{"id":300044,"date":"2025-07-28T09:00:09","date_gmt":"2025-07-28T09:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300044\/"},"modified":"2025-07-28T09:00:09","modified_gmt":"2025-07-28T09:00:09","slug":"keine-euphorie-ueber-einigung-im-zollstreit-mit-den-usa-dw-28-07-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300044\/","title":{"rendered":"Keine Euphorie \u00fcber Einigung im Zollstreit mit den USA \u2013 DW \u2013 28.07.2025"},"content":{"rendered":"<p>Es ist der laut US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> &#8222;gr\u00f6\u00dfte aller Deals&#8220; im <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/zollstreit\/t-73206904\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zollstreit<\/a> mit der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/europ\u00e4ische-union\/t-17281096\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Union<\/a>. Nach kurzen Verhandlungen mit EU-Kommissionschefin <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ursula-von-der-leyen\/t-17298806\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ursula von der Leyen<\/a>\u00a0in Schottland stand fest, dass die EU pauschale Z\u00f6lle von 15 Prozent auf die meisten Exporte in die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinigte-staaten-von-amerika-usa\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> zahlen muss.<\/p>\n<p>Deutsche Industrie zur\u00fcckhaltend<\/p>\n<p>Dieser Deal hat in <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland\/t-17878299\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> zun\u00e4chst nur verhaltene Begeisterung ausgel\u00f6st. Bundeskanzler <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/friedrich-merz\/t-46680536\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/die-union-aus-cdu-und-csu\/t-71180016\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a>) begr\u00fc\u00dfte zwar die Einigung, mit\u00a0der es gelungen sei, &#8222;einen Handelskonflikt abzuwenden&#8220;. Die deutsche Industrie reagierte aber deutlich zur\u00fcckhaltender.\u00a0&#8222;Das \u00dcbereinkommen ist ein unzureichender Kompromiss und sendet ein fatales Signal an die eng verflochtene Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks&#8220;, teilte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin mit. Die EU nehme schmerzhafte Z\u00f6lle in Kauf.\u00a0<\/p>\n<p>Der ausgehandelte Basiszollsatz zwischen den USA und der EU gilt laut EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen auch f\u00fcr Autos, Halbleiter und Pharmaprodukte. Die Einigung schaffe zudem einen Rahmen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Senkung der Z\u00f6lle auf weitere Produkte.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73431034\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73431034_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Trump und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen geben sich die Hand, Menschen um sie herum klatschen in ihren H\u00e4nden\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Die EU und die USA haben ihren monatelangen Handelsstreit mit einer Einigung beigelegtBild: Brendan Smialowski\/AFP\/Getty Images<\/p>\n<p>Warnung von der Automobilindustrie<\/p>\n<p>&#8222;Das einzig Positive an dieser Einigung ist, dass eine weitere Eskalationsspirale zun\u00e4chst abgewendet werden konnte&#8220;, hie\u00df es vom BDI. Entscheidend sei jetzt, dass das \u00dcbereinkommen verbindlich werde. Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks br\u00e4uchten Planungssicherheit f\u00fcr Lieferketten und Investitionen.<\/p>\n<p>Die Automobilindustrie in Deutschland begr\u00fc\u00dfte die Einigung, warnte aber zugleich vor Belastungen der Unternehmen. Es sei &#8222;grunds\u00e4tzlich gut&#8220;, dass &#8222;eine weitere Eskalation des Handelsstreits&#8220; abgewendet worden sei, erkl\u00e4rte die Pr\u00e4sidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard M\u00fcller. &#8222;Es ist aber auch klar: Der Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation.&#8220;<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"68979429\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/68979429_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller spricht in Mikrophone\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller (Archivfoto)Bild: Christoph Schmidt\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p>Vizekanzler Klingbeil: Europas Interessen verteidigt<\/p>\n<p>Trump hatte die Einigung als &#8222;riesigen Deal mit vielen L\u00e4ndern&#8220; bezeichnet. Der US-Pr\u00e4sident will mit den Zolleinnahmen unter anderem sein teures Wahlversprechen gro\u00dfer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenfinanzieren. Bundesfinanzminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/lars-klingbeil\/t-60622088\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lars Klingbeil<\/a> (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/spd\/t-18058854\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a>) sagte, dass eine Verhandlungsl\u00f6sung erreicht worden sei, sei &#8222;erstmal gut&#8220;. Das Verhandlungsergebnis und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland w\u00fcrden nun in der Bundesregierung ausgewertet, sagte der Vizekanzler. Es sei wichtig, dass Europa seine Interessen verteidigt habe.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73211128\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73211128_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Lars Klingbeil bei der Haushaltsrede im Bundestag, er tr\u00e4gt Anzug mit Krawatte\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Vizekanzler Lars KlingbeilBild: Liesa Johannssen\/REUTERS<\/p>\n<p>Klingbeil betonte aber auch: &#8222;Grunds\u00e4tzlich bleibt meine \u00dcberzeugung: Z\u00f6lle schaden der Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks. Wir brauchen niedrige Z\u00f6lle und offene M\u00e4rkte. Wir setzen weiter auf gute Handelsbeziehungen. Daf\u00fcr werden wir neben den USA auch neue weltweite Partnerschaften aufbauen.&#8220;<\/p>\n<p>Von der Leyen: Bestm\u00f6glicher Deal<\/p>\n<p>Trump hatte den weltweiten Zollkonflikt mit seinen Extraz\u00f6llen begonnen, die von Land zu Land variieren. Die Abgaben, die Importeure zahlen m\u00fcssen, sind trotz abgeschlossener Deals h\u00f6her als noch vor dem Beginn der zweiten Amtszeit von Trump. Auf die Einfuhr von Autos beispielsweise kamen Zusatzz\u00f6lle in H\u00f6he von 25 Prozent auf insgesamt 27,5 Prozent hinzu.<\/p>\n<p>Die jetzt vereinbarte Reduzierung auf 15 Prozent ist laut von der Leyen der bestm\u00f6gliche Deal. &#8222;Wir sollten nicht vergessen, wo wir herkommen&#8220;, sagte sie. 15 Prozent seien nicht zu untersch\u00e4tzen, aber auch das Beste, was m\u00f6glich gewesen sei.<\/p>\n<p>EU-Kommission hat &#8222;volle Unterst\u00fctzung&#8220; der Bundesregierung<\/p>\n<p>Merz betonte, die &#8222;Einigkeit der Europ\u00e4ischen Union und die harte Arbeit der Verhandler haben sich ausgezahlt.&#8220; Der Kanzler dankte von der Leyen und Handelskommissar Maros Sefcovic. &#8222;In den nun anstehenden Verhandlungen \u00fcber die Details der Einigung hat die Europ\u00e4ische Kommission meine volle Unterst\u00fctzung.&#8220; Es gelte weiter daran zu arbeiten, die Handelsbeziehungen mit den USA zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73412318\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73412318_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Bundeskanzler Friedrich Merz (Archivfoto)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Europa habe seine Kerninteressen wahren k\u00f6nnen, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (Archivfoto)Bild: Ralf Hirschberger\/AFP<\/p>\n<p>Merz f\u00fcgte hinzu, Europa habe seine Kerninteressen wahren k\u00f6nnen, auch wenn er sich durchaus weitere Erleichterungen im transatlantischen Handel gew\u00fcnscht h\u00e4tte. &#8222;Von stabilen und planbaren Handelsbeziehungen mit Marktzugang f\u00fcr beide Seiten profitieren alle &#8211; diesseits wie jenseits des Atlantiks, Unternehmen wie Verbraucher.&#8220;<\/p>\n<p>pg\/pgr (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist der laut US-Pr\u00e4sident Donald Trump &#8222;gr\u00f6\u00dfte aller Deals&#8220; im Zollstreit mit der Europ\u00e4ischen Union. 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