{"id":30008,"date":"2025-04-14T00:48:26","date_gmt":"2025-04-14T00:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/30008\/"},"modified":"2025-04-14T00:48:26","modified_gmt":"2025-04-14T00:48:26","slug":"estland-wenn-die-invasion-erst-einmal-laeuft-ist-es-schon-zu-spaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/30008\/","title":{"rendered":"Estland: \u201eWenn die Invasion erst einmal l\u00e4uft, ist es schon zu sp\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt Estlands an der Grenze zu Russland k\u00e4mpft gegen die t\u00e4glichen Nadelstiche aus dem Nachbarland. Weil viele Menschen ethnische Russen sind, f\u00fcrchtet das wichtige Land an der Nato-Ostflanke ein Szenario, auf das das Verteidigungsb\u00fcndnis nur schlecht vorbereitet w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Hier, auf dieser schneebedeckten Grenzbr\u00fccke zwischen zwei mittelalterlichen Festungen in einem russischsprachigen Winkel Estlands k\u00f6nnte der n\u00e4chste gro\u00dfe Krieg ausbrechen. Die Stadt Narwa an der Grenze zwischen Estland und Russland steht zurzeit im Mittelpunkt des Widerstands gegen die nach Aussagen der Stadtbewohner st\u00e4ndigen Provokationen und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/wirtschaft_nt\/article254968864\/Stoerung-an-Untersee-Stromkabel-zwischen-Estland-und-Finnland.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/wirtschaft_nt\/article254968864\/Stoerung-an-Untersee-Stromkabel-zwischen-Estland-und-Finnland.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sabotage<\/a> vonseiten Moskaus \u2013 von St\u00f6rungen bei der Satellitennavigation bis zu gestohlenen Grenzmarkierungsbojen, laut schallender Propaganda, \u00dcberwachungsdrohnen und brummenden Zeppelinen, die mit dem \u201eZ\u201c der russischen Armee markiert sind.<\/p>\n<p>\u201eWir versuchen wirklich nicht, den Dritten Weltkrieg zu beginnen, aber wir bemerken hier st\u00e4ndige Versuche, uns zu etwas zu provozieren, was dann eine sehr viel gr\u00f6\u00dfere Tragweite h\u00e4tte\u201c, sagt Egert Belitsev, Generaldirektor der estnischen Polizei und Grenzschutz-Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Etwa ein Viertel der 1,4 Millionen Einwohner Estlands sind ethnische Russen. Die meisten von ihnen sind zwar estnische Staatsb\u00fcrger und f\u00fchlen sich Estland verbunden. Aber der Kreml ist ge\u00fcbt darin, ethnische Unterschiede auszunutzen und zu behaupten, man spiele beim Schutz der russischen Diaspora eine spezielle Rolle. Das war bereits in Georgien und Moldawien die russische Taktik und auch der Vorwand f\u00fcr den Einmarsch in die Ukraine.<\/p>\n<p>In Estland bef\u00fcrchtet man, der Kreml k\u00f6nne hier dieselbe Karte ausspielen und versuchen, sich den Osten des Landes anzueignen, mit seinem gro\u00dfen Bev\u00f6lkerungsanteil von ethnischen Russen. <\/p>\n<p>Die Nato h\u00e4tte dann \u2013 so offenbar die \u00dcberlegungen im Kreml \u2013 zwei Optionen: einen Weltkrieg zu beginnen oder nichts zu tun. Damit w\u00e4re allerdings die Grundidee der Allianz hinf\u00e4llig: Artikel 5, wonach ein Angriff auf eines der Nato-L\u00e4nder als ein Angriff auf alle Mitglieder gilt.<\/p>\n<p>Der Sicherheitsbeamte Belitsev, der der estnischen Ethnie angeh\u00f6rt, glaubt nicht, dass die Nato-Verb\u00fcndeten Estlands auf das, was in Narwa passieren k\u00f6nnte, vorbereitet sind. <\/p>\n<p>Er beschreibt die Stadt, die drittgr\u00f6\u00dfte Estlands, als \u201edas Ende der freien Welt\u201c. Ihre Entfernung zur Hauptstadt Tallin ist gr\u00f6\u00dfer als die zur russischen Metropole St. Petersburg. Von den etwa 56.000 Einwohnern Narwas sprechen 96 Prozent Russisch, ein Drittel verf\u00fcgt auch \u00fcber einen russischen Pass. <\/p>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin hatte im Fr\u00fchjahr 2022, kurz nach Beginn seines totalen Kriegs gegen die Ukraine, sogar behauptet, Narwa geh\u00f6re historisch zu Russland. <\/p>\n<p>Rund 900 britische Soldaten sind als Teil der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article254974720\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article254974720&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nato-Streitkr\u00e4fte<\/a> in Estland stationiert, auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Tapa, westlich von Tallinn. Auch Frankreich hat Truppen dorthin entsandt. Die britische Regierung hat erkl\u00e4rt, ihr 4. Brigade Combat Team werde f\u00fcr ein schnelles Eingreifen bereitgehalten. <\/p>\n<p>Die Nato hat in den meisten \u00f6stlichen Mitgliedstaaten Einsatztruppen gebildet und plant, die in Lettland und Litauen noch zu verst\u00e4rken. In Estland jedoch sind die Briten nicht vertreten, da sie nur \u00fcber zwei bewaffnete Brigaden verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Im Fall eines russischen Angriffs ist es unwahrscheinlich, dass die Nato-Truppen in Tapa, gemeinsam mit den 7700 aktiven estnischen Streitkr\u00e4ften (im Fall eines Kriegs sollen sie auf 43.000 aufgestockt werden) ausreichen, um eine Offensive zur\u00fcckzuschlagen.<\/p>\n<p>Eine belgische Delegation besch\u00e4ftigte w\u00e4hrend eines k\u00fcrzlichen Besuchs Estlands lediglich der Aspekt, im Konfliktfall die eigenen Staatsangeh\u00f6rigen zu evakuieren. Eine ernsthafte Diskussion, wie man Truppen schnell zur Verteidigung der baltischen L\u00e4nder entsenden k\u00f6nnte, habe es nicht gegeben, so der Sicherheitsexperte Belitsev.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, das Problembewusstsein ist mit dem, das wir haben, nicht vergleichbar\u201c, sagt er \u00fcber die Verb\u00fcndeten seines Landes. \u201eDas gab es 2008 nicht (als Russland in Georgien einmarschierte, d. Red.) ebenso wenig wie 2014 (bei der Annexion der Krim-Halbinsel), und das gibt es auch heute nicht. Die Menschen begreifen die aktuelle Situation einfach nicht.\u201c<\/p>\n<p>Furcht vor einem Waffenstillstand in der Ukraine<\/p>\n<p>F\u00fcr Tallinn ist die Position gegen\u00fcber Moskau von existenzieller Tragweite. Der kleinste der drei baltischen Staaten gibt bereits 3,4 Prozent seines BIP f\u00fcr die Verteidigung aus und will das Budget im kommenden Jahr sogar auf 3,7 Prozent erh\u00f6hen \u2013 das ist anteilig weit mehr als die gr\u00f6\u00dferen EU-L\u00e4nder zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Einen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255021612\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255021612&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Waffenstillstand<\/a> oder ein Ende des russischen Kriegs gegen die Ukraine, so die Bef\u00fcrchtung in Estland, k\u00f6nnte Moskau nutzen, um ein verwundbares Nato-Land anzugreifen. Diese Bedrohung macht die \u00dcberwachung der Grenze noch wichtiger. <\/p>\n<p>\u201eWenn die Invasion erst einmal l\u00e4uft, ist es schon zu sp\u00e4t\u201c, sagt Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur in Tallinn. \u201eWir m\u00fcssen uns um ein Fr\u00fchwarnsystem k\u00fcmmern und schon im Voraus ganz klar sagen, dass wir augenblicklich reagieren werden, wenn die erste Person die Grenze \u00fcberquert.\u201c<\/p>\n<p>Estland hat lange und bittere Erfahrungen als russische Kolonie hinter sich. Erst 1991 erhielt das Land nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine Unabh\u00e4ngigkeit. Seitdem hat es sich sehr darum bem\u00fcht, seine Verbindungen zur EU und zur Nato zu festigen.<\/p>\n<p>Die Gefahr, die von Moskau ausgeht, wurde 2014 offensichtlich, als der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article132280302\/Will-Russland-jetzt-auch-Estland-destabilisieren.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/politik\/ausland\/article132280302\/Will-Russland-jetzt-auch-Estland-destabilisieren.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geheimdienst-Offizier Eston Kohver <\/a>entf\u00fchrt und in Russland inhaftiert wurde. Erst ein Jahr sp\u00e4ter kam er durch einen Gefangenenaustausch wieder frei.<\/p>\n<p>\u201eK\u00f6nnen wir wirklich sicher sein, dass so etwas nicht noch einmal passiert?\u201c, fragt sich Belitsev, w\u00e4hrend er auf der Narwa-Br\u00fccke nahe der Grenze steht und zu den erst k\u00fcrzlich installierten estnischen Panzersperren hin\u00fcberblickt. Das Ziel ist laut Belitsev, jeden Meter von Estlands 338 Kilometer langer Grenze mit Russland mit moderner Technologie zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Das ist leichter gesagt als getan. Da ist zun\u00e4chst einmal der 77 Kilometer lange Abschnitt entlang des Flusses Narwa. Nach der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251660030\/Nach-Russlands-Ostsee-Plaenen-Russischer-Grenzschutz-entfernt-offenbar-Bojen-aus-Grenzfluss.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/politik\/ausland\/article251660030\/Nach-Russlands-Ostsee-Plaenen-Russischer-Grenzschutz-entfernt-offenbar-Bojen-aus-Grenzfluss.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entfernung von Grenzbojen durch Russland <\/a>im vergangenen Sommer stieg die Zahl der \u00dcbergriffe auf estnisches Gebiet von 18 in den vergangenen zwei Jahren auf 96 allein im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Ohne die schwimmenden Grenzmarkierungen f\u00e4llt es den estnischen Grenzbeamten schwer, zwischen versehentlichen \u00dcberschreitungen der Grenze und dreisten Versuchen, in die EU einzudringen, zu unterscheiden. \u201eWenn die Bojen nicht dort auf dem Fluss schwimmen, f\u00fchrt das zu einer Menge Fehleinsch\u00e4tzungen\u201c, sagt Belitsev.<\/p>\n<p>Die Russen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video251305392\/GPS-Stoerungen-ueber-Estland-Es-ist-mehr-als-eine-Vermutung-wer-soll-es-sonst-sein.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/politik\/ausland\/video251305392\/GPS-Stoerungen-ueber-Estland-Es-ist-mehr-als-eine-Vermutung-wer-soll-es-sonst-sein.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">blockieren auch GPS-Signale<\/a> in der Region, wodurch Flugzeuge oder Drohnen nur noch schwer zu orten sind. Au\u00dferdem ist es dadurch f\u00fcr die Grenzbeamten fast unm\u00f6glich, Positionen in der freien Natur genau zu bestimmen.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden Narwas zieht sich die Grenze \u00fcber 126 Kilometer durch den See Peipus. Danach schl\u00e4ngelt sie sich \u00fcber 136 Kilometer weiter gen S\u00fcden, \u00fcber zwei Stra\u00dfenkreuzungen in Koidula und Luhhammaa. <\/p>\n<p>Hier in der N\u00e4he wurde damals Kohver entf\u00fchrt, wobei die Kidnapper das Sumpfland durchquerten. W\u00e4hrend das morastige Gel\u00e4nde im Sommer eine nat\u00fcrliche Barriere bildet, ist es im Winter hart gefroren. \u201eIm Winter ist es wie ein Flugplatz\u201c, sagt Belitsev. \u201eHier kann man mit einem Flugzeug landen, wenn man will.\u201c<\/p>\n<p>157 Millionen Euro sollen nun in ein Programm flie\u00dfen, um den Grenzschutz in Narwa zu verst\u00e4rken. Laut Belitsev errichtet Estland eine sogenannte Drohnen-Mauer, die digitale Systeme zum Abblocken feindlicher Drohnen verwendet. <\/p>\n<p>Zudem soll eine Polizei-Reserve von 1000 Sicherheitsbeamten im Notfall landesweit als Back-up dienen, zus\u00e4tzlich zu den 29.000 Freiwilligen, die als Teil der Estnischen Verteidigungsliga ausgebildet werden.<\/p>\n<p>In Narwa ist es gar nicht so einfach, die Zahl der Einsatzkr\u00e4fte zu erh\u00f6hen, da alle Bewerber flie\u00dfend estnisch sprechen und estnische Staatsb\u00fcrger sein m\u00fcssen, um in der Polizei zu dienen. \u201eIn dieser Region tun wir uns grunds\u00e4tzlich schwer, neue Beamte zu rekrutieren\u201c, so Belitsev.<\/p>\n<p>In der gewaltigen Festung am Flussufer von Narwa, die im Verlauf ihrer fast 700-j\u00e4hrigen Geschichte unter anderem von D\u00e4nen, Deutschen, Polen, Schweden, Russen, Sowjets und nun den Esten gehalten wurde, erkl\u00e4rt die Direktorin des Stadtmuseums, Maria Smorzhevskikh-Smirnova, es sei schwierig, gegen Moskaus Informationskrieg anzukommen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr wurde Smorzhevskikh-Smirnova online angegriffen, weil sie eine Ausstellung mit dem Titel \u201eNarwa 44\u201c leitete, bei der es um die Zerst\u00f6rung der Grenzstadt durch die sowjetischen Truppen im Zweiten Weltkrieg ging. <\/p>\n<p>Der Kreml gebe den sich damals zur\u00fcckziehenden deutschen Truppen die Schuld, erkl\u00e4rt Smorzhevskikh-Smirnova, doch die Fotos erz\u00e4hlten eine ganz andere Geschichte.<\/p>\n<p>Die Ausstellung ver\u00e4rgerte den Stadtrat von Narwa. Ebenso ein riesiges Spruchband, das w\u00e4hrend der Feierlichkeiten zum russischen Sieg im Mai an der gen Russland gerichteten Seite der Festung aufgeh\u00e4ngt wurde, mit der Aufschrift \u201ePutin ist ein <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article254930734\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article254930734&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kriegsverbrecher<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>Der Grenz\u00fcbergang bleibt offen<\/p>\n<p>Die estnische Regierung versucht derweil, ein \u00dcberkochen der schwierigen Beziehung zu seinen ethnischen Russen und Moskau zu verhindern. W\u00e4hrend Finnland seine Grenz\u00fcberg\u00e4nge nach Russland geschlossen hat, h\u00e4lt Estland die Br\u00fccke in Narwa f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger weiterhin offen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft aber, dass dieser Strom von Menschen st\u00e4ndig \u00fcberwacht werden muss. Die g\u00e4rende Unzufriedenheit ist denjenigen, die hier \u00fcber die Grenze wollen, deutlich anzumerken.<\/p>\n<p>Am Eingang des Grenzkontrollpunkts hat sich eine lange Schlange gebildet, die bis auf den Marktplatz der Stadt reicht. Hunderte warten hier im Schnee auf ihre Ausreise nach Russland. <\/p>\n<p>Die Reisenden m\u00fcssen einen langen, vereisten Gehweg \u00fcber die Br\u00fccke bis nach Russland gehen, wobei viele von ihnen gro\u00dfe Rollkoffer hinter sich herziehen und auf Russisch st\u00f6hnen, die estnischen Beamten w\u00fcrden sie mithilfe langwieriger Ausreisekontrollen zu stundenlangem Warten zwingen.<\/p>\n<p>Belitsev gibt den Russen die Schuld, die St\u00f6rungen verursachten und f\u00fcr Unmut sorgten, um sein Team schlecht aussehen zu lassen. Andererseits sei es aber auch nicht sein Job, den Transit in den \u201eAggressor-Staat\u201c zu erleichtern. \u201eEs sollte nicht einfach sein, nach Russland einzureisen.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/narva-estonia-end-of-free-world-frozen-border-russia\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.politico.eu\/article\/narva-estonia-end-of-free-world-frozen-border-russia\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Dieser Artikel <\/b><\/a><b>erschien zuerst in der WELT-Partnerpublikation Politico. <\/b><\/p>\n<p><b>\u00dcbersetzt aus dem Englischen von Bettina Schneider.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt Estlands an der Grenze zu Russland k\u00e4mpft gegen die t\u00e4glichen Nadelstiche aus dem Nachbarland. 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