{"id":299557,"date":"2025-07-28T03:55:23","date_gmt":"2025-07-28T03:55:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299557\/"},"modified":"2025-07-28T03:55:23","modified_gmt":"2025-07-28T03:55:23","slug":"berlin-arbeitgeberpraesident-warnt-vor-kollaps-des-sozialstaats","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299557\/","title":{"rendered":"Berlin | Arbeitgeberpr\u00e4sident warnt vor Kollaps des Sozialstaats"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Deutschlands Arbeitgeber warnen vor einem Kollaps des Sozialstaats. \u00abWenn unser Sozialstaat kollabiert, dann n\u00fctzt es keinem. Und er wird kollabieren, wenn wir so weitermachen\u00bb, sagte Arbeitgeberpr\u00e4sident Rainer Dulger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u00abWir m\u00fcssen diesen Sozialstaat dringend reformieren.\u00bb<\/p>\n<p>N\u00f6tig sei eine offen und ehrlich gef\u00fchrte Diskussion \u00abdar\u00fcber, was wir an Sozialleistungen nicht mehr bezahlen k\u00f6nnen\u00bb, sagte Dulger. \u00abWir k\u00f6nnen uns nicht mehr alles leisten, was wir uns w\u00fcnschen.\u00bb Dulger wies auf Arbeitgeberberechnungen hin, nach denen die Verwaltungskosten in den Sozialkassen 25 Milliarden Euro betragen. \u00abDa ist viel Raum f\u00fcr Verbesserungen. Wir verpulvern viel Geld f\u00fcr Ineffizienzen.\u00bb<\/p>\n<p>Kommission soll schnell starten<\/p>\n<p>Die angek\u00fcndigte Kommission zur Reform des Sozialstaats m\u00fcsse z\u00fcgig ihre Arbeit aufnehmen. \u00abIch erwarte, dass die Kommission so schnell wie m\u00f6glich konkrete Punkte vorlegt, wie man die Sozialversicherungen reformieren und verbessern kann\u00bb, sagte Dulger. \u00abWir m\u00fcssen weg von den hohen Lohnzusatzkosten. Wir brauchen deshalb dringend ausgabensenkende Strukturreformen.\u00bb<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eine Kommission zur Sozialstaatsreform angek\u00fcndigt, die innerhalb des vierten Quartals 2025 ein Ergebnis pr\u00e4sentiere. Im Herbst will die Regierung auch das B\u00fcrgergeld reformieren.<\/p>\n<p>Vor allem m\u00fcsse der Sozialstaat wieder treffsicherer werden, forderte der Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde. Bei der von der Regierung angek\u00fcndigten B\u00fcrgergeld-Reform m\u00fcsse das Ziel sein, \u00abdass diejenigen, die arbeiten, sp\u00fcrbar besser dastehen als jene, die nicht arbeiten\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Auswirkungen auf politische Stabilit\u00e4t<\/p>\n<p>Das sei heute nicht gegeben. \u00abUnd das f\u00fchrt dazu, dass sich immer mehr entt\u00e4uschte, arbeitende B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger extremen politischen R\u00e4ndern zuwenden\u00bb, meinte Dulger. \u00abWenn der Sozialstaat treffsicher und damit gerechter wird, wird auch die politische Mitte wieder st\u00e4rker.\u00bb<\/p>\n<p>Dulger wies darauf hin, dass er mit vielen arbeitenden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern spreche, die Steuern zahlten und entt\u00e4uscht und w\u00fctend seien, \u00abweil neben ihnen jemand wohnt, der noch nie gearbeitet hat, noch nie Beitr\u00e4ge bezahlt hat \u2013 dem es aber am Ende des Tages nicht schlechter geht als ihnen selbst\u00bb. Der Arbeitgeberpr\u00e4sident meinte: \u00abIch wei\u00df nicht, wie lange unsere Demokratie das noch aush\u00e4lt, bevor einige hier die Systemfrage stellen.\u00bb Wer flei\u00dfig und viel arbeite, m\u00fcsse immer besser dastehen als der, der nicht arbeitet.<\/p>\n<p>Zentral sei eine Absenkung der Sozialabgaben auf unter 40 Prozent. Derzeit gingen die Ausgaben rasant nach oben. \u00abDas ist massiver Nettoklau bei den Besch\u00e4ftigten.\u00bb Sozialabgaben \u00fcber 40 Prozent k\u00e4men einer Strafsteuer auf Arbeit gleich. Viel Potenzial f\u00fcr Einsparungen gebe es durch mehr Digitalisierung und den Einsatz von KI.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Deutschlands Arbeitgeber warnen vor einem Kollaps des Sozialstaats. \u00abWenn unser Sozialstaat kollabiert, dann n\u00fctzt es&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":299558,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,629,296,1937,29,1721,30,1940,1938,1458],"class_list":{"0":"post-299557","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-arbeitgeber","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-finanzen","15":"tag-germany","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin","18":"tag-soziales"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114928846371029276","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=299557"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299557\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/299558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=299557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=299557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=299557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}