.watson.de\/politik\/international\/402450607-ukraine-netze-kaefige-und-schrotflinten-als-waffen-gegen-drohnen\" aria-label=\"Zur Story\" class=\"watson-next-story__link absolute inset-0 z-10\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Russlands Drohnenkrieg trifft nicht mehr nur die Front, sondern auch das ukrainische Hinterland. Kiew muss improvisieren: mit Gitternetzen, Schrotflinten und Fahrzeugen wie aus einem Endzeitfilm.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin unbeeindruckt vom 50-Tage-Ultimatum durch US-Pr\u00e4sident Donald Trump zeigt, sterben in der Ukraine t\u00e4glich Zivilist:innen bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen. <strong>Besonders im Osten des Landes geraten zunehmend auch ukrainische R\u00fcckzugsorte und logistische Zentren ins Visier.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aktivist:innen demonstrieren in Kiew. 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