{"id":299908,"date":"2025-07-28T07:44:15","date_gmt":"2025-07-28T07:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299908\/"},"modified":"2025-07-28T07:44:15","modified_gmt":"2025-07-28T07:44:15","slug":"immer-mehr-eingriffe-operationen-gegen-fettleibigkeit-in-deutschland-steigen-drastisch-besonders-unter-juengeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/299908\/","title":{"rendered":"Immer mehr Eingriffe: Operationen gegen Fettleibigkeit in Deutschland steigen drastisch \u2013 besonders unter J\u00fcngeren"},"content":{"rendered":"<p>Die Operationen wegen Adipositas sind in den vergangenen 15 Jahren um mehr als 400 Prozent gestiegen. Der typische Patient und die Methode des Eingriffs haben sich ver\u00e4ndert. Auch zwischen den Regionen gibt es Unterschiede.\u00a0<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit, wird in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> immer h\u00e4ufiger chirurgisch behandelt. So stieg die Anzahl der chirurgischen Eingriffe zur Gewichtsreduktion bei <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/uebergewicht\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/uebergewicht\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">starkem \u00dcbergewicht<\/a> von rund 5000 im Jahr 2010 auf rund 26.250 im Jahr 2023 \u2013 das entspricht einem Anstieg von mehr als 420 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Krankenhausreport 2025 der Krankenkasse Barmer hervor, der WELT exklusiv vorliegt. <\/p>\n<p>Die g\u00e4ngigsten Formen der bariatrischen Eingriffe, wie diese <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/operationen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/operationen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Operationen<\/a> in der Fachsprache genannt werden, umfassen dabei die Herstellung eines Schlauchmagens oder eines Magenbypasses. Dadurch soll die Nahrungsaufnahme reduziert beziehungsweise die N\u00e4hrstoffaufnahmen ver\u00e4ndert werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen Betroffene eine teils deutliche Gewichtsreduktion erzielen. So zeigen Studien, dass das \u00fcbersch\u00fcssige K\u00f6rpergewicht zehn Jahre nach der OP um bis zu 60 Prozent zur\u00fcckgehen kann. <\/p>\n<p>\u201eBariatrische Eingriffe f\u00fchren zu einem starken Gewichtsverlust und haben damit das Potenzial, Adipositas und ihre Folge- und Begleiterkrankungen zu reduzieren. Der Erfolg h\u00e4ngt aber entscheidend davon ab, dass die Patienten ihren Lebensstil langfristig anpassen\u201c, kommentierte Barmer-Vorstandsvorsitzender Christoph Straub die aktuellen Zahlen.<\/p>\n<p>Aus dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/krankenhaeuser\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/krankenhaeuser\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krankenhausreport<\/a> der Barmer geht zudem hervor, dass sich die Altersgruppen der Patienten solcher OPs ver\u00e4ndert haben. Mehr als die H\u00e4lfte der Adipositas-Operationen werden laut Barmer in der Altersgruppe der 30- bis 49-J\u00e4hrigen durchgef\u00fchrt. Dabei steigt die Zahl der Operierten bei den unter 40-J\u00e4hrigen. Bei den 40- bis 54-J\u00e4hrigen nimmt sie hingegen ab. Konstante OP-Zahlen verzeichnet hingegen die Gruppe der \u00fcber 55-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Verschoben haben sich in den vergangenen Jahren auch die Operationsmethoden. Bis zum Jahr 2020 wurden die OP-Varianten Schlauchmagen und Magenbyp\u00e4sse etwa gleich h\u00e4ufig eingesetzt. Seitdem setzte sich die Herstellung des Schlauchmagens als das am h\u00e4ufigsten angewandte Verfahren durch. <\/p>\n<p>Bei diesem Verfahren wird der Magen stark verkleinert, wobei die Nahrung weiter ihren nat\u00fcrlichen Weg durch Speiser\u00f6hre, Magen und Darm nimmt. Bei einem Magenbypass wird neben der Magenverkleinerung die Nahrungspassage zwischen Magen und D\u00fcnndarm umgestellt. Andere Operationsmethoden spielen laut dem Krankenhausreport kaum noch eine Rolle. Magenband-Operationen, bei denen ein Band um den oberen Teil des Magens gelegt wird, sind in den Jahren 2010 bis 2023 etwa um 70 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Aus dem Krankenhausreport der Barmer geht zudem hervor, dass drei Viertel der Adipositas-Operierten nach dem Eingriff erneut ins <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/krankenhaeuser\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/krankenhaeuser\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krankenhaus<\/a> m\u00fcssen. Dies ist durchschnittlich sechs Mal der Fall. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert dabei im Schnitt neun Tage. Im Vergleich zu Kontrollgruppen mit gesunden Patienten und mit adip\u00f6sen, aber nicht operierten Patienten kommt die Gruppe der bariatrisch Operierten deutlich h\u00e4ufiger erneut ins Krankenhaus. <\/p>\n<p>Allerdings sind die erneuten station\u00e4ren Behandlungen nicht zwingend direkte Folge der Adipositas-Chirurgie. So gelten die Eingriffe etwa auch Gelenkersatzoperationen. Diese werden erst m\u00f6glich, wenn die Patienten deutlich Gewicht verloren haben. <\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiger Grund f\u00fcr eine erneute Operation ist zudem die Entfernung \u00fcbersch\u00fcssiger Haut, die durch den starken Gewichtsverlust entsteht. Daneben sind Komplikationen nach der Operation, aber auch psychische Probleme wie etwa wiederkehrende Depressionen, Entz\u00fcndungen der Gallenblase oder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/arthrose\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/arthrose\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arthrose<\/a> in den Kniegelenken ein h\u00e4ufiger Anlass f\u00fcr eine erneute station\u00e4re Behandlung.<\/p>\n<p>Die meisten Adipositas-Operationen gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, laut dem Krankenhausreport in Nordrhein-Westfalen. In dem Bundesland werden 0,41 Eingriffe je 1000 Einwohner durchgef\u00fchrt. Der Bundesschnitt liegt bei 0,29. <\/p>\n<p>Laut Barmer k\u00f6nnten in NRW auch deshalb mehr Operationen als im Bundesdurchschnitt durchgef\u00fchrt werden, weil es in dem Bundesland eine H\u00e4ufung der zertifizierten Zentren f\u00fcr Adipositaschirurgie gibt. Regionale Unterschiede bestehen auch in der Art der Adipositas-Operationen. So finden in S\u00fcddeutschland mehr Schlauchmagen-OPs statt, w\u00e4hrend in Norddeutschland die Magenbypass-Operationen \u00fcberwiegen. <\/p>\n<p>Laut Statistischem Bundesamt hatten im Jahr 2021 rund 16,8 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 und gelten damit als adip\u00f6s.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Andreas Macho<\/b><\/a><b> ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Operationen wegen Adipositas sind in den vergangenen 15 Jahren um mehr als 400 Prozent gestiegen. 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