{"id":300147,"date":"2025-07-28T09:55:15","date_gmt":"2025-07-28T09:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300147\/"},"modified":"2025-07-28T09:55:15","modified_gmt":"2025-07-28T09:55:15","slug":"handelskonflikt-beigelegt-deutsche-wirtschaft-reagiert-zurueckhaltend-bis-entsetzt-auf-zolleinigung-der-eu-mit-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300147\/","title":{"rendered":"Handelskonflikt beigelegt &#8211; Deutsche Wirtschaft reagiert zur\u00fcckhaltend bis entsetzt auf Zolleinigung der EU mit den USA"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump traf die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, von der Leyen, zu Gespr\u00e4chen in Schottland. Beide sch\u00fctteln einander die Hand, von der Leyen l\u00e4chelt.\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Trump traf die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, von der Leyen, zu Gespr\u00e4chen in Schottland. Beide sch\u00fctteln einander die Hand, von der Leyen l\u00e4chelt.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/von-der-leyen-trump-schottland-100-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  US-Pr\u00e4sident Trump traf die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, von der Leyen, zu Gespr\u00e4chen in Schottland. (AP \/ Jacquelyn Martin)<\/p>\n<p>Ein Sprecher von Merz sagte, es sei gelungen, einen Handelskonflikt abzuwenden, der die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart getroffen h\u00e4tte. Dies gelte insbesondere f\u00fcr die Automobilwirtschaft. Die f\u00fcr sie gegenw\u00e4rtig geltenden Z\u00f6lle von 27,5 Prozent sollen den Angaben zufolge auf 15 Prozent gesenkt werden. Dies sei &#8222;von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung&#8220;, lie\u00df Merz \u00fcber seinen Sprecher erkl\u00e4ren. Die Einigkeit der EU in den Verhandlungen habe sich ausgezahlt.<\/p>\n<p>                Deutsche Industrie- und Handelskammer<\/p>\n<p>Aus Sicht der Deutschen Industrie- und Handelskammer kann die deutsche Wirtschaft &#8222;vorerst durchatmen&#8220;. Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Melnikov erkl\u00e4rte, die EU habe mit der Einigung Schlimmeres verhindert. Doch der Deal habe einen Preis &#8211; und der gehe auch zu Lasten der deutschen und europ\u00e4ischen Wirtschaft.<\/p>\n<p>Melnikov wies darauf hin, dass viele Details der Zoll-Einigung noch unklar seien. Deshalb schaffe diese nur &#8222;kurzfristig Stabilit\u00e4t, mehr nicht&#8220;. Die EU m\u00fcsse nun mit den USA weiter verhandeln und an einem &#8222;umfassenden, fairen und zukunftsgerichteten Handelsabkommen&#8220; arbeiten, forderte die DIHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. Dar\u00fcber hinaus seien weitere Freihandelsabkommen erforderlich &#8211; etwa mit den Mercosur-Staaten. Deutschland brauche mehr denn je offene M\u00e4rkte, nicht neue H\u00fcrden, so Melnikov.<\/p>\n<p>                Au\u00dfenhandelsverband BGA<\/p>\n<p>Der Bundesverband Gro\u00dfhandel, Au\u00dfenhandel, Dienstleistungen (BGA) nannte die Vereinbarung zwischen EU und USA einen &#8222;schmerzhaften Kompromiss&#8220;, der f\u00fcr viele H\u00e4ndler eine existenzielle Bedrohung darstelle. Jedes Prozent Zoll sei ein Prozent zu viel, sagte BGA-Pr\u00e4sident Jandura. Auch wenn jetzt zun\u00e4chst Sicherheit \u00fcber die Handelsbedingungen herrsche, w\u00fcrden sich Lieferketten ver\u00e4ndern und Preise erh\u00f6hen. Die Einigung mit den USA werde in Deutschland Wachstum, Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze kosten, so Jandura.<\/p>\n<p>                Industrieverband BDI<\/p>\n<p>Der Industrieverband BDI \u00e4u\u00dferte sich kritisch zur Einigung im Zollstreit. Es sei ein fatales Signal, dass die EU schmerzhafte Z\u00f6lle in Kauf nehme, hie\u00df es vom BDI. Denn auch ein Zollsatz von 15 Prozent werde immense negative Auswirkungen auf die exportorientierte deutsche Industrie haben. Entscheidend sei jetzt, dass das geschlossene \u00dcbereinkommen verbindlich werde. Ein Tiefschlag sei, dass die hohen Sektorz\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumexporte bleiben sollen.<\/p>\n<p>                Chemieverband VCI<\/p>\n<p>&#8222;Wer mit einem Hurrikan rechnet, ist f\u00fcr ein Unwetter dankbar&#8220;, fasste der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Chemieverbands VCI, Gro\u00dfe Entrup, zusammen. Eine weitere Eskalation im Handelsstreit sei zwar vermieden worden. Der Preis f\u00fcr beide Seiten sei aber hoch, Europas Exporte w\u00fcrden an Wettbewerbsf\u00e4higkeit verlieren. Die vereinbarten Z\u00f6lle seien zu hoch.<\/p>\n<p>                \u00d6konom Jens S\u00fcdekum<br \/>\n                Professor Jens S\u00fcdekum von der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf <a title=\"Link auf: sagte im Deutschlandfunk\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-jens-suedekum-oekonom-die-folgen-der-zoelle-fuer-die-volkswirtschaften-100.html\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-jens-suedekum-oekonom-die-folgen-der-zoelle-fuer-die-volkswirtschaften-100.html&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;sagte im Deutschlandfunk&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Handelskonflikt beigelegt - Deutsche Wirtschaft reagiert zur\u00fcckhaltend bis entsetzt auf Zolleinigung der EU mit den USA&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"nofollow noopener\">sagte im Deutschlandfunk<\/a>, das Abkommen bringe zwar etwas Beruhigung in den Konflikt; bis zum Ende der Legislaturperiode in den USA werde es jedoch keine Sicherheit f\u00fcr eine L\u00f6sung im Zollstreit geben. Nach S\u00fcdekums Worten zeigt die Vereinbarung die Machtverh\u00e4ltnisse zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den Vereinigten Staaten. Die Z\u00f6lle seien nicht das Ende der Welt und k\u00f6nnten verkraftet werden, meinte der Beauftragte f\u00fcr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Bundesfinanzminister Klingbeil. Aber die Verpflichtung der EU zum Energie-Import werde einseitig die US-Wirtschaft st\u00e4rken.<br \/>\n                EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen und US-Pr\u00e4sident Trump hatten die <a title=\"Link auf: Treffen in Schottland - EU und USA einigen sich im Handelsstreit - Z\u00f6lle von 15 Prozent f\u00fcr Waren aus Europa\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-und-usa-einigen-sich-im-handelsstreit-zoelle-von-15-prozent-fuer-waren-aus-europa-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zolleinigung gestern im schottischen Turnberry verk\u00fcndet<\/a>. Demnach soll k\u00fcnftig f\u00fcr zahlreiche Importe aus der EU in die USA ein Zollsatz von 15 Prozent gelten. Bisher sind es zehn Prozent. Die Europ\u00e4ische Union hat nach Trumps Angaben au\u00dferdem zugesagt, Investitionen in den USA in H\u00f6he von mehreren hundert Milliarden Dollar zu t\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Ohne Einigung h\u00e4tten die USA zum 1. August vermutlich einen Basiszoll auf EU-Importe in H\u00f6he von 30 Prozent in Kraft gesetzt.<\/p>\n<p>Diese Nachricht wurde am 28.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Trump traf die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, von der Leyen, zu Gespr\u00e4chen in Schottland. 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