{"id":298945,"date":"2025-07-27T21:45:12","date_gmt":"2025-07-27T21:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298945\/"},"modified":"2025-07-27T21:45:12","modified_gmt":"2025-07-27T21:45:12","slug":"pogacar-faehrt-im-verwaltungsmodus-zum-sieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/298945\/","title":{"rendered":"Pogacar f\u00e4hrt im Verwaltungsmodus zum Sieg"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/radsport-tour-de-france-tadej-pogacar-102~2600x1300\"  alt=\"Tadej Pogacar radelt \u00fcber die Ziellinie der Tour de France bei der Champs-\u00c9lysees.\" decoding=\"async\" loading=\"eager\"  style=\"object-fit:cover;object-position:center\" fetchpriority=\"high\" class=\"f1mqliu0\"\/><\/p>\n<p>Tadej Pogacar zeigte w\u00e4hrend der Tour eine f\u00fcr ihn eher ungew\u00f6hnlich defensive Fahrweise.<\/p>\n<p>Quelle: afp<\/p>\n<p>Zuletzt in den Alpen war <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"d2d6f3d1\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/tadej-pogacar-118.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tadej Pogacar<\/a>, ein ansonsten hyperaktiver Radprofi und ehrgeiziger Seriensieger, seltsam passiv. Obwohl er  auf dem Rad einen klassischen Pogacar-Eindruck hinterlie\u00df &#8211; souver\u00e4n, scheinbar schwerelos, kraftvoll -, verzichtete er bei beiden Passagen durch Frankreichs \u00f6stliches Hochgebirge auf Attacken und damit auf zwei durchaus m\u00f6gliche Tagessiege.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung daf\u00fcr klang einleuchtend und verst\u00e4ndlich:<\/p>\n<blockquote class=\"bosa0j6\">\n<p class=\"tley63f hhhtovw\">Mein Ziel war es, das Gelbe Trikot zu verteidigen und auf das aufzupassen, was mein Konkurrent Jonas Vingegaard macht.<\/p>\n<p>\u201e<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"abqjgdv m1lnp037\">Tadej Pogacar \u00fcber seine Zur\u00fcckhaltung in den Alpen<\/p>\n<p>Doch diese Erkl\u00e4rung ist ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Pogacar, sie passt nicht zu ihm. Und sie passt auch nicht zu dem Pogacar, der in den ersten beiden Wochen der Tour zu sehen war.<\/p>\n<p>Pogacar f\u00e4hrt zun\u00e4chst mutig und unaufhaltsam <\/p>\n<p>Da raste er, wie er immer raste: wild, mutig, unaufhaltsam und getrieben von einem erstaunlichen Siegtrieb, Radsport schien wie immer ein Spiel f\u00fcr ihn zu sein. Eine Einstellung, die ihn zu vier Etappensiegen nach 13 Tour-Tagen f\u00fchrte, 21 sind es schon  insgesamt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Deustchlands Florian Lipowitz freut sich auf dem Podium.\" class=\"pei0kpe\"\/>Die vorletzte Tour-Etappe hatte es im str\u00f6menden Regen in sich. Den Tagessieg holt der Australier Kaden Groves, Tadej Pogacar verteidigt Gelb und Florian Lipowitz f\u00e4hrt als Dritter nach Paris.26.07.2025 | 4:37 min<\/p>\n<p>Pogacar, immer noch erst 26 Jahre alt, schien wieder mit seinem \u00fcblichen Erfolgshunger, der sich fast zu einem Erfolgszwang gesteigert hat, zur Tour angereist zu sein. Letztlich gewann er das Rennen mit 4:24 Minuten vor seinem d\u00e4nischen Herausforderer Jonas Vingegaard. Es war sein vierter Tour-Triumph seit 2020.<\/p>\n<p>Schnupfen, Halsschmerzen und ein Sturz<\/p>\n<p>Doch mit Beginn der dritten Woche war alles anders. Der Slowene fuhr so defensiv wie noch nie bei der Tour. Schnupfen, Halsschmerzen, dazu ein Sturz. Auf der Suche nach Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diese Passivit\u00e4t spielt auch die Rotf\u00e4rbung von Pogacars Nase eine Rolle. Die erkl\u00e4rte er vor einer Woche mit einer Erk\u00e4ltung.<\/p>\n<p>Zuvor war er in Toulouse zum Auftakt der zweiten Tour-Woche unweit des Ziels gest\u00fcrzt und auf die linke Seite gekracht. Prellungen und Hautabsch\u00fcrfungen waren die Folge. In den Alpen zeigte sich Pogacar, ansonsten ein stets scherzender junger Mann, zur\u00fcckhaltend, kaum l\u00e4chelnd, dazu n\u00f6rgelnd und schlecht gelaunt.<\/p>\n<p>Pogacar holt sich trotz M\u00fcdigkeit das Bergtrikot<\/p>\n<p>Er sei ersch\u00f6pft und z\u00e4hle die Kilometer bis Paris herunter, sagte er. Die Erk\u00e4ltung, der Sturz von Toulouse, mieses Wetter am Donnerstag und Freitag in den Alpen, dazu &#8222;st\u00e4ndige Attacken von allen Seiten&#8220; &#8211; Pogacar wirkte ausgelaugt und auf Reserve fahrend.<\/p>\n<p>Ein Zustand, der ansonsten selbst nach seinen verbl\u00fcffendsten Siegen nicht bei ihm zu beobachten ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Tour de France, 18. Etappe. Florian Lipowitz auf dem Rad bei einem Anstieg\" class=\"pei0kpe\"\/>Auf der letzten Alpen-Etappe der Tour de France 2025 festigt Florian Lipowitz Platz drei in der Gesamtwertung. Etappensieger wird Thymen Arensman, Tadej Pogacar bleibt in Gelb.25.07.2025 | 0:44 min<\/p>\n<p>Am Freitag nach der letzten gro\u00dfen Kletter-Aufgabe dieser Tour sagte Pogacar schlie\u00dflich: &#8222;Ich bin offensichtlich m\u00fcde.&#8220; Wobei: En passant sammelte Pogacar noch einen Triumph bei dieser Tour ein: den Sieg in der Bergwertung, zum dritten Mal in Folge.<\/p>\n<p>Zweifel an seinen Leistungen bleiben<\/p>\n<p>Obwohl sich Pogacar so menschlich zeigte wie noch nie bei der Tour, gibt es weiterhin viele Zweifel und Zweifler an seinen Leistungen. Zumal der Teamchef seines UAE-Teams Emirates der Schweizer Mauro Gianetti ist, der bei der Tour 2008 als Boss des Teams Saunier-Duval im Zentrum eines gro\u00dfen Tour-Skandals stand.<\/p>\n<p>Die Mannschaft wurde damals von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen, weil sich die Dopingf\u00e4lle w\u00e4hrend des Rennens h\u00e4uften.<\/p>\n<p>Vor einem Jahr sagte Pogacar in Richtung seiner Skeptiker: &#8222;Du solltest nichts einnehmen, was deiner Gesundheit und deinem Herzen schadet, das ist es nicht wert, das w\u00e4re sehr dumm. Es w\u00e4re Wahnsinn, die Gesundheit wegzuwerfen und dein Leben zu riskieren.&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Zwei Teilnehmer des TCR 2024\" class=\"pei0kpe\"\/>Ersch\u00f6pfung, \u00dcberwindung, Hochgef\u00fchle: die deutschen Ultracycling-Athleten Jana Kesenheimer und Joschka V\u00f6lkel beim TCR, dem h\u00e4rtesten Radrennen der Welt &#8211; \u00fcber 4000 km ohne Hilfe.25.10.2024 | 43:29 min<\/p>\n<p>Van Aert l\u00e4sst Pogacar an Sacr\u00e9 Coeur stehen<\/p>\n<p>Am Sonntag wiederum begeisterte ein wieder erwachter Pogacar seine Fans bei der Abschlussetappe, die drei Mal \u00fcber den Montmartre f\u00fchrte. Pogacar attackierte bei der zweiten Passage, setzte sich schlie\u00dflich mit f\u00fcnf Fahrern ab und wurde doch noch gestellt. <\/p>\n<p>Wout Van Aert lie\u00df Pogacar im dritten Anstieg hinauf zu Sacr\u00e9 Coeur stehen und sicherte sich den finalen Etappensieg. Pogacar, der Tagesvierte, aber gewann die Tour und zeigte sich erneut wie Pogacar: als Angreifer, der noch einmal seine M\u00fcdigkeit abgelegt hatte.<\/p>\n<p>Meiste Gesamtsiege *<strong>F\u00fcnf<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Jacques Anquetil (Frankreich) 1957, 1961, 1962, 1963, 1964 <\/li>\n<li>Eddy Merckx (Belgien) 1969, 1970, 1971, 1972, 1974<\/li>\n<li>Bernard Hinault (Frankreich) 1978, 1979, 1981, 1982, 1985<\/li>\n<li>Miguel Indurain (Spanien) 1991, 1992, 1993, 1994, 1995<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Vier<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Christopher Froome (Gro\u00dfbritannien) 2013, 2015, 2016, 2017<\/li>\n<li>Tadej Pogacar (Slowenien) 2020, 2021, 2024, 2025<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Drei<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Philippe Thys (Belgien) 1913, 1914, 1920<\/li>\n<li>Louison Bobet (Frankreich) 1953, 1954, 1955<\/li>\n<li>Greg LeMond (USA) 1986, 1989, 1990<\/li>\n<\/ul>\n<p>* Die sieben Siege von Lance Armstrong (USA) zwischen 1999 und 2005 wurden gestrichen J\u00fcngste Gesamtsieger (Alter bei Tour-Ende)<\/p>\n<ul>\n<li>19: Henri Cornet (Frankreich) 1904<\/li>\n<li>21: Tadej Pogacar (Slowenien) 2020<\/li>\n<li>22: Francois Faber (Luxemburg) 1909, Octave Lapize (Frankreich) 1910, Romain Maes (Belgien) 1935, Felice Gimondi (Italien), 1965 Laurent Fignon (Frankreich) 1983, Egan Bernal (Kolumbien) 2019 und Tadej Pogacar (Slowenien) 2021<\/li>\n<li>23. u.a.: Jan Ullrich 1997 <\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00c4lteste Tour-Sieger (Alter bei Tour-Ende)<\/p>\n<ul>\n<li>36: Firmin Lambot (Belgien) 1922<\/li>\n<li>34: Henri Pelissier (Frankreich) 1923, Gino Bartali (Italien) 1948 und Cadel Evans (Australien) 2011<\/li>\n<\/ul>\n<p>Meiste Etappensiege<\/p>\n<ul>\n<li>35: Mark Cavendish (Gro\u00dfbritannien)<\/li>\n<li>34: Eddy Merckx (Belgien)<\/li>\n<li>28: Bernard Hinault (Frankreich)<\/li>\n<li>25: Andre Leducq (Frankreich)<\/li>\n<li>22: Andre Darrigade (Frankreich)<\/li>\n<li>21: Tadej Pogacar (Slowenien)<\/li>\n<li>20: Nicolas Frantz (Luxemburg)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8230; 14: Marcel KittelGewinner des Gr\u00fcnen Trikots<\/p>\n<ul>\n<li>7: Peter Sagan (Slowakei) 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2018, 2019<\/li>\n<li>6: Erik Zabel (Berlin) 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001<\/li>\n<li>4: Sean Kelly (Irland) 1982, 1983, 1985, 1989<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gewinner des Bergtrikots<\/p>\n<ul>\n<li>7: Richard Virenque (Frankreich) 1994 bis 1997, 1999, 2003, 2004<\/li>\n<li>6: Federico Bahamontes (Spanien) 1954, 1958, 1959, 1962 bis 1964 und Lucien Van Impe (Belgien) 1971, 1972, 1975, 1977, 1981, 1983<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die knappsten Tour-Siege<\/p>\n<ul>\n<li>8 Sekunden: 1989 Greg LeMond (USA) vor Laurent Fignon (FRA) &#8211; letzte Etappe ein Einzelzeitfahren in Paris<\/li>\n<li>23 Sekunden: 2007 Alberto Contador (ESP) vor Cadel Evans (AUS)<\/li>\n<li>32 Sekunden: 2006 Oscar Pereiro (ESP) vor Andreas Kl\u00f6den<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klarste Siege der Nachkriegszeit<\/p>\n<ul>\n<li>28:17 Minuten: 1952 Fausto Coppi (ITA) vor Stan Ockers (BEL)<\/li>\n<li>26:16 Minuten: 1948 Gino Bartali (ITA) vor Briek Schotte (BEL)<\/li>\n<li>22:00 Minuten: 1951 Hugo Koblet (SUI) vor Raphael Geminiani (FRA)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klarste Siege vor dem 2. Weltkrieg<\/p>\n<ul>\n<li>2:59:21 Stunden: 1903 Maurice Garin (FRA) vor Lucien Pothier (FRA)<\/li>\n<li>2:16:14 Stunden: 1904 Henri Cornet (FRA) vor Jean-B Dortignacq (FRA)<\/li>\n<li>1:48:21 Stunden: 1927 Nicolas Frantz (LUX) vor Maurice Dewaele (BEL)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tadej Pogacar zeigte w\u00e4hrend der Tour eine f\u00fcr ihn eher ungew\u00f6hnlich defensive Fahrweise. 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