{"id":299904,"date":"2025-07-28T07:42:11","date_gmt":"2025-07-28T07:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299904\/"},"modified":"2025-07-28T07:42:11","modified_gmt":"2025-07-28T07:42:11","slug":"nach-zoll-deal-parteiuebergreifende-kritik-aus-bruessel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299904\/","title":{"rendered":"Nach Zoll-Deal: Partei\u00fcbergreifende Kritik aus Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.07.2025 09:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>&#8222;Kein Meisterst\u00fcck&#8220;, die EU sei eingeknickt: In Br\u00fcssel hagelt es Kritik wegen des EU-Zoll-Deals mit den USA. Kommissionschefin von der Leyen stehen st\u00fcrmische Zeiten bevor. Aus der eigenen Partei gibt es vorsichtigen R\u00fcckhalt. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/andreas-meyer-feist-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Andreas Meyer-Feist\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/meyer-feist-ts-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen stehen st\u00fcrmische Zeiten bevor. Ihr ehrgeiziger mittelfristiger EU-Finanzplan st\u00f6\u00dft auf Widerstand vieler Regierungschefs. Und nun droht handelspolitisches Ungemach nach dem Zoll-Deal mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon der Leyen muss sich auch hier auf viel Kritik gefasst machen. Selbst bei den europ\u00e4ischen Christdemokraten rumort es nach ihrem Treffen mit Trump und einer Vereinbarung, die das Risiko eines Handelskrieges eind\u00e4mmen soll, aber zu neuen Ungerechtigkeiten f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    &#8222;Vervierfachung der fr\u00fcheren Zolls\u00e4tze&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Deal schaffe Sicherheit in unsicheren Zeiten, rechtfertigte die EU-Kommissionschefin ihr Vorgehen. Bernd Lange, der Chef des Handelsausschusses im EU-Parlament, ist von den Ergebnissen jedoch nicht \u00fcberzeugt. Er sprach von einem Deal mit Schlagseite, &#8222;kein Meisterst\u00fcck&#8220;. Die Zugest\u00e4ndnisse an die Amerikaner seien schwer zu ertragen, erkl\u00e4rte der SPD-Politiker.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;15 Prozent auf Importe hei\u00dft etwa eine Vervierfachung der fr\u00fcheren Zolls\u00e4tze, im Gegenzug sollen alle US-Importe in die EU auf Null gesetzt werden&#8220;, so der EU-Handelspolitiker. Dieses Ungleichgewicht beeintr\u00e4chtige die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU.<\/p>\n<p>    Abh\u00e4ngig von USA durch R\u00fcstungstechnik?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber auch andere Teile des Abkommens h\u00e4lt Lange f\u00fcr fragw\u00fcrdig. Zus\u00e4tzliche 600 Milliarden, die von der EU in den USA investiert werden sollen, sorgten nicht f\u00fcr sichere Arbeitspl\u00e4tze in Europa, erkl\u00e4rte er. Alles in allem sei dies ein Handeln gegen europ\u00e4ische Interessen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPartei\u00fcbergreifend wird die starke Abh\u00e4ngigkeit von US-R\u00fcstungstechnik als ein Grund f\u00fcr die schwache Verhandlungsposition der Europ\u00e4er genannt &#8211; die nun noch verst\u00e4rkt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    Linke beklagen Einknicken der EU<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Martin Schirdewan, Fraktionschef der Linken im EU-Parlament, sprach von einem Einknicken der EU-Kommission: W\u00e4hrend Trump mit diesem Deal Milliarden Dollar mehr einnehmen werde, gef\u00e4hrde die EU-Kommission Tausende Jobs in Europa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnna Cavazzini, handelspolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen im Europaparlament, sprach von einer extrem ungleichen Vereinbarung mit den USA, wenn alle EU-Exporte mit einem zus\u00e4tzlichen Zollsatz von 15 Prozent belegt werden, die Stahl- und Aluminiumz\u00f6lle aber weiter weiterhin bei 50 Prozent bleiben. Au\u00dferdem m\u00fcsse sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von extrem klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas aus den USA einlassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon der Leyen h\u00e4tte eine h\u00e4rtere Linie gegen Trump fahren k\u00f6nnen, meint Cavazzini. Sie sei letztlich von der Bundesregierung ausgebremst worden. Nur so habe Trumps Erpressungsmethode wirken k\u00f6nnen, beklagte die Gr\u00fcnen-Politikerin.<\/p>\n<p>    Kritik: Eklatanter Versto\u00df gegen fairen Welthandel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber auch in der st\u00e4rksten Fraktion im Europaparlament gibt es Bedenken. Ein einseitiger Basiszoll von 15 Prozent sei ein eklatanter Versto\u00df gegen die Prinzipien eines fairen Welthandels und ein schwerer Schlag gegen die europ\u00e4ische Wettbewerbsf\u00e4higkeit, warnte ein Sprecher der EVP-Fraktion, zu der auch CDU und CSU geh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings gibt es auch andere Stimmen, die auf die m\u00f6glichen Vorteile hinweisen: Zum einen sei ein Handelskrieg zum Nachteil beider Seiten verhindert worden. Der CDU-Europapolitiker Daniel Caspary sprach in diesem Zusammenhang von einer einer verkraftbaren L\u00f6sung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie 15 Prozent Basiszoll seien \u00e4rgerlich und \u00fcberfl\u00fcssig, sie w\u00fcrden den deutschen Anbietern aber nicht das Genick brechen: &#8222;Es ist gut, dass es durch dieses Abkommen zumindest etwas Planbarkeit f\u00fcr die deutsche und europ\u00e4ische Industrie gibt&#8220;, sagte Caspary (CDU).<\/p>\n<p>    Autoz\u00f6lle sinken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Z\u00f6lle verteuern europ\u00e4ische Produkte in den Vereinigten Staaten. Damit w\u00fcrde Trump vor allem seine eigenen Verbraucher und damit seine eigenen W\u00e4hler in den USA treffen. Doch hier k\u00f6nnte &#8211; zumindest bei den Autos aus der EU &#8211; erst einmal einiges auch billiger werden. Von der Leyen verwies auf den gegenw\u00e4rtigen Zollsatz von 27,5 Prozent, der auf EU-Autos beim Import in die USA als Zoll f\u00e4llig wird &#8211; auch hier soll der 15-Prozent-Zollsatz gelten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Reaktionen machen deutlich: Ursula von der Leyen wird f\u00fcr ihren Schritt nicht nur Lob bekommen. Allerdings hat sie selbst angedeutet, dass die Beziehungen zwischen beiden Seiten wohl mehr als angespannt bleiben. Die EU werde sich unabh\u00e4ngiger von den USA machen und andere Partner suchen, erkl\u00e4rte sie &#8211; und nannte Indonesien, die Mercosur-Staaten und Indien als Beispiele.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.07.2025 09:04 Uhr &#8222;Kein Meisterst\u00fcck&#8220;, die EU sei eingeknickt: In Br\u00fcssel hagelt es Kritik wegen des EU-Zoll-Deals&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":299905,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,64,14047],"class_list":{"0":"post-299904","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa","20":"tag-zollkonflikt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114929738925659366","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=299904"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299904\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/299905"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=299904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=299904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=299904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}