{"id":297772,"date":"2025-07-27T10:57:19","date_gmt":"2025-07-27T10:57:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297772\/"},"modified":"2025-07-27T10:57:19","modified_gmt":"2025-07-27T10:57:19","slug":"in-keiner-karte-verortet-taucher-versenkter-weltkriegskreuzer-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/297772\/","title":{"rendered":"&#8222;In keiner Karte verortet&#8220;: Taucher: Versenkter Weltkriegskreuzer entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;In keiner Karte verortet&#8220;<br \/>\n                Taucher: Versenkter Weltkriegskreuzer entdeckt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              27.07.2025, 10:03 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Im August 1916 treffen Torpedos des deutschen U-Boots U 52 die HMS Nottingham. Der Kreuzer sinkt, Dutzende Matrosen sterben. Mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter macht sich eine Tauchergruppe auf den Weg, um das Wrack vor der britischen K\u00fcste zu sichten. Offenbar mit Erfolg.<\/strong><\/p>\n<p>Eine Gruppe von zehn internationalen Tauchern hat nach eigenen Angaben rund 60 Seemeilen vor der britischen K\u00fcste das Wrack des im Ersten Weltkrieg versenkten Kreuzers HMS Nottingham entdeckt. Vorausgegangen sei eine monatelange Recherche in Archiven zur Lokalisation des Wracks, sagte Alexandra Pischyna aus Bremerhaven, die als Taucherin bei der Expedition &#8222;Xplore&#8220; Mitte Juli dabei war. &#8222;Das Wrack ist bisher in keiner Karte verortet.&#8220;<\/p>\n<p>Die britische Marine best\u00e4tigte den Eingang des Berichts der Gruppe. &#8222;Das Verteidigungsministerium wird nun gemeinsam mit weiteren Fachleuten die erhaltenen Beweise gem\u00e4\u00df den geltenden Richtlinien pr\u00fcfen, bevor das Wrack offiziell identifiziert wird&#8220;, teilte eine Sprecherin der Royal Navy mit.<\/p>\n<p>Die Taucher sind sich sicher, in 82 Metern Tiefe das richtige Wrack gefunden zu haben. &#8222;Das Schiff steht aufrecht auf dem Seegrund und ist bemerkenswert gut erhalten&#8220;, sagte Pischyna. Die Taucher pr\u00fcften f\u00fcr die Identifikation mehrere Merkmale, unter anderem die Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Deckkanonen. Am Ende sei das nicht notwendig gewesen: Am Heck habe der Schiffsname in bronzenen Buchstaben gestanden. &#8222;Da waren nat\u00fcrlich alle aus dem H\u00e4uschen&#8220;, sagte Expeditionsmitglied Steffen Scholz aus Karlsruhe.<\/p>\n<p>Die HMS Nottingham wurde am 19. August 1916 durch das deutsche U-Boot U 52 versenkt. 38 Besatzungsmitglieder der HMS Nottingham kamen ums Leben. &#8222;Zwei englische Zerst\u00f6rer versuchten m\u00f6glichst viele der \u00dcberlebenden aufzunehmen, wurden dabei jedoch weiterhin durch Torpedos des U-Bootes beschossen&#8220;, teilte das Deutsche Marinemuseum mit.<\/p>\n<p>&#8222;Wie eine Erstbesteigung auf einen Berg&#8220;<\/p>\n<p>Nach Angaben der Taucher hatten schon andere Gruppen vergeblich versucht, das Wrack zu lokalisieren. Der Fund sei wie die &#8222;Erstbesteigung eines Bergs&#8220;, sagte Scholz. F\u00fcr die Sichtung sei alles genau geplant worden, berichtete die 37-j\u00e4hrige Pischyna: &#8222;Wir hatten nur 45 Minuten am Wrack, bevor wir den rund zweieinhalbst\u00fcndigen Aufstieg beginnen mussten, da muss alles schnell und pr\u00e4zise ablaufen &#8211; bei einem Wrack mit solchen Ausma\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Koordinaten der Fundstelle hat die Gruppe der britischen Marine mitgeteilt. Ob die Daten bekanntgegeben werden, steht bisher nicht fest: &#8222;Sobald die offizielle Identifizierung erfolgt ist, wird eine Entscheidung \u00fcber die Ver\u00f6ffentlichung der Koordinaten getroffen werden&#8220;, teilte die Royal Navy mit. Scholz sagte, der Gruppe liege daran, das Wrack vor Pl\u00fcnderungen zu sch\u00fctzen: &#8222;Unser Interesse ist, dass das Wrack so erhalten bleibt, wie es ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Geschichte wird auf eine ganz besondere Weise wahr&#8220;<\/p>\n<p>Pischyna ist fasziniert von Schiffswracks und deren Historie: &#8222;Wenn man dann abtaucht und die Spuren dieser Geschichte tats\u00e4chlich mit eigenen Augen sieht, wie etwa die Einschl\u00e4ge von Torpedos oder andere Besch\u00e4digungen, wird Geschichte auf eine ganz besondere Weise f\u00fcr mich wahr in diesem Moment.&#8220;<\/p>\n<p>Auf dem Grund der Nordsee liegen nach Angaben des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) in Bremerhaven nicht zuletzt aufgrund der beiden Weltkriege Hunderte Schiffs- und Flugzeugwracks. Das Forschungsprojekt &#8222;North Sea Wrecks&#8220; unter Leitung des DSM besch\u00e4ftigte sich mit der Gefahr, die von ihnen etwa durch Alt-Munition ausgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;In keiner Karte verortet&#8220; Taucher: Versenkter Weltkriegskreuzer entdeckt 27.07.2025, 10:03 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":297773,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,15850,30,551,13,984,929,14,15,11016,12],"class_list":{"0":"post-297772","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-erster-weltkrieg","13":"tag-germany","14":"tag-grossbritannien","15":"tag-headlines","16":"tag-international","17":"tag-kriege-und-konflikte","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schiffsungluecke","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114924843424733403","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297772","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=297772"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297772\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/297773"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=297772"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=297772"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=297772"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}