{"id":299502,"date":"2025-07-28T03:22:10","date_gmt":"2025-07-28T03:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299502\/"},"modified":"2025-07-28T03:22:10","modified_gmt":"2025-07-28T03:22:10","slug":"kongo-islamisten-richten-blutbad-in-katholischer-kirche-an-mindestens-43-tote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299502\/","title":{"rendered":"Kongo: Islamisten richten Blutbad in katholischer Kirche an \u2013 mindestens 43 Tote"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei einem islamistischen Angriff auf eine katholische Kirche im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind nach j\u00fcngsten Angaben der Vereinten Nationen mindestens 43 Menschen get\u00f6tet worden. Unter den Todesopfern seien 19 Frauen und neun Kinder, erkl\u00e4rte die UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo (Monusco), in der Nacht auf Montag. Zuvor hatten Augenzeugen von 35 Toten gesprochen. Den Angriff ver\u00fcbte die Islamistenmiliz Alliierte Demokratische Kr\u00e4fte (ADF).<\/p>\n<p>Augenzeugen zufolge ereignete sich der Angriff am Samstagabend. Die Einwohner sprachen gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur AFP von \u201eSch\u00fcssen in der N\u00e4he der Pfarrkirche\u201c. Demnach \u00fcberfielen die Angreifer eine katholische Kirche in Komanda, in der sich Gl\u00e4ubige zum Gebet versammelt hatten. Der \u00f6rtliche Pfarrer sagte gegen\u00fcber AFP, einige junge Menschen seien zudem entf\u00fchrt worden. \u00dcber ihren Verbleib sei nichts bekannt.<\/p>\n<p>Der Angriff ereignete sich, obwohl in der betroffenen Gegend neben der kongolesischen Armee auch Streitkr\u00e4fte aus dem Nachbarstaat Uganda stationiert sind. Ein Sprecher der kongolesischen Regierung sprach von einem \u201eschrecklichen Angriff auf die unschuldige Bev\u00f6lkerung\u201c.  <\/p>\n<p>Auch international sorgte der Angriff f\u00fcr Entsetzen. Der italienische Au\u00dfenminister Antonio Tajani verurteilte die Angriffe \u201eauf das Sch\u00e4rfste\u201c und f\u00fcgte an: \u201eGlaubensst\u00e4tten m\u00fcssen stets gesch\u00fctzt und die Religionsfreiheit gewahrt werden\u201c.<\/p>\n<p>Die Leiterin der Monusco-Mission, Vivian van de Perre, sagte, die \u201egezielten Angriffe auf wehrlose Zivilisten, insbesondere in Gottesh\u00e4usern\u201c, seien \u201enicht nur abscheulich\u201c, sondern verstie\u00dfen auch \u201egegen alle Normen des Menschenrechts und des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts\u201c.<\/p>\n<p>Die Sicherheitskr\u00e4fte, darunter die Streitkr\u00e4fte der Demokratischen Republik Kongo, das ugandische Milit\u00e4r sowie die \u00f6rtliche Polizei, seien mobilisiert. Der Angriff erfolgte nach mehreren Monaten der Ruhe in der Region, in die zuletzt viele Vertriebene zur\u00fcckgekehrt seien.<\/p>\n<p>Die bev\u00f6lkerungsreiche <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/demokratische-republik-kongo\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/demokratische-republik-kongo\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Demokratische Republik Kongo <\/a>ist nach Algerien der zweitgr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4chenstaat Afrikas und fast siebenmal so gro\u00df wie Deutschland. Vor allem im rohstoffreichen Osten des Kongo k\u00e4mpfen seit vielen Jahrzehnten diverse Rebellengruppen um die Vorherrschaft. Konflikte in den Nachbarstaaten tragen ebenfalls zu einer politisch instabilen Lage bei. <\/p>\n<p>Terrormiliz ADF hat schon tausende Zivilisten get\u00f6tet<\/p>\n<p>Der Ostkongo war dabei in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz t\u00f6dlicher Angriffe bewaffneter Gruppen, darunter der ADF und von Ruanda unterst\u00fctzter Rebellen. Die ADF, die Verbindungen zum Islamischen Staat hat, operiert im Grenzgebiet zwischen Uganda und Kongo und greift h\u00e4ufig Zivilisten an. <\/p>\n<p>Die ADF wurde Ende der 1990er-Jahre in Uganda von verschiedenen kleinen Gruppen gegr\u00fcndet, nachdem es angeblich zu Unzufriedenheit mit Pr\u00e4sident Yoweri Museveni gekommen war. Nach milit\u00e4rischen Angriffen ugandischer Streitkr\u00e4fte verlegte die Gruppe ihre Aktivit\u00e4ten 2002 in den benachbarten Kongo und ist seitdem f\u00fcr die T\u00f6tung Tausender Zivilisten verantwortlich. 2019 schwor sie dem Islamischen Staat die Treue.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei einem islamistischen Angriff auf eine katholische Kirche im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind nach j\u00fcngsten Angaben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":298373,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[16302,331,332,3364,29,30,13,14623,49172,86885,86884,14,15,12,50580],"class_list":{"0":"post-299502","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-afrika","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-innenpolitik","16":"tag-islamismus-ks","17":"tag-kinshasa","18":"tag-kongo-demokratische-republik","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-uganda"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114928716516356352","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=299502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299502\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/298373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=299502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=299502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=299502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}