{"id":298412,"date":"2025-07-27T16:43:18","date_gmt":"2025-07-27T16:43:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298412\/"},"modified":"2025-07-27T16:43:18","modified_gmt":"2025-07-27T16:43:18","slug":"feiges-attentat-so-erinnert-duesseldorf-an-den-wehrhahn-anschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298412\/","title":{"rendered":"\u201eFeiges Attentat\u201c \u2013 so erinnert D\u00fcsseldorf an den Wehrhahn-Anschlag"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">25 Jahre nach dem Wehrhahn-Anschlag haben am Sonntag Vertreter aus Stadt, Politik und Gesellschaft an die Opfer des fremdenfeindlichen Angriffs erinnert \u2013 und einen Appell zur Wachsamkeit gegen Rechtsradikalismus und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/antisemitismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antisemitismus<\/a> heute gesendet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am 27. Juli 2000 um 15.03 Uhr explodierte am D\u00fcsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn eine Rohrbombe, verletzte zehn Menschen zum Teil lebensgef\u00e4hrlich und t\u00f6tete ein ungeborenes Kind. Sie waren Besucher einer Sprachschule unweit des Bahnhofs. 1500 Menschen wurden im Zuge der Ermittlungen befragt, mehr als 300 Spuren verfolgt, 450 Beweisst\u00fccke eingesammelt. Ein T\u00e4ter wurde niemals verurteilt. Ein Rechtsradikaler, der wegen des Anschlags viele Jahre sp\u00e4ter vor Gericht stand, wurde freigesprochen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nur wenige Meter neben der Stelle, an der die Bombe \u2013 in einer T\u00fcte versteckt \u2013 explodierte, sprach Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stephan-keller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stephan Keller<\/a> am Sonntag von einem \u201efeigen Attentat\u201c. Auch er erinnerte daran, dass die Verantwortlichen niemals zur Rechenschaft gezogen wurden. \u201eDer oder die T\u00e4ter\u201c h\u00e4tten die Opfer gezielt ausgesucht. Menschen, die sich in D\u00fcsseldorf eine Existenz aufbauen wollten, h\u00e4tten stattdessen Gewalt erfahren. \u201eDer Wehrhahn-Anschlag in D\u00fcsseldorf ist unvergessen.\u201c Umso wichtiger sei die Erinnerung heute, da Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder auf dem Vormarsch seien. \u201eEs ist unsere Aufgabe, dagegen aufzustehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Angriff habe eine Narbe in der Stadt hinterlassen, sagte Wladislaw Korenblum von der J\u00fcdischen Gemeinde. \u201eEs war ein Anschlag des Hasses gegen das, was diese Stadt ausmacht.\u201c Sie stehe f\u00fcr Vielfalt, f\u00fcr Weltoffenheit. Korenblum berichtete, er sei Teilnehmer der gleichen Sprachma\u00dfnahme gewesen, die auch die Opfer besuchten. \u201eIch wei\u00df, wie es sich anf\u00fchlt, mit Hoffnung und einem W\u00f6rterbuch in der Tasche zur Bahn zu gehen.\u201c Man m\u00fcsse immer wieder verdeutlichen, dass am Wehrhahn kein Unfall geschehen sei. \u201eDie Menschen wurden gezielt angegriffen. Ihre Namen, Geschichten und Stimmen d\u00fcrfen nicht vergessen werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum Gedenken am Sonntag eingeladen hatte die Initiative Wehrhahn erinnern. \u00dcber den Tag verteilt gab es gleich mehrere Veranstaltungen. Der Rundgang zu den Schaupl\u00e4tzen des Anschlags sei ausgebucht gewesen, sagte Vertreterin Sabine Reimann. \u201eErinnerungsarbeit ist nicht immer einfach, sie st\u00f6\u00dft auch auf Widerstand. Man braucht den Mut, unbequem und kritisch zu sein, auf Leerstellen hinzuweisen.\u201c Umso mehr freue sie sich, dass auch offizielle Vertreter der Stadt am Sonntag gekommen waren. \u201eDas war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"25 Jahre nach dem Wehrhahn-Anschlag haben am Sonntag Vertreter aus Stadt, Politik und Gesellschaft an die Opfer des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":298413,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[13774,712,3364,29,3405,86886,30,81326,86887,1209,19170,5089,86001],"class_list":{"0":"post-298412","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-anschlag","9":"tag-antisemitismus","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-explodierte","14":"tag-germany","15":"tag-gezielt","16":"tag-korenblum","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-opfer","19":"tag-taeter","20":"tag-wehrhahn"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114926203956045305","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298412\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/298413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}