{"id":300590,"date":"2025-07-28T13:55:09","date_gmt":"2025-07-28T13:55:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300590\/"},"modified":"2025-07-28T13:55:09","modified_gmt":"2025-07-28T13:55:09","slug":"homo-antecessor-war-kannibale-urzeit-menschen-assen-sogar-kleinkinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300590\/","title":{"rendered":"Homo antecessor war Kannibale: Urzeit-Menschen a\u00dfen sogar Kleinkinder"},"content":{"rendered":"<p>                    Homo antecessor war Kannibale<br \/>\n                Urzeit-Menschen a\u00dfen sogar Kleinkinder<\/p>\n<p>\t\t\t\t              28.07.2025, 15:36 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Makaberer Fund in Spanien: In einer H\u00f6hle entdecken Arch\u00e4ologen Beweise f\u00fcr systematischen Kannibalismus bei einem Vorfahren des Menschen, der vor etwa 850.000 Jahren lebte. Besonders erschreckend: Selbst Kinder wurden wie Beutetiere zerlegt.<\/strong><\/p>\n<p>Arch\u00e4ologen haben im Norden Spaniens eine sensationell schaurige Entdeckung gemacht, die ein d\u00fcsteres Kapitel der Menschheitsgeschichte beleuchtet: In der ber\u00fchmten Fundst\u00e4tte Gran Dolina in der Sierra de Atapuerca stie\u00dfen Forscher auf Belege f\u00fcr fr\u00fchen Kannibalismus bei unserem Vorfahren Homo antecessor. Und offenbar standen vor fast 850.000 Jahren selbst kleine Kinder auf dem Speiseplan.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/90038488.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Atapuerca ist einer der bedeutendsten arch\u00e4ologischen Standorte Europas.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/90038488.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Atapuerca ist einer der bedeutendsten arch\u00e4ologischen Standorte Europas.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: picture alliance \/ Prisma Archivo)<\/p>\n<p>In der Gran-Dolina-H\u00f6hle von Atapuerca entdeckte das Team um die Pal\u00e4oanthropologin Palmira Saladi\u00e9 die \u00dcberreste eines zwei- bis f\u00fcnfj\u00e4hrigen Kindes, das offenbar von seinen Artgenossen systematisch zerlegt und gegessen wurde. Besonders makaber: Die Schnittspuren an den Halswirbeln des Kindes deuten auf eine gezielte Enthauptung hin &#8211; mit anatomischer Pr\u00e4zision. &#8222;Dieses Fr\u00fchmenschenkind wurde wie ein Tier zerlegt &#8211; verarbeitet wie jede andere Beute&#8220;, sagt Saladi\u00e9 laut <a href=\"https:\/\/comunicacio.iphes.cat\/eng\/news\/new\/879.htm\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mitteilung<\/a> des spanischen Instituts f\u00fcr menschliche Pal\u00e4o\u00f6kologie und Evolution (IPHES). &#8222;Die Schnitte an der Halswirbels\u00e4ule liegen genau dort, wo man den Kopf am effizientesten entfernt.&#8220;<\/p>\n<p>Menschliches Fleisch als Teil des Speiseplans<\/p>\n<p>Neben dem kleinen Kind wurden auch die \u00dcberreste von zehn weiteren Individuen entdeckt. Bei der Analyse der Knochen fanden die Forschenden Schnittkerben, Bissspuren und zertr\u00fcmmerte Markknochen &#8211; alles Indizien, dass sie als Nahrungsquelle dienten. Laut dem Team weist insgesamt ein Drittel der in der Gran-Dolina-H\u00f6hle gefundenen Skelette deutliche Spuren von Kannibalismus auf. &#8222;Wir sehen hier ein Verhalten, das sich wiederholt &#8211; keine Ausnahme, sondern offenbar Teil ihrer Lebensweise&#8220;, sagt Saladi\u00e9.<\/p>\n<p>Warum der Homo antecessor zu diesen drastischen Mitteln griff, ist noch offen. M\u00f6glich sind Nahrungsknappheit, aber auch territoriale Konflikte oder rituelle Praktiken, so die Forschenden. Fest steht: Kannibalismus war f\u00fcr diesen Fr\u00fchmenschen offenbar kein Tabu, sondern gelebte Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die dunkle Seite der Evolution<\/p>\n<p>Der Homo antecessor lebte vor rund 800.000 bis eine Million Jahren in Europa und gilt als Vorfahr sowohl des Neandertalers als auch des modernen Menschen. Die Entdeckungen in den Gran-Dolina-H\u00f6hlen werfen ein neues Licht auf die Lebensweise der fr\u00fchen Menschen und fordern bestehende Vorstellungen \u00fcber ihr Verhalten. &#8222;Jedes Jahr entdecken wir hier neue Funde, die uns zwingen, unsere Vorstellungen davon zu revidieren, wie diese Fr\u00fchmenschen lebten, starben und wie sie ihre Toten vor fast einer Million Jahren behandelten&#8220;, so Saladi\u00e9.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Fund zeigt dem Forschungsteam zufolge eindringlich: Die Anf\u00e4nge der Menschheit waren nicht nur von Jagd, Feuer und Werkzeugen gepr\u00e4gt &#8211; sondern auch von Hungersnot, Gewalt und Konflikten. Die Forschenden hoffen, dass zuk\u00fcnftige Ausgrabungen weitere wichtige Puzzleteile f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der fr\u00fchen Menschheitsgeschichte liefern werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Homo antecessor war Kannibale Urzeit-Menschen a\u00dfen sogar Kleinkinder 28.07.2025, 15:36 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":300591,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[6425,752,13,87411,14,15,12,4026,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-300590","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-archaeologie","9":"tag-bildung","10":"tag-headlines","11":"tag-kannibalismus","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-spanien","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114931205597934793","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=300590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300590\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/300591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=300590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=300590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=300590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}