{"id":299431,"date":"2025-07-28T02:36:32","date_gmt":"2025-07-28T02:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299431\/"},"modified":"2025-07-28T02:36:32","modified_gmt":"2025-07-28T02:36:32","slug":"christopher-street-day-hunderttausende-feiern-christopher-street-day-in-berlin-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299431\/","title":{"rendered":"Christopher Street Day &#8211; Hunderttausende feiern Christopher Street Day in Berlin &#8211; Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"teaserText\" data-schema-org-speakable=\"true\">Es war eine riesige Demo und eine fr\u00f6hliche Party mit Musik und politischen Botschaften. Die Hauptveranstaltung blieb \u00fcberwiegend friedlich \u2013 bei Parallel-Demos kam es jedoch zu Ausschreitungen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> (dpa) &#8211; Mehrere Hunderttausend Menschen haben am Samstag beim <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Christopher_Street_Day\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christopher Street Day<\/a> (CSD) in Berlin demonstriert und ausgelassen gefeiert \u2013 so viele wie seit Jahren nicht mehr, wie der Veranstalter mitteilte. Unter dem Motto \u201eNie wieder still\u201c setzte die bunte Menge ein deutliches Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und rechte Tendenzen. Der Berliner CSD-Verein sprach in einem Statement von einem \u201ekraftvollen, friedlichen und bunten Tag der Sichtbarkeit, Vielfalt und Solidarit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zahlreiche Teilnehmende waren bunt kost\u00fcmiert und tanzten zu Musik. Musikalischer H\u00f6hepunkt war der Auftritt der Band Monrose am sp\u00e4ten Abend. Im Fokus standen am Samstag aber auch politische Debatten, viele hatten Plakate mit Botschaften dabei.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ein zentrales Thema war die Kontroverse um die Regenbogenflagge auf dem Bundestag. Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner hatte das Hissen der Flagge untersagt, was Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit den Worten \u201eDer Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt\u201c verteidigte.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eZirkuszelt\u201c-Aussage h\u00e4ufig aufgegriffen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Diese Aussage wurde auf vielen Plakaten satirisch aufgegriffen \u2013 etwa mit Spr\u00fcchen wie \u201eGenau mein Zirkus\u201c oder \u201eWillkommen im Zirkuszelt von Liebe, Recht und Freiheit, Herr Merz\u201c.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Regenbogenflagge fehlte zwar am Bundestag, war jedoch an vielen anderen Orten sichtbar. Vor dem Reichstagsgeb\u00e4ude rollten Aktivisten am Freitag aus Protest eine riesige Flagge aus, am Willy-Brandt-Haus wurde die sogenannte Progressive-Pride-Flagge gehisst und Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas (SPD) h\u00e4ngte die Fahne am Samstag vor ihrem Ministerium (BMAS) auf.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas hisste vor ihrem Ministerium die Regenbogenflagge.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ed32cb23-385a-400d-b4b5-e01789b58139.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas hisste vor ihrem Ministerium die Regenbogenflagge. (Foto: Carsten Koall\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bas ist Kl\u00f6ckners Vorg\u00e4ngerin als Bundestagspr\u00e4sidentin. \u201eDie Regenbogenflagge ist weltweit ein Symbol f\u00fcr Toleranz, Gleichberechtigung und Solidarit\u00e4t. Daf\u00fcr steht auch das BMAS, und daf\u00fcr stehe ich ganz pers\u00f6nlich\u201c, teilte sie in einem X-Beitrag des BMAS mit.<\/p>\n<p>57 Festnahmen und 54 Strafanzeigen auf Queer Pride<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Anders als auf der Hauptveranstaltung verlief die parallel stattfindende Demonstration \u201eInternationalist Queer Pride for Liberation\u201c nicht friedlich. Rund 10.000 Menschen waren hier unterwegs \u2013 gegen 20 Uhr wurde der Zug wegen wiederholter Angriffe auf Polizisten und antisemitischer Parolen vorzeitig aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die Demonstration wurde wegen Ausschreitungen fr\u00fchzeitig beendet.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/37e0d292-ded8-49a2-8ef1-82987abc5dcc.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Die Demonstration wurde wegen Ausschreitungen fr\u00fchzeitig beendet. (Foto: Michael Ukas\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Laut Polizei wurden 17 Beamtinnen und Beamten verletzt. Eine Einsatzkraft habe aufgrund ihrer Verletzung den Dienst beendet. Es kam zu Flaschenw\u00fcrfen und Schl\u00e4gen mit Fahnenstangen. Die Polizei wendete k\u00f6rperlichen Zwang an. Es gab 57 Festnahmen und 54 Strafanzeigen, unter anderem wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung, Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Verwenden von Kennzeichen terroristischer Organisationen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auch beim offiziellen CSD kam es zu Zwischenf\u00e4llen: 64 Menschen wurden laut Polizei vorl\u00e4ufig festgenommen, unter anderem wegen K\u00f6rperverletzung, Beleidigung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. Drei Polizisten wurden verletzt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Au\u00dferdem wurden zwei Mitglieder des Berliner Landesverbands der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) w\u00e4hrend der Demo angegriffen. Der queerpolitischen Sprecherin der Berliner CDU-Fraktion, Lisa Knack, wurde ins Gesicht gespuckt, einem weiteren LSU-Mitglied mit dem Vornamen Alex wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wie der LSU-Landesvorsitzende Ren\u00e9 Powilleit der Deutschen Presse-Agentur sagte.\u00a0Die T\u00e4ter seien bislang unbekannt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der CSD verurteilte die Angriffe in einer Stellungnahme. Einer Polizeisprecherin lagen vorerst keine Details zu den Angriffen vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die Gegendemonstranten hatten den Tausenden CSD-Demonstranten kaum etwas entgegenzusetzen.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4b32c874-3818-4559-8fe0-b11fc209e8fb.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Die Gegendemonstranten hatten den Tausenden CSD-Demonstranten kaum etwas entgegenzusetzen. (Foto: Bernd von Jutrczenka\/dpa)Rechtsextreme Gegendemo abgeschirmt \u2013 mehrere Festnahmen\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Am Rande der CSD-Route gab es eine rechtsextreme Demo mit rund 40 Personen. Die Polizei trennte sie strikt von der Hauptveranstaltung und nahm mehrere Teilnehmer fest, unter anderem wegen verbotener Symbole und des Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz. Es seien 14 Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden. Einige der Teilnehmer wurden bereits auf dem Weg zur Demo festgenommen, darunter laut Polizei auch die Anmelderin.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Eine zweite geplante Kundgebung der Gruppe zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt verbot die Polizei wegen der zuvor begangenen Straftaten. Allerdings versammelten sich 19 ehemalige Teilnehmer am Abend spontan erneut, im Bereich des S-Bahnhofes Friedrichstra\u00dfe. Einem Platzverweise der Polizei seien die Teilnehmer nicht nachgekommen, die Polizei habe daraufhin Zwang angewendet.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Drei Menschen leisteten Widerstand und wurden festgenommen, darunter die 46 Jahre alte Anmelderin, die inzwischen aus der Gewahrsam entlassen worden war. Eine Einsatzkraft wurde laut Polizei verletzt. Eine erst 13 Jahre alte Teilnehmerin sei von einem Angeh\u00f6rigen abgeholt worden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250727-930-843694\/4<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war eine riesige Demo und eine fr\u00f6hliche Party mit Musik und politischen Botschaften. 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