{"id":299854,"date":"2025-07-28T07:13:10","date_gmt":"2025-07-28T07:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299854\/"},"modified":"2025-07-28T07:13:10","modified_gmt":"2025-07-28T07:13:10","slug":"katherinas-reiches-renten-vorstoss-loest-heftige-kritik-aus-cdu-politiker-spricht-von-fehlbesetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299854\/","title":{"rendered":"Katherinas Reiches Renten-Vorsto\u00df l\u00f6st heftige Kritik aus \u2013 CDU-Politiker spricht von \u201eFehlbesetzung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Arbeiten die Deutschen zu wenig? Zumindest Bundeswirtschaftsministerin Reiche findet, die Lebensarbeitszeit der Deutschen m\u00fcsse steigen. F\u00fcr den Vorsto\u00df schl\u00e4gt ihr harsche Kritik entgegen, von der Wirtschaft bis hin zum Koalitionspartner.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) st\u00f6\u00dft mit ihrer Forderung nach einer h\u00f6heren Lebensarbeitszeit auf Widerspruch. Die Vize-Chefin der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt, nannte Reiches Vorsto\u00df \u201efern der Lebensrealit\u00e4t der meisten Menschen\u201c. Der Bundesverband Mittelst\u00e4ndische Wirtschaft erkl\u00e4rte, wichtiger als \u201eein l\u00e4hmender Koalitionskrach um die verl\u00e4ngerte Arbeitszeit\u201c sei eine Steigerung der Produktivit\u00e4t. <\/p>\n<p>Reiche hatte der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/katherina-reiche-cdu-im-f-a-z-gespraech-wir-koennen-nicht-ein-drittel-des-erwachsenenlebens-in-rente-verbringen-110608178.html\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/katherina-reiche-cdu-im-f-a-z-gespraech-wir-koennen-nicht-ein-drittel-des-erwachsenenlebens-in-rente-verbringen-110608178.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/a>\u201c gesagt, die Lebensarbeitszeit m\u00fcsse steigen. Der demografische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machten das \u201eunumg\u00e4nglich\u201c. Es k\u00f6nne \u201ejedenfalls auf Dauer nicht gut gehen, dass wir nur zwei Drittel unseres Erwachsenenlebens arbeiten und ein Drittel in Rente verbringen\u201c. <\/p>\n<p>Die Ministerin verwies auch auf den internationalen Vergleich: Unternehmen berichteten ihr, dass ihre Besch\u00e4ftigten am US-Standort 1800 Stunden pro Jahr arbeiteten, in Deutschland aber nur 1340 Stunden.<\/p>\n<p>Was im Koalitionsvertrag an Reformen stehe, werde auf Dauer nicht reichen, f\u00fcgte Reiche hinzu. Die sozialen Sicherungssysteme seien \u00fcberlastet. \u201eDie Kombination aus Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben machen den Faktor Arbeit in Deutschland auf Dauer nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig.\u201c<\/p>\n<p>Der Vorsto\u00df kommt nicht in allen Teilen der eigenen Partei gut an \u2013 der CDU-Sozialfl\u00fcgel (CDA) kritisierte Reiches Aussagen am Wochenende scharf. CDA-Bundesvize Christian B\u00e4umler sagte, ihre Forderungen h\u00e4tten keine Grundlage im Koalitionsvertrag. \u201eWer als Wirtschaftsministerin nicht realisiert, dass Deutschland eine hohe Teilzeitquote und damit eine niedrige durchschnittliche Jahresarbeitszeit hat, ist eine Fehlbesetzung\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>SPD-Fraktionsvize Schmidt sagt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, schon heute lohne es sich, \u00fcber das Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten \u2013 f\u00fcr alle, die das wollten. \u201eDie, die es nicht k\u00f6nnen, gilt es zu sch\u00fctzen.\u201c F\u00fcr sie sei jede Verl\u00e4ngerung der Lebensarbeitszeit eine Rentenk\u00fcrzung. \u201eDas wird es mit der SPD nicht geben.\u201c Auch der DGB warnte am Samstag vor einer \u201eRentenk\u00fcrzung durch die Hintert\u00fcr\u201c.<\/p>\n<p>Das Argument, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssten, weil sie l\u00e4nger leben w\u00fcrden, k\u00f6nne so pauschal nicht angewendet werden, sagte Schmidt den Funke-Zeitungen weiter. Es seien vor allem Menschen mit h\u00f6heren Einkommen, die eine h\u00f6here Lebenserwartung haben. \u201eEs tr\u00e4fe hier wieder einmal die Falschen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEndlich wieder produktiver werden\u201c<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands Mittelst\u00e4ndische Wirtschaft, Christoph Ahlhaus, sagte den Funke-Zeitungen: \u201eUnternehmenssteuern und Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge runter \u2013 und weg mit \u00fcberfl\u00fcssiger B\u00fcrokratie.\u201c Die Bundesregierung m\u00fcsse die Unternehmen wieder in die Lage versetzen, gezielt in die Produktivit\u00e4t investieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zwar habe Ministerin Reiche recht, \u201ewenn sie sagt, dass wir im wirtschaftlichen Abstiegskampf wieder einen Gang hochschalten m\u00fcssen\u201c, sagte Ahlhaus weiter. Vor allem aber m\u00fcsse die Wirtschaft \u201eendlich wieder produktiver werden\u201c. Konkret hei\u00dfe das: \u201eMehr schaffen, wenn wir schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Wie Reiche hatte auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gefordert, die Deutschen m\u00fcssten wieder mehr arbeiten. Die Wirtschaftswissenschaftlerinnen Veronika Grimm und Monika Schnitzer hatten im Mai skeptisch reagiert. Grimm sagte, besonders viel Potenzial sehe sie in einer st\u00e4rkeren Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, etwa durch eine Verbesserung der Kinderbetreuung. Schnitzer nannte als konkrete Ma\u00dfnahme eine Abschaffung des Ehegattensplittings.<\/p>\n<p>Lob vom Arbeitgeberpr\u00e4sidenten<\/p>\n<p>Positiv fiel dagegen die Reaktion des Arbeitgeberpr\u00e4sidenten Rainer Dulger aus. \u201eWirtschaftsministerin Reiche spricht Klartext \u2013 und das ist gut so. Wer jetzt mit Emp\u00f6rung reagiert, verweigert sich der Realit\u00e4t\u201c, sagte Dulger der Deutschen Presse-Agentur. Die CDU-Politikerin fordere eine umfassende Reformagenda, die auch die sozialen Sicherungssysteme einschlie\u00dft.<\/p>\n<p>\u201eDas zeigt: Das Rendezvous mit der Realit\u00e4t hat in der Bundesregierung begonnen. 50 Prozent Sozialversicherungsbeitrag sind keine Verhei\u00dfung, sondern ein Warnsignal\u201c, sagte Dulger. Wer angesichts der demografischen Entwicklung weiter den Kopf in den Sand stecke, versage vor der Verantwortung gegen\u00fcber kommenden Generationen. \u201eDeutschland muss wieder mehr arbeiten, damit unser Wohlstand auch morgen noch Bestand hat\u201c, mahnte Dulger.<\/p>\n<p>AFP\/dpa\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Arbeiten die Deutschen zu wenig? Zumindest Bundeswirtschaftsministerin Reiche findet, die Lebensarbeitszeit der Deutschen m\u00fcsse steigen. 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