{"id":298941,"date":"2025-07-27T21:43:08","date_gmt":"2025-07-27T21:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298941\/"},"modified":"2025-07-27T21:43:08","modified_gmt":"2025-07-27T21:43:08","slug":"eu-und-usa-verkuenden-handelsabkommen-zoelle-von-15-prozent-auf-waren-aus-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298941\/","title":{"rendered":"EU und USA verk\u00fcnden Handelsabkommen: Z\u00f6lle von 15 Prozent auf Waren aus der EU"},"content":{"rendered":"<p>      EU und USA verk\u00fcnden Handelsabkommen: Z\u00f6lle von 15 Prozent auf Waren aus der EU<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Die USA und die Europ\u00e4ische Union haben nach monatelangen harten Verhandlungen ihren Zollstreit beigelegt. US-Pr\u00e4sident Donald Trump und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen verk\u00fcndeten am Sonntag nach einem einst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch im schottischen Turnberry die Einigung auf ein Handelsabkommen, das US-Z\u00f6lle von 15 Prozent auf Produkte aus der EU vorsieht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begr\u00fc\u00dfte die Einigung im Zollstreit, der Au\u00dfenhandelsverband sprach von einem &#8222;schmerzhaften Kompromiss&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Wir haben eine Einigung erzielt. Es ist ein gutes Abkommen f\u00fcr alle&#8220;, sagte Trump. &#8222;Dies ist wahrscheinlich der gr\u00f6\u00dfte Deal, der jemals in irgendeiner Form abgeschlossen wurde.&#8220; Von der Leyen sprach von einem &#8222;guten Abkommen&#8220;, das auf beiden Seiten des Atlantiks f\u00fcr &#8222;Stabilit\u00e4t&#8220; sorgen werde. Die Delegationen der <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/eu-4540782.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> und der USA applaudierten, als Trump und von der Leyen sich zweimal die Hand reichten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Wir sind uns einig, dass der Zoll f\u00fcr Autos und alles andere pauschal 15 Prozent betragen wird&#8220;, sagte Trump.\u00a0Seinen Angaben zufolge verpflichtete sich die EU in dem Abkommen zu zus\u00e4tzlichen Investitionen in den <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/us-wahl-2024\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> in H\u00f6he von 600 Milliarden Dollar (510 Milliarden Euro) und zu Energiek\u00e4ufen im Wert von 750 Milliarden Dollar.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Wir werden russisches Gas und \u00d6l durch umfangreiche K\u00e4ufe von US-Fl\u00fcssigerdgas, \u00d6l und Kernbrennstoffen ersetzen&#8220;, sagte von der <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/ursula-von-der-leyen-4540112.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leyen<\/a> vor Journalisten. Mit den Eink\u00e4ufen in den kommenden drei Jahren werde die EU ihre Versorgungsquellen diversifizieren und zur Energiesicherheit in Europa beitragen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Laut von der Leyen wurde au\u00dferdem Zollfreiheit &#8222;f\u00fcr eine Reihe strategischer Produkte&#8220; etwa f\u00fcr die Luftfahrt vereinbart. Gegenseitige Zollfreiheit gelte auch f\u00fcr einige Chemikalien, <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/computer\/themen\/halbleiter-4110846.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Halbleiter<\/a>-Ausr\u00fcstung, einige landwirtschaftliche Produkte und wichtige Rohstoffe.\u00a0Sie hoffe auf weitere Null-Prozent-Vereinbarungen vor allem f\u00fcr Alkohol, sagte von der Leyen. Dies solle in den kommenden Tagen &#8222;gekl\u00e4rt&#8220; werden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Die 27 EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen der Einigung noch zustimmen. Die EU-Botschafter, die sich derzeit in Gr\u00f6nland aufhalten, waren von der Kommission am Sonntagvormittag \u00fcber den aktuellen Stand informiert worden. Nach der Einigung werden sie sich nun erneut treffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;15 Prozent sind nicht zu untersch\u00e4tzen, aber es ist das Beste, was wir kriegen konnten&#8220;, r\u00e4umte von der Leyen ein. Die Details m\u00fcssten noch &#8222;in den kommenden Wochen&#8220; geregelt werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Die EU hatte sich f\u00fcr einen Kompromiss beim Stahl eingesetzt, der ein gewisses Kontingent an zollfreien Ausfuhren in die USA erlauben w\u00fcrde. US-Pr\u00e4sident <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/lifestyle\/leute\/themen\/donald-trump-4540962.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> schien dies jedoch auszuschlie\u00dfen, indem er sagte, beim Stahl &#8222;bleibt es so, wie es ist&#8220;. Von der Leyen bestand jedoch sp\u00e4ter darauf, dass f\u00fcr Stahl &#8222;Z\u00f6lle gesenkt und eine Quotierung eingef\u00fchrt wird&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Die EU-Kommission hatte sich intensiv f\u00fcr ein Handelsabkommen mit den USA eingesetzt, um die Handelsbeziehungen mit einem Volumen von j\u00e4hrlich 1,9 Billionen US-Dollar zu sichern. Hinter den Kulissen hatte die EU f\u00fcr den Fall eines Scheiterns Gegenz\u00f6lle f\u00fcr US-Waren und Dienstleistungen vorbereitet.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Trump hatte Anfang April einen Zollkonflikt mit Handelspartnern in aller Welt entfacht. Er k\u00fcndigte hohe Importaufschl\u00e4ge f\u00fcr zahlreiche L\u00e4nder an, senkte diese dann aber auf zehn Prozent, um Verhandlungen zu f\u00fchren. Der EU drohte er zuletzt mit Z\u00f6llen von 30 Prozent, die am 1. August in Kraft treten sollten. F\u00fcr Stahl- und Aluminiumprodukte m\u00fcssen Importeure Aufschl\u00e4ge von 50 Prozent zahlen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Es sei &#8222;gut, dass Europa und die USA sich geeinigt haben und so eine unn\u00f6tige Eskalation in den transatlantischen Handelsbeziehungen vermeiden&#8220;, erkl\u00e4rte Bundeskanzler Merz laut seinem Sprecher. Die Einigkeit der EU und die harte Arbeit der Verhandler h\u00e4tten &#8222;sich ausgezahlt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Mit der Einigung sei es gelungen, &#8222;einen Handelskonflikt abzuwenden, der die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart getroffen h\u00e4tte&#8220;, f\u00fchrte Merz aus. Dies gelte besonders f\u00fcr die Automobilwirtschaft, &#8222;bei der die gegenw\u00e4rtigen Z\u00f6lle von 27,5 Prozent auf 15 Prozent fast halbiert&#8220; w\u00fcrden. Gerade hier sei die schnelle Zollsenkung &#8222;von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung&#8220;, sagte Merz mit Blick auf die Bedeutung der deutschen Autoindustrie.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni erkl\u00e4rte, es sei &#8222;positiv, dass es ein Abkommen gibt&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Diese Einigung ist ein schmerzhafter Kompromiss&#8220;, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Gro\u00dfhandel, Au\u00dfenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura. &#8222;Jedes Prozent Zoll ist ein Prozent zu viel.&#8220; Der Zollaufschlag bedeute f\u00fcr viele H\u00e4ndler &#8222;eine existenzielle Bedrohung&#8220;. Die nun erfolgte Einigung mit den USA werde &#8222;hier im Land sp\u00fcrbare Auswirkungen haben&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">In den vergangenen Wochen hatten die USA bereits Abkommen mit Japan, den Philippinen, Indonesien, Gro\u00dfbritannien und Vietnam geschlossen. In allen F\u00e4llen werden k\u00fcnftig bedeutend h\u00f6here Z\u00f6lle bei Lieferungen in die USA f\u00e4llig als vor Trumps Zolloffensive. Der Republikaner will mit den Einnahmen daraus seine Steuersenkungsprogramme finanzieren und zugleich Unternehmen dazu bringen, ihre Produktion in die USA zu verlegen.<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU und USA verk\u00fcnden Handelsabkommen: Z\u00f6lle von 15 Prozent auf Waren aus der EU Kopiere den aktuellen Link&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":298942,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-298941","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114927383639119124","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298941"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298941\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/298942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}