{"id":299715,"date":"2025-07-28T05:55:11","date_gmt":"2025-07-28T05:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299715\/"},"modified":"2025-07-28T05:55:11","modified_gmt":"2025-07-28T05:55:11","slug":"landesamt-fuer-verbraucherschutz-sachsen-anhalt-informiert-zum-welt-hepatitis-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299715\/","title":{"rendered":"Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt informiert zum Welt-Hepatitis-Tag"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/landesamt_verbraucherschutz07-678x381.jpg\" alt=\"Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz\" title=\"landesamt_verbraucherschutz07\"\/><br \/>\n\t\u00a9 H@llAnzeiger<\/p>\n<p>Halle\/LAV. Durch Hepatitis-Viren ausgel\u00f6ste Leberentz\u00fcndungen geh\u00f6ren weltweit auch in Deutschland \u2013 zu den h\u00e4ufigsten Infektionskrankheiten. Heute sind mit Hepatitis A, B, C, D und E f\u00fcnf verschiedene Arten der viral bedingten Leberentz\u00fcndungen bekannt.<\/p>\n<p>Wie ist die Lage in Sachsen-Anhalt?<\/p>\n<p>Eine akute Virushepatitis (auch schon der Verdacht) und der Labornachweis von Hepatitis-Viren sind im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes meldepflichtig. Dem Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz (LAV) wurden aus Sachsen-Anhalt im Jahr 2025 mit Stand 07.07.2025 bisher <strong>7 Meldef\u00e4lle mit Hepatitis A<\/strong>, <strong>213 mit Hepatitis B<\/strong> (davon zweimal auch Hepatitis D), <strong>76 mit Hepatitis C<\/strong> und <strong>159 mit Hepatitis E<\/strong> \u00fcbermittelt.<\/p>\n<p>Die Hepatitis B- und Hepatitis C-Fallzahlen, die in den letzten Jahren bis 2023 deutlich gestiegen sind, verzeichneten 2024 keinen weiteren Anstieg (siehe Tabelle 1 umseitig). Gr\u00fcnde f\u00fcr die seit einigen Jahren h\u00f6heren Fallzahlen liegen vermutlich darin, dass mit neueren Screening-Ma\u00dfnahmen im Rahmen von \u201eCheck-Ups\u201c mehr F\u00e4lle identifiziert werden.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Anteil der gemeldeten Hepatitis-B- und -C-F\u00e4lle betrifft Personen mit ausl\u00e4ndischem Geburtsort. Diese Angabe erfolgt gem\u00e4\u00df Infektionsschutzgesetz (\u00a7 7 Abs. 1 i. V. m. \u00a7 9 Abs. 1 IfSG) und dient der epidemiologischen Einsch\u00e4tzung von Krankheitslast und Pr\u00e4ventionsbedarf. Die Daten erm\u00f6glichen eine gezielte Planung von Schutzma\u00dfnahmen \u2013 etwa Impfangebote oder Aufkl\u00e4rungskampagnen \u2013 und tragen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung bei\u00a0<\/p>\n<p>Bei Hepatitis E ist die weitere Zunahme der Fallzahlen vermutlich auch auf die Verf\u00fcgbarkeit breiterer und besserer diagnostischer Tests zur\u00fcckzuf\u00fchren. Viele Infektionen verlaufen symptomlos und wurden fr\u00fcher m\u00f6glicherweise nicht erkannt, werden nun aber, z. B. beim Blutspenden, diagnostiziert.<\/p>\n<p>Wie \u00e4u\u00dfert sich eine Hepatitis?<\/p>\n<p>Je nach Virustyp unterscheiden sich Krankheitsverlauf und Dauer einer Hepatitis-Erkrankung. Bei Hepatitis A und E verlaufen die Erkrankungen in der Regel mild. Insbesondere bei kleinen Kindern bleibt Hepatitis A oft unbemerkt. H\u00e4ufige Hepatitis-Symptome sind Oberbauch- und Verdauungsbeschwerden, Fieber, und Gelbsucht (Gelbf\u00e4rbung von Augen und Haut). Einige dieser Symptome k\u00f6nnen bei Hepatitis A und E bis zu mehreren Wochen andauern. Bei \u00e4lteren oder immungeschw\u00e4chten Patienten kann die Erkrankung schwer verlaufen. Hepatitis B und C (D kommt nur mit B zusammen vor) k\u00f6nnen sich auch bei jungen und gesunden Menschen zu einer chronischen Infektion entwickeln. Die Folgen einer unbehandelten chronischen Infektion mit Hepatitis B oder C sind schwerwiegend und die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr Leberzirrhose und Leberkrebs. Wird eine Hepatitis fr\u00fchzeitig, z. B. bei einem Check-Up erkannt, kann sie behandelt und so schwerwiegende Lebersch\u00e4digungen verhindert werden.<\/p>\n<p>Wie kann man sich vor einer Infektion sch\u00fctzen?<\/p>\n<p>Hepatitis A und B sind bisher die einzigen der viral bedingten Leberentz\u00fcndungen, gegen die man sich in Deutschland durch Impfen sch\u00fctzen kann. Die St\u00e4ndige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfungen gegen Hepatitis A und B f\u00fcr bestimmte Risikogruppen und als Reiseimpfung. Die Impfung gegen Hepatitis B wird als Standardimpfung f\u00fcr Kinder empfohlen.<\/p>\n<p>Hepatitis A-E-Viren haben unterschiedliche Haupt\u00fcbertragungswege, werden jedoch nicht durch die Luft \u00fcbertragen. Je nach Virustyp erfolgen \u00dcbertragungen meist \u00fcber Kot- oder Blutspuren an H\u00e4nden oder Gegenst\u00e4nden, \u00fcber Sexualkontakte mit ansteckenden Personen, injizierenden Drogenkonsum oder \u00fcber kontaminierte Lebensmittel. Grunds\u00e4tzlich spielen Basis-Hygienema\u00dfnahmen eine gro\u00dfe Rolle, um sich vor einer Ansteckung mit Hepatitis-Viren zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a9 H@llAnzeiger Halle\/LAV. Durch Hepatitis-Viren ausgel\u00f6ste Leberentz\u00fcndungen geh\u00f6ren weltweit auch in Deutschland \u2013 zu den h\u00e4ufigsten Infektionskrankheiten. 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